Deutschland

Mitten in der Krise: Chef der Schuldenagentur des Bundes tritt überraschend zurück

Lesezeit: 1 min
08.06.2012 12:38
Noch vor Auslaufen seines Vertrages Ende 2013 ist der Geschäftsführer der Deutschen Finanzagentur zurückgetreten. Ob sein Rücktritt etwas mit der Situation in der Eurozone und dem Privatgeschäft der Agentur zu tun habe ist unklar. Carl Heinz Daube selbst gab an, aus „ausschließlich familiären Gründen“ zu gehen.

Mehr zum Thema:  
Europa >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Europa  

„Ich habe um vorzeitige Auflösung meines bis zum 31. Dezember 2013 laufenden Vertrages gebeten“, sagte der Geschäftsführer der deutschen Finanzagentur, Carl Heinz Daube. „Die Bitte um Auflösung des Vertrages hat ausschließlich familiäre Gründe", ergänzte er. Die Deutsche Finanzagentur regelt das Liquiditäts- und Schuldenmanagement des Bundes. Derzeit hat der Bund ausstehende Bundeswertpapiere im Umfang von mehr als 1,1 Billionen Euro.

Trotz seiner Betonung, aus familiären Gründen zu gehen, mehren sich die Spekulationen, ob sein Rücktritt etwas mit der sich massiv verschlechternden Situation in der Eurozone zu tun habe oder im Zusammenhang mit dem Veränderungen im Privatkundengeschäft stehe. Die Aktivitäten des Bundes im Privatkundengeschäft wurden vom Bundesfinanzministerium einer Prüfung unterzogen, die darüber entscheiden könnte, ob und falls ja, wie das Privatkundengeschäft fortgeführt werden sollte.

Die Nachfolge Carl Heinz Daubes soll noch nicht geregelt sein.

 

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Europa >

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft US-Magazin Bloomberg: “Deutschlands Tage als industrielle Supermacht sind gezählt“
29.02.2024

Das führende US-Wirtschaftsmagazin Bloomberg gibt eine niederschmetternde Prognose für die Zukunft Deutschlands ab: Deutschlands Tage als...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Erstmals nach Corona-Flaute: Reallöhne wieder minimal gestiegen
29.02.2024

Gute Nachrichten für die Beschäftigten in Deutschland: Die Reallöhne in Deutschland sind 2023 erstmals wieder leicht gestiegen - nach...

DWN
Panorama
Panorama US-Präsident Joe Biden im Gesundheitscheck: Verschleiß, Atemmaske und steifer Gang
29.02.2024

Mit 81 Jahren ist Joe Biden der älteste aktive US-Präsident aller Zeiten. Ist er fit genug für einen der härtesten Jobs der Welt? Sein...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Konjunktur bleibt schwach: Arbeitslosigkeit steigt im Februar leicht
29.02.2024

Im Februar waren in Deutschland mehr Menschen arbeitslos. Der Grund für den leichten Anstieg der Arbeitslosen ist die schwache Konjunktur...

DWN
Politik
Politik Lieferkettengesetz scheitert vorerst im EU-Rat - Wirtschaft erleichtert
29.02.2024

Das EU-Lieferkettengesetz scheitert vorerst erneut im EU-Rat. Der deutsche Mittelstand kann sich darüber freuen. Zuletzt hatte es an dem...

DWN
Politik
Politik Nimmt Putin auch noch Moldau ins Visier? Separatisten in Transnistrien bitten Russland um Schutz
28.02.2024

Lange schon befürchtet EU-Beitrittskandidat Moldau eine russische Aggression im Separatistengebiet Transnistrien, das an die Ukraine...

DWN
Politik
Politik Expertengutachten: Bürokratie und KI-Angst hindern Deutschland bei Forschung & Entwicklung
28.02.2024

Wie ist es um den Standort Deutschland in Sachen Wissenschaft und Technologie bestellt? Jährlich gibt es dazu ein Gutachten, das diesmal...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien-Trading: So funktionieren Long- und Short-Wetten
28.02.2024

Beim Aktienhandel können Anlegern einzigartige sowohl von steigenden als auch fallenden Kursbewegungen profitieren. Der folgende Artikel...