Finanzen

Aufsicht: Banken müssen Not-Pläne gegen Cyber-Angriffe vorlegen

Lesezeit: 1 min
10.09.2013 01:23
Die amerikanische Börsen-Aufsicht warnt vor Cyber-Attacken gegen das Finanz-System und hat die Banken aufgefordert, Notfall-Pläne gegen solche Angriffe zu erstellen. Unklar ist, ob der Aufruf im Zusammenhang mit dem amerikanischen Krieg gegen den Terror steht.
Aufsicht: Banken müssen Not-Pläne gegen Cyber-Angriffe vorlegen

Mehr zum Thema:  
Banken > Börse > USA >
Benachrichtigung über neue Artikel:  
Banken  
Börse  
USA  

Die Zahl der Cyber-Angriffe hat in den letzten Monaten zugenommen. Die US-Behörden sind alarmiert und zwingen die Banken zu verstärkten Bemühungen bei der Datensicherheit.

Cyber-Sicherheit werde ein zentraler Bereich im kommenden Prüfungszeitraum sein, zitiert die FT einen Prüfer der US-Börsenaufsicht SEC. Die sich selbst regulierende Bankenaufsicht Finra kündigte an, dass die Pläne zur Cyber-Sicherheit und die IT-Systeme der Banken verstärkt überprüft würden. Es habe eine „starke Zunahme“ von Kundenbeschwerden über die mangelnde Sicherheit ihrer Daten gegeben.

Die Finanzberater und Händler müssen nun langfristige Pläne zur Cyber-Sicherheit entwerfen und umsetzen. Darin müssen etwa die IT-Sicherheit und interne Unternehmensstrukturen angepasst werden. Die Banken müssen Notfallpläne für Cyber-Attacken auf das Unternehmen selbst oder auf Geschäftspartner erstellen. Auch die Börsen müssen nachweisen, wie sie sich schützen wollen.

Die Börsenaufsicht hat schon in der Vergangenheit darauf gedrängt, dass Banken über Notfallpläne für unvorhergesehene Ereignisse verfügen. Hintergrund waren nicht nur die Anschläge vom 11. September oder der Hurrikan Sandy, die dazu führten, dass die Börse geschlossen wurde. Auch die zunehmende Cyber-Kriminalität steht im Fokus der Aufseher.

Cyber-Kriminalität verursacht Kosten von 100 Milliarden Dollar pro Jahr. Banken gehören zu den am meisten betroffenen Unternehmen. Die Aufseher wollen sich im Kampf gegen Cyber-Kriminalität nicht auf die Kompetenz der von ihnen beaufsichtigten Unternehmen verlassen. Sie wollen die Banken zwingen, bestimmte Sicherheitsstandards einzuhalten.

Bereits im vergangenen Jahr wurden weltweit 53 Prozent der Börsen von Cyber-Angriffen getroffen, so die Internationale Organisation der Börsenaufsichten. Seitdem wird an fast allen Börsen ein deutlicher Anstieg der Cyber-Kriminalität festgestellt. Finanzinstitute sind ein attraktives Angriffsziel für Hacker, weil sie den elektronischen Zugriff auf Vermögen und auf Märkte ermöglichen.

Die Zahl der Cyber-Angriffe nimmt immer mehr zu. Der Totalausfall der US-Technologiebörse Nasdaq vor einigen Wochen soll von einer islamistischen Hacker-Gruppe verursacht worden sein (mehr hier). Kürzlich sollen Hacker aus Syrien die Webseite der US-Marine lahmgelegt haben (hier).

Auch die US-Geheimdienste sind massiv in Cyber-Angriffe verstrickt. Seit 2011 haben sie bereits 231 Cyber-Angriffe auf Computer in anderen Ländern gestartet. Derzeit sind etwa 85.000 Computer weltweit mit US-Spionage-Viren infiltriert. Die NSA möchte in den kommenden Jahren Millionen von Viren in alle Welt versenden (mehr hier).

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  
Banken > Börse > USA >

DWN
Finanzen
Finanzen Es wird knallen: In der Euro-Zone erhebt sich ein großer Berg aus faulen Krediten

In der Euro-Zone werden zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen aufgrund der Corona-Krise untergehen. Das Problem ist nur, dass...

DWN
Politik
Politik Corona-Lockdown: Wie aus einer angeblichen „Fake News“ bittere Realität wurde

Am 14. März 2020 teilte das Bundesgesundheitsministerium mit: „! Achtung Fake News ! Es wird behauptet und rasch verbreitet, das...

DWN
Deutschland
Deutschland Wirtschaftsweise: Gefahr von Insolvenzen mit Dominoeffekten ist groß

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm sieht die Pläne der Bundesregierung kritisch, die Insolvenzmeldepflichten für coronageplagte Betriebe...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Nicht normal: Am Tag des „Sturms auf das Kapitol“ gab es Kursgewinne an den US-Börsen

Wenn von einem „Sturm auf das Parlament“, einem „Sturm auf das Kapitol“ oder einem „Putschversuch“ die Rede ist, krachen die...

DWN
Finanzen
Finanzen „Jeder vierte Selbstständige von Berufsunfähigkeit betroffen“

Selbstständige müssen noch mehr als Angestellte eine Berufsunfähigkeit fürchten, da sie in der Regel wenig Anspruch auf staatliche...

DWN
Politik
Politik Ursprung des Corona-Virus: China zeigt mit dem Finger auf „Fort Detrick“ in den USA

Das chinesische Außenministerium fordert, dass das US-Biolabor „Fort Detrick“ geöffnet wird, um den Ursprung des Corona-Virus...

DWN
Technologie
Technologie Durchbruch: Uni Bayreuth entwickelt neue Theorie zur Entstehung des Sonnensystems

Forscher der Uni Bayreuth haben gemeinsamen mit Forschern der University of Oxford, der LMU München, der ETH und der Universität Zürich...

DWN
Politik
Politik Ost-Ukraine: Kriegsparteien werfen sich gegenseitig Bruch der Waffenruhe vor

Im Osten der Ukraine kommt es zum Bruch des Waffenstillstands. Die Ukraine und pro-russische Kräfte werfen sich gegenseitig vor, den...

DWN
Politik
Politik Russischer Sicherheitsdienst FSB verhindert Anschlag auf Polizeibeamte

Der russische Bundessicherheitsdienst (FSB) hat einen Terroranschlag auf Polizeibeamte vereitelt und einen russischen Staatsbürger...

DWN
Politik
Politik Handlanger fremder Interessen: Die Wissenschaften auf Irrwegen

Nicht nur die Geisteswissenschaften, sondern längst auch die Naturwissenschaften bringen der Menschheit keine Fortschritte mehr, sondern...

DWN
Technologie
Technologie Wissenschaftler von Elite-Uni warnen vor Lockdown: Massive Folgeschäden wahrscheinlich - doch Studie wird ignoriert

Eine Gruppe von Professoren einer der weltbesten Universitäten kommt in einer am 5. Januar dieses Jahres veröffentlichten Studie zu dem...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Großkonzerne profitieren von Corona-Krise, während der Mittelstand ausblutet

Während der Mittelstand in Deutschland vor dem Aus steht, haben Großkonzerne während der Corona-Krise sogar profitiert.

DWN
Deutschland
Deutschland Chaos am BER: Angestellte bekommen seit Wochen Stromschläge

Drei Monate nach der Eröffnung des Chaos-Flughafens wird von sonderbaren Defekten berichtet.

DWN
Politik
Politik Jetzt geht's wieder los: Syrien-Krieg nimmt an Fahrt auf

In Syrien kommt es erneut zu beunruhigenden Entwicklungen. Die Terror-Milizen IS und HTS sind wieder zurück. Die Lage in Idlib steht vor...