Tages- und Festgeldrechner präsentiert von ZINSPILOT

 

Elektroindustrie: Exporte nach China knacken erstmals die 2-Milliarden-Marke

Lesezeit: 2 min
23.09.2019 16:55  Aktualisiert: 23.09.2019 16:58
Die Exporte der Elektroindustrie nach China sind im Sommer stark gestiegen. Erstmals überhaupt übertrafen die Werte eines Monats die Marke von 2 Milliarden Euro Volumen.
Elektroindustrie: Exporte nach China knacken erstmals die 2-Milliarden-Marke
Foto: Hendrik Schmidt

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie haben im Juli 2019 wieder angezogen. Mit 18,1 Milliarden Euro übertrafen sie ihr Vorjahresniveau um 6,3 Prozent. „Dieser jüngste Anstieg folgt allerdings auf einen fünfprozentigen Rückgang im Vormonat und sollte deshalb nicht überbewertet werden“, erläutert ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Solch eine positive Entwicklung gab es bei Auftragseingang, Produktion und Umsatz zuletzt nicht.“ In den ersten sieben Monaten dieses Jahres haben sich die aggregierten Branchenausfuhren um 3,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 125,1 Milliarden Euro erhöht.

Die Lieferungen nach China erhöhten sich im Juli um 9,8 Prozent auf 2,0 Milliarden Euro. „Damit haben die monatlichen Exporte in ein einzelnes Land zum ersten Mal überhaupt die Zwei-Milliarden-Euro-Marke überschritten“, so Dr. Gontermann.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland legten mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro im Juli deutlich langsamer zu als die Exporte. Von Januar bis Juli lagen sie mit 111,7 Milliarden Euro um 4,1 Prozent höher als vor einem Jahr.

Die Elektroexporte in die Industrieländer beliefen sich im Juli 2019 auf 11,4 Milliarden Euro, womit sie um 4,7 Prozent höher ausfielen als im Vorjahr. Zweistellige Zuwächse gab es im Geschäft mit den USA (+20,1% auf 1,8 Mrd. €), Belgien (+17,8% auf 424 Mio. €), Dänemark (+13,9% auf 218 Mio. €), den Niederlanden (+11,0% auf 902 Mio. €) und Japan (+10,7% auf 302 Mio. €).

Die Ausfuhren in die Schweiz (+9,3% auf 612 Mio. €), nach Südkorea (+8,5% auf 249 Mio. €), in die Slowakei (+8,0% auf 187 Mio. €), nach Italien (+7,8% auf 871 Mio. €) und nach Frankreich (+5,5% auf 1,1 Mrd. €) nahmen im Juli ebenfalls überdurchschnittlich zu. Dagegen waren die Lieferungen nach Schweden (-15,7% auf 339 Mio. €) und Großbritannien (-13,2% auf 743 Mio. €) stark rückläufig. Kumuliert von Januar bis Juli zogen die Branchenausfuhren in die Industrieländer um 3,6 Prozent gegenüber Vorjahr auf 80,8 Milliarden Euro an.

Die Elektroexporte in die Schwellenländer sind im Juli um 8,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 6,7 Milliarden Euro gewachsen. Besonders stark nahmen hier die Ausfuhren in die Vereinigte Arabischen Emirate (+43,9% auf 111 Mio. €), nach Malaysia (+35,3% auf 223 Mio. €), Mexiko (+31,4% auf 244 Mio. €), Russland (+29,0% auf 396 Mio. €) und Südafrika (+23,1% auf 159 Mio. €) zu.

Während die Ausfuhren nach Brasilien im Juli um 12,9 Prozent auf 126 Millionen Euro stiegen, gab es im Geschäft mit Indien (-9,3% auf 198 Mio. €) und der Türkei (-1,6% auf 222 Mio. €) Rückgänge. Zwischen Januar und Juli wurden in den Schwellenländern Exporte von 44,3 Milliarden Euro abgesetzt – ein Plus von 4,4 Prozent.



DWN
Politik
Politik Ein Jahr „Gelbwesten“: Auf dem Globus tobt eine gewaltsame Protestwelle

Ein Jahr nach den ersten Protesten der sogenannten "Gelbwesten" in Frankreich toben in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt schwere...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Argentinien steht kurz vor dem Staatsbankrott: Auch deutsche Lebensversicherer betroffen

Die Schuldensituation Argentiniens verschlechtert sich seit Jahren. Kurz nach der Bereitstellung einer weiteren Kreditlinie durch den IWF...

DWN
Finanzen
Finanzen Lagarde beschwert sich über die Undankbarkeit der Sparer

EZB-Chefin Lagarde beschwert sich darüber, dass die Sparer gegen Negativzinsen sind. Die Sparer sollten schon glücklich sein, wenn sie...

DWN
Technologie
Technologie Bundesregierung will Bau tausender neuer Funkmasten mit Werbe-Initiative begleiten

Die Bundesregierung strebt eine vollständige Abdeckung Deutschlands mit dem neuen 5G-Netz an. Bedenken in der Bevölkerung hinsichtlich...

DWN
Technologie
Technologie Deutschland gehört zu den zehn führenden Wasserstoff-Nationen

Weltweit gibt es zehn Nationen, die mehr oder weniger erfolgreich im Bereich der Wasserstofftechnologie aktiv sind. Zu diesen gehört auch...

DWN
Politik
Politik Deutsche U-Boote und Fregatten: Garanten unserer Freiheit

Die Deutsche Marine ist keine reine Manöver-Flotte mehr. Im zweiten Teil des DWN-Interviews berichtet Marine-Inspekteur Vizeadmiral...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Vizepräsident: „Die Nebeneffekte unserer Geldpolitik nehmen zu“

Dem Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank zufolge sind die Nebeneffekte der ultralaxen Geldpolitik auf dem Vormarsch. Bei diesen...

DWN
Politik
Politik Illegal eingereister Clanchef klagt gegen abgelehnten Asylantrag und neuerliche Abschiebung

Ein bereits abgeschobener und illegal wiedereingereister Krimineller klagt gegen die neuerliche Ablehnung seines Asylantrags. Daneben hat...

DWN
Politik
Politik Afghanistan entwickelt sich zur neuen Hochburg des IS

Afghanistan entwickelt sich mittlerweile zur neuen Hochburg des IS. Die Terror-Miliz stellt eine direkte Gefahr für Chinas...

DWN
Technologie
Technologie Ein Tesla-Unfall erschüttert das Märchen von der umweltfreundlichen E-Mobilität

Ein Unfall eines Tesla-Fahrers in Österreich wirft ernste Fragen für die gesamte Elektroauto-Branche auf. Zuerst musste der Wagen drei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke vor harten Einschnitten?

Ein Verlust in Millionen-Höhe der Schweizer Stahlgruppe Schmolz + Bickenbach dürfte auch bei der deutschen Tochter, der Deutschen...

DWN
Finanzen
Finanzen Tech-Giganten im Gesundheitswesen: Bessere Vorsorge oder Totalüberwachung?

Die großen Technologiekonzerne dringen mit ihren Anwendungen in das Gesundheitswesen vor. Neben großen Vorteilen zur Vorbeugung von...

DWN
Unternehmen
Unternehmen ŠKODA schickt gegen schlechte Konjunktur neuen Octavia ins Rennen

Die Autobranche steht weltweit unter Druck. Jetzt kommt der tschechische Hersteller ŠKODA mit der neuesten Version des Octavia - eines...

DWN
Politik
Politik Bundestag beschließt CO2-Sondersteuer: Auf den Mittelstand kommen schwere Zeiten zu

Der Bundestag hat die Sondersteuer auf die Emissionen des natürlichen Gases Kohlenstoffdioxid beschlossen. Besonders darunter leiden...

celtra_fin_Interscroller