Wirtschaft

Erst Politiker, dann Lobbyist: Ex-Kanzler Christian Kern vertritt Chinas Interessen in Österreich

Der frühere österreichische Bundeskanzler Christian Kern ist jetzt Lobbyist für China.
26.09.2019 09:55
Aktualisiert: 26.09.2019 10:24
Lesezeit: 1 min

.

Der österreichische Bundeskanzler von 2016 bis 2017, Christian Kern, macht Lobbyarbeit für chinesische Unternehmen in Europa. Das berichtet das „Industriemagazin“. Kern, der auch Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) war, ist zum Präsidenten des am 19. September dieses Jahres gegründeten „Europe China Business Council“ ernannt worden. Dieser ist ein Ableger der „China-Europe Association for Technology and Economic Cooperation” (CEATEC). Das ist ein 2001 gegründeter Wirtschafts-Verband, dem unter anderem Großunternehmen wie Alibaba und Geely angehören, und der eng mit dem chinesischen Wirtschaftsministerium verbunden ist, bis zu einem gewissen Grad von diesem sogar gelenkt wird.

Das „Industriemagazin“ zitiert Kern folgendermaßen: „Die CEATEC baut wegen des Handelskrieges mit den USA ihre Europa-Aktivitäten aus. Sie wollen eine Annäherung, und die wird es auch geben müssen.“ Die Zeitung „Österreich“ schreibt, Kern habe seine neue Aufgabe mit dem Begriff „Hobby“ beschrieben.

China hat in den vergangenen Jahren seinen Einfluss in Europa erheblich vergrößert, nicht zuletzt durch seine gut gepflegten Kontakte zu einflussreichen (Ex)Politikern und Beamten. Österreichische Politiker suchen regelmäßig Kontakt zur Volksrepublik, um die wirtschaftlichen Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu intensivieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreis-Entlastung: Streit in der Koalition verschärft sich
08.04.2026

Die Hoffnung auf sinkende Energiepreise nach geopolitischer Entspannung erfüllt sich bislang nicht. Stattdessen rückt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf Feuerpause
08.04.2026

Nach politischen Signalen der Entspannung fällt der Ölpreis aktuell deutlich. Anleger reagieren nervös, während Unsicherheiten weiter...

DWN
Politik
Politik Trump droht mit 50-Prozent-Zöllen gegen Iran-Partner – das könnten die Folgen sein
08.04.2026

Mit drastischen 50-Prozent-Zöllen erhöht Donald Trump den Druck auf Irans Unterstützer. Gleichzeitig kündigt er weitreichende...

DWN
Politik
Politik Ungarn vor entscheidenden Wahlen: Orbán setzt gleichzeitig auf die USA und Russland
08.04.2026

Viktor Orbán verschärft im Wahlkampf seinen außenpolitischen Kurs und setzt zugleich auf Unterstützung aus Washington und Moskau....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Netflix verliert Verfahren in Italien: Drohen Milliarden-Rückforderungen?
08.04.2026

Das Urteil eines italienischen Gerichts setzt Netflix in Europa unter juristischen Druck. Könnte der Fall eine Welle neuer Verfahren...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Wallet-Vergleich: So verwalten Sie Bitcoin & Co. sicher – die besten digitalen Geldbörsen
08.04.2026

In digitalen Geldbörsen verwalten Nutzer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether und bewahren sie sicher auf. Doch welches Krypto-Wallet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Exporteure: Wachstum erwartet – doch Risiken für Exporte steigen
08.04.2026

Die deutsche Exportwirtschaft trotzt internationalen Konflikten und blickt weiterhin nach vorn. Doch steigende Risiken in Lieferketten und...

DWN
Politik
Politik Neuer Wehrdienst: Verteidigungsminister Pistorius schafft Klarheit bei Auslandsreisen
08.04.2026

Der neue Wehrdienst wirft Fragen auf: Müssen junge Männer künftig Auslandsaufenthalte genehmigen lassen? Nach heftiger Kritik stellt...