Politik

Belgiens Geheimdienst ist der große Schwachpunkt von Nato und EU

Die skandalträchtigen Geheimdienste Belgiens stellen offenbar eine Gefahr für die Nato und die EU dar.
11.10.2019 12:48
Lesezeit: 1 min

Einem hochrangigen belgischern Spionageabwehroffizier des Inlandsgeheimdiensts VSSE, der für die Sicherheit der Hauptsitze der Nato und der EU in Brüssel zuständig sein soll, wird vorgeworfen, “zu weich” gegenüber Russland zu sein, so der EU Observer.

Die belgischen Nachrichtendienste stehen seit geraumer Zeit in der Kritik. Clement Vandenborre, Leiter der Abteilung für Spionageabwehr im belgischen Allgemeinen Informations- und Sicherheitsdienst (ADIV), wurde zuvor beschuldigt, Verschlusssachen gezielt vernichtet zu haben, so die belgische Zeitung De Morgen. Er soll über eine serbische Geheimagentin Informationen an Russland weitergegebe haben.

Die Welt berichtete im Februar 2019, dass nach einer vertraulichen Einschätzung des EU-Außenministeriums in der belgischen Hauptstadt etwa 250 chinesische und 200 russische Spione tätig sein sollen.

Der niederländischsprachige öffentlich-rechtliche Sender VRT berichtete im selben Monat, dass im Jahr 2016 zwei hochrangige Beamte des belgischen Geheimdienstes ohne Wissen des damaligen Verteidigungsministers nach Damaskus gereist waren, um mit dem Regime von Baschar al-Assad zu verhandeln.

Es wurde angenommen, dass die Beamten nach Syrien gereist waren, um Kontakte zu knüpfen und Informationen über Europäer zu erhalten, die sich Dschihadisten angeschlossen hatten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Uneinheitlicher Handel an der Wall Street, während die Frist für Trumps Iran-Ultimatum abläuft
07.04.2026

Geopolitische Spannungen und überraschende Unternehmensmeldungen halten die Märkte in Atem – erfahren Sie, was die Kurse heute bewegt...

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus weiterhin blockiert: Europa zwischen Druck und Diplomatie
07.04.2026

Die Blockade der Straße von Hormus heizt die Energiekrise in Europa weiter an, der Umgang mit dem Iran und mögliche militärische...

DWN
Politik
Politik Russland profitiert von Hormus-Blockade
07.04.2026

Weil die Straße von Hormus gesperrt bleibt, sprudeln Russlands Rohstoffexporte. Öl, Gas und Dünger lassen den Rubel rollen.

DWN
Politik
Politik Schwarzer April: Inflation von bis zu 5 Prozent möglich
07.04.2026

Es ist laut IEA die "schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit" – und die Inflation zieht bereits spürbar an. Experten warnen vor...

DWN
Panorama
Panorama 2,50 Euro für den Liter: Der Dieselpreis explodiert trotz Preisbremse
07.04.2026

Nach Einführung der 12-Uhr-Regel für Tankstellen sinken die Spritpreise nicht – sie klettern weiter auf neue Rekordstände. Die Politik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russlands Ölindustrie unter Druck: Ukraine-Angriffe führen zu Produktionskürzungen
07.04.2026

Die russische Ölproduktion gerät infolge ukrainischer Angriffe auf zentrale Infrastruktur zunehmend unter Druck. Welche Folgen haben die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Gaslighting im Job: Wenn Manipulation zur Strategie wird – und wie Sie sich schützen
07.04.2026

Ein Gespräch im Büro, ein scheinbar harmloser Kommentar – und plötzlich zweifeln Beschäftigte an sich selbst. Gaslighting und andere...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt: Small-Caps und internationale Chancen
07.04.2026

Der Iran-Konflikt treibt Ölpreise und Inflationsängste in die Höhe. Anleger prüfen ihre Strategien, während der Aktienmarkt (noch)...