Technologie

USA und Indien lösen Verteidigungs-Kooperation auf

Die USA und Indien haben ihre Verteidigungszusammenarbeit offiziell eingestellt. Doch es wird nach einer neuen Kooperationsgrundlage gesucht.
28.10.2019 13:30
Aktualisiert: 28.10.2019 13:32
Lesezeit: 1 min

Indien und die USA haben ihre Verteidigungszusammenarbeit offiziell eingestellt, nachdem sich die US-Regierung offenbar geweigert hatte, Indien High-End-Düsentriebwerktechnologie zu verkaufen, berichtet die indische Hindustan Times. Im Zentrum der strategischen Partnerschaft zwischen Indien und den USA stand die so genannte Initiative für Verteidigungstechnologie und Handel (DTTI).

Im Rahmen der DTTI hatten Indien und die USA seit 2012 gemeinsame Arbeitsgruppen (Joint Working Groups, JWGs) für die Zusammenarbeit bei Flugzeugträgern und Düsentriebwerktechnologie eingerichtet. Alle vier Projekte wurden nun eingestellt. Der Vorstoß erfolgte wenige Tage nach dem Besuch des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger in Indien.

Ellen Lord, US-Unterstaatssekretärin für Beschaffung und Nachhaltigkeit, sagt, dass es andere Aspekte der Flugzeugtechnologie gibt, an denen zusammen gearbeitet werden kann. “Das ursprüngliche Projekt ist momentan ausgesetzt. Wir sprechen aber auch über andere potenzielle Arbeitsgruppenelemente für Motoren. Wir konnten nicht verstehen, welche exportierbaren Technologien für die Inder nützlich sein würden, und wir standen vor einer Herausforderung im Hinblick auf die US-Exportkontrollen”, zitiert die Economic Times Lord.

Manmohan Bahadur, Generaldirektor des Center for Air Power Studies, meint: “Es wäre zu optimistisch gewesen, von den Amerikanern High-End-Triebwerkstechnologie zu erwarten - niemand verfügt über dieses strategische Know-how. Wir müssen uns für realistische Technologien entscheiden, die uns fehlen. Es gibt viele solche Technologien, die die USA anbieten können.”

Wenn sich Indien demnach für weniger entwickelte Triebwerkstechnologien entscheiden würde, könnte zwischen Washington und Neu Delhi eine gemeinsame Grundlage für den Export von US-Technologie nach Indien gefunden werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die Ergebnisse amerikanischer Unternehmen übertrumpfen die Marktstimmung deutlich, doch Sorgen über KI-Kosten trüben die Aussichten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...