Finanzen

Studie: Viele Steuervergünstigungen verfehlen ihr Ziel und kosten Milliarden

Die Ergebnisse einer Studie zu Steuervergünstigungen, die ein Forscherteam jetzt vorgelegt hat, sind erschütternd: Viele Projekte erreichen ihr Ziel nicht und sind zudem noch teuer.
05.11.2019 12:28
Lesezeit: 1 min
Studie: Viele Steuervergünstigungen verfehlen ihr Ziel und kosten Milliarden
Forscher gehen mit Steuervergünstigungen hart ins Gericht (Foto: dpa). Foto: Monika Skolimowska

Ein Forscherteam hat in einer aktuellen Studie Steuervergünstigungen in Deutschland untersucht. Viele der Maßnahmen verfehlen ihr Ziel, sind intransparent, nicht nachhaltig – und kosten Milliarden Euro. Besonders die Vorhaben aus dem Energiebereich seien besonders ungünstig, so das Ergebnis der Untersuchungen.

Die Studie hat das Bundesministerium für Finanzen bei einer Gruppe von Forschern in Auftrag gegeben. Dazu gehörten das Fraunhofer FIT, das Ifo Institut, das ZEW Mannheim und das Fifo Köln. Die Wissenschaftler haben in der Studie 33 Projekte analysiert, die zwischen 2017 und 2019 umgesetzt worden sind. Der Großteil davon (13) fiel auf die Strom- und Energieversorgung.

Fünf Vorhaben stammten aus dem KfZ-Bereich, und der Rest beschäftigte sich mit unterschiedlichen Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer. Die gesamte Subventionssumme, die die Forscher untersucht haben, beläuft sich auf 7,4 Milliarden Euro.

Hintergrund: Grundsätzlich ist die Bundesregierung gesetzlich verpflichtet, jedes Jahr einen Wirtschaftsbericht vorzulegen. Darüber hinaus soll alle zwei Jahre ein Subventionsbericht darüber Auskunft geben, wie sich die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen entwickelt haben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Refurbed-Checkliste: 5 Qualitätsstandards, die herkömmliche gebrauchte iPhones nicht erfüllen

Preisbewusstsein, Nachhaltigkeit und Qualität sind die Dinge, die für die meisten heutzutage beim Kauf von Smartphones im Mittelpunkt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Rohstoffkrieg um Seltene Erden: China, Russland und Trumps Griff nach Grönland
26.02.2026

Rohstoffe sind längst mehr als Wirtschaftsgüter – sie werden zu politischen Druckmitteln. Ob Grönland, Taiwan oder die Ukraine:...

DWN
Technologie
Technologie Fusionsenergie: Stromfresser KI - Kernfusion als Rettung?
26.02.2026

Tech-Welt und Politik trafen sich in den vergangenen Tagen in Indien zum KI-Gipfel. Dabei ging es auch um die Frage, wie der wachsende...

DWN
Politik
Politik Hessischer Ministerpräsident fordert: Bei AfD-Regierung andere Zusammenarbeit der Länder
26.02.2026

Was passiert, wenn die AfD erstmals ein Bundesland regiert? Boris Rhein warnt: Der Austausch sensibler Infos zwischen Ländern könnte sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehr Bargeldfans: Deutschland bleibt Bargeld-Hochburg
26.02.2026

Trotz Karten und Apps: 73 Prozent der Deutschen zahlen am liebsten bar. Warum halten sich Schein und Münze hierzulande so beharrlich,...

DWN
Finanzen
Finanzen Paypal-Aktie vor der Wende: Stripe prüft Übernahme
26.02.2026

Stripe erwägt laut Bloomberg eine Übernahme von PayPal ganz oder in Teilen. Steht die PayPal-Aktie vor einer Trendwende oder bleibt es...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bertelsmann-Studie: Klimaschutz verliert in deutschen Unternehmen an Priorität
26.02.2026

Trotz mehr selbstgesteckter Klimaziele stockt die Transformation in Unternehmen und Banken in Deutschland. Unsichere politische Vorgaben...

DWN
Finanzen
Finanzen Sparen statt konsumieren: Verbraucherstimmung in Deutschland auf Tiefstand
26.02.2026

Die Kauflaune ist mau und die Erwartungen an die Konjunktur auch. Die Deutschen sparen derzeit lieber ihr Geld, als es auszugeben.

DWN
Technologie
Technologie Microsoft-Chef verspricht: Europäische Daten bleiben in Europa
26.02.2026

Die fortschreitende Entfremdung Europas von den USA besorgt auch Microsoft. Konzernchef Nadella verspricht Europas Behörden und...