Söldner geraten in die Defensive: Erdogan droht mit Einmarsch in Idlib

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
31.01.2020 13:46  Aktualisiert: 31.01.2020 13:46
Die syrische Armee geht mit Unterstützung der Russen hart gegen die letzte von Söldnern gehaltene Provinz Idlib vor. Die türkische Regierung droht nun erstmals mit einer Intervention.
Söldner geraten in die Defensive: Erdogan droht mit Einmarsch in Idlib
Idlib: Ein Kämpfer der bewaffneten syrischen Oppostionsgruppe Jaysh al-Izza (Armee des Stolzes) nimmt an einer militärischen Übung teil. (Foto: dpa)
Foto: Anas Alkharboutli

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..
.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan droht mit einer Militäroffensive im Nordwesten Syriens, sollte die Lage in der dortigen Provinz Idlib nicht sofort geklärt werden. "Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht", sagte Erdogan am Freitag in Ankara, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das schließe den Einsatz des türkischen Militärs ein.

Seit vergangener Woche rückt die syrische Armee mit Unterstützung der russischen Luftwaffe rasch auf die letzte Region Syriens vor, welche noch von internationalen Söldner-Verbänden gehalten wird. Die Angriffe treiben Hunderttausende Menschen in die Flucht, und die Türkei fürchtet einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nachbarland im Süden.

Erdogan sagte, die Türkei werde keine Wahl haben und müsse notfalls dieselben Schritte unternehmen wie zuvor. Er spielte auf die Offensive im Nordosten Syriens an, wo das türkische Militär im Oktober seinen Angriff auf die Kurden-Miliz YPG begonnen hatte. Sein Land könne keinen weiteren Flüchtlingsstrom verkraften, sagte Erdogan. Seine Regierung werde keine neuen Bedrohungen in der Nähe der Landesgrenze zulassen, selbst wenn das einen Militäreinsatz auf syrischem Boden bedeute, wie dies bereits dreimal geschehen sei. In der Region Idlib hat die Türkei zwölf Beobachtungsposten. Basis dafür ist das De-Eskalationsabkommen von 2018, gegen das Russland nach Darstellung Erdogans nun verstößt.

Der jüngste syrisch-russische Angriff auf Idlib hat die Spannungen zwischen der Türkei und Russland verschärft, die in dem seit fast neun Jahren dauernden Stellvertreterkrieg in Syrien gegnerische Seiten unterstützen. Die Soldaten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad haben Dutzende Städte eingenommen, darunter die wichtige Stadt Maarat al-Numa. Zudem haben sie die strategisch wichtige Autobahn M5 gekappt.


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Produktions-Kapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch: Massenentlassungen drohen

Die Produktionskapazitäten der deutschen Autobauer sind viel zu hoch – die Unternehmen werden deshalb massive Entlassungen vornehmen.

DWN
Deutschland
Deutschland Wir sollten Bürger sein und keine Untertanen: Eine Replik auf Hauke Rudolph

Vor einigen Tagen hat Hauke Rudolph einen Kommentar mit dem Titel „Deutschland – ein Nachtwächterstaat" veröffentlicht. In diesem...

DWN
Politik
Politik Corona: Das Meisterstück der Massen-Manipulation

Mit ihrem Appell, das Corona-Virus müsse unter allen Umständen bekämpft werden, appelliert die Politik an die Urängste der Menschen. Es...

DWN
Finanzen
Finanzen Ausländische Zentralbanken verkaufen US-Staatsanleihen wie nie zuvor

Im März haben ausländische Zentralbanken so viel US-Staatsanleihen verkauft wie niemals zuvor. Doch auch die Gegenmaßnahmen der Federal...

DWN
Finanzen
Finanzen Schuldenkrise, mehr Europa oder Ende der Globalisierung? So geht es nach Corona weiter

Die IKB Deutsche Industriebank liefert in einer interessanten Analyse Hinweise darauf, welche Folgen die Coronakrise haben könnte.

DWN
Deutschland
Deutschland Wegen Corona: Deutsche Auto-Produktion bricht massiv ein

Aufgrund der Corona-Krise wird die Zahl der in Deutschland produzierten Autos dieses Jahr massiv zurückgehen.

DWN
Deutschland
Deutschland Lebensmittel-Lieferketten brechen: Erste Länder geraten in Bedrängnis, Preise steigen

Die ersten wichtigen Produzenten für Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis haben den Export eingeschränkt. Obwohl auf der Welt...

DWN
Finanzen
Finanzen 40 Prozent der Klagen gegen Finanzämter sind erfolgreich

Vor Deutschlands höchstem Finanzgericht haben 2019 vierzig Prozent der klagenden Bürger und Unternehmen ihre Prozesse gegen den Fiskus in...

DWN
Finanzen
Finanzen Bargeld-Nachfrage steigt weltweit deutlich an

Weltweit ist die Nachfrage nach Bargeld drastisch angestiegen. Das teilt einer der weltweit führenden Banknotenhersteller aus München mit.

DWN
Deutschland
Deutschland Weil Stromversorgung in Gefahr ist? Energieversorger kasernieren hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein

Der Energieversorger E.on hat hunderte Mitarbeiter am Arbeitsplatz einkaserniert, damit sie diesen nicht mehr verlassen. Auch andere...

DWN
Finanzen
Finanzen Wann bricht der Silberpreis nach oben aus?

Zwar wird im Zuge der laufenden globalen Rezession die industrielle Nutzung des Silbers zurückgehen, doch verringert sich derzeit auch die...

DWN
Finanzen
Finanzen Corona-Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei

Beschäftigte, die wegen der Corona-Krise eine Prämie von ihrem Arbeitgeber bekommen, müssen darauf keine Steuern zahlen.

DWN
Politik
Politik Wie die Wall Street-Barone ihren Reichtum über die Gesundheit der Amerikaner stellen

Die Barone der Wall Street üben großen Druck auf US-Präsident Donald Trump aus. Sie fordern einen baldigen Stopp der Maßnahmen gegen...

DWN
Finanzen
Finanzen Liquiditätskrise hinter den Kulissen? Die seltsame Entwicklung eines wichtigen Zinses wirft Fragen auf

Obwohl die Zentralbanken die Finanzmärkte mit billigem Kreditgeld fluten, deutet ein wichtiger Indikator auf eine sich verschärfende...

celtra_fin_Interscroller