Technologie

China bekämpft das Corona-Virus mit Robotern und Drohnen

Die chinesische Firma XAG setzt im Kampf gegen das Corona-Virus Roboter und Drohnen ein, die starke Desinfektionsmittel versprühen.
01.03.2020 11:00
Lesezeit: 1 min
China bekämpft das Corona-Virus mit Robotern und Drohnen
Roboter desinfiziert einen Parkplatz. (Foto: XAG)

Ende Januar hatte die chinesische Regierung die Firma XAG beauftragt, mit seinen Robotern und Drohnen in den Städten, wo der Ausbruch des Coronovirus am schlimmsten ist, starke Desinfektionsmittel zu versprühen. Nun hat XAG eine Flotte von R80-Robotern zur Anwendung gebracht, um öffentliche Plätze und Straßen zu desinfizieren. Diese Roboter führen 80 Litern mit sich und werden sonst in der Landwirtschaft eingesetzt.

Das Unternehmen hat auf Twitter mehrere Bilder vom Einsatz des R80 veröffentlicht, auf denen der Roboter Desinfektionsmittel über einen Parkplatz vor dem Bürogebäude in Guangzhou versprüht. Die Maschine sei leicht und flexibel und könne eine Fläche von bis zu 64.800 Quadratmetern pro Stunde desinfizieren, sagt XAG.

Ein Video von XAG zeigt, wie ein Sprühroboter Desinfektionsmittel in einem Krankenwagen versprüht, der vermutlich zuvor einen mit dem Virus infizierten Patienten transportiert hatte. Die Roboter werden zum Versprühen von Desinfektionsmitteln in Bereichen eingesetzt, in denen es für Menschen zu gefährlich ist, da das Virus über die Luft übertragen wird und extrem ansteckend ist.

XAG setzte auch die "allererste Boden-Luft-Desinfektionslösung" ein. Justin Gong, Vizepräsident und Mitbegründer von XAG, sagte, dass die Drohnen ein "dreidimensionales und integriertes" Desinfektionssystem geschaffen hätten. Die Roboter und Drohnen würden einen einzigartigen Vorteil bieten, um ein großes Gebiet abzudecken und gleichzeitig die Ersthelfer zu schützen.

Das Unternehmen wird hauptsächlich an öffentlichen Orten im Freien und in jenen Gemeinden tätig, wo Fälle des Virus bestätigt oder vermutet worden sind. Gong sagte, die Einsätze würden auch die Desinfektion von medizinischen und epidemiepräventiven Fahrzeugen, Krankenhäusern und anderen Bereichen umfassen, in denen mit dem Virus infizierte Menschen untergebracht sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Cartier Tank oder Santos – welche ist zeitloser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Design-Kenner sehen in der klar reduzierten Tank das zeitlosere Statement, während die vielseitigere...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Debatte im Bundestag: Neuer Anlauf für umstrittene Widerspruchsregelung bei Organspenden
24.09.2026

Tausende schwerkranke Patienten warten dringend auf ein Spenderorgan wie eine Niere oder eine Leber. Um die Zahl der Transplantationen zu...

DWN
Politik
Politik Tiefe Gräben beim Staatsvertrauen: Wie die Bürger das politische System bewerten
24.09.2026

Während eine breite Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland nach wie vor auf die Qualität der Demokratie vertraut, offenbart eine neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Audi China-Modelle: Diese Elektroautos will Audi in Deutschland stoppen
24.09.2026

Audi entwickelt Elektroautos eigens für China, doch plötzlich stehen sie bei Händlern in Deutschland. Was wie ein Erfolg der eigenen...

DWN
Politik
Politik EuGH-Urteil zu Energiepreisen: Grundsatzentscheidung stärkt Rechte der Verbraucher und widerspricht dem BGH
24.09.2026

Jahrelang zu hohe Beträge für Wärme gezahlt? Nach einer Grundsatzentscheidung des Europäischen Gerichtshofs verjähren...

DWN
Technologie
Technologie Rückgang bei Industrierobotern: Deutschland droht im weltweiten Wettlauf den Anschluss zu verlieren
24.09.2026

Trotz seiner führenden Rolle bei der industriellen Automatisierung in Europa gerät der Standort Deutschland im globalen Vergleich ins...

DWN
Politik
Politik Atempause beim Tanken vorbei? Spritpreise steigen wieder an
24.09.2026

Autofahrer müssen nach einer kurzen Verschnaufpause an den Zapfsäulen wieder mit höheren Ausgaben rechnen. Obwohl Benzin und Diesel im...

DWN
Technologie
Technologie Experten schlagen Alarm: Forderungen nach grundlegendem Umdenken bei KI-Konzernen
24.09.2026

Angesichts potenziell unkontrollierbarer Gefahren durch Künstliche Intelligenz dringen Fachleute auf neue Regeln für die führenden...

DWN
Politik
Politik Subventionen für Europas Industrie: Deutschland und Frankreich uneins bei EU-Förderregeln
24.09.2026

Um der teuren Energie sowie dem Druck aus China und den USA zu trotzen, fordert die europäische Industrie staatliche Hilfen. Während...