Finanzen

Russlands Oligarchen verlieren 62 Milliarden Dollar an Finanzmärkten

Russlands Top-Milliardäre haben im aktuellen Jahr 62 Milliarden US-Dollar an den Finanzmärkten verloren.
13.03.2020 14:00
Aktualisiert: 13.03.2020 14:06
Lesezeit: 1 min
Russlands Oligarchen verlieren 62 Milliarden Dollar an Finanzmärkten
Russlands Exil-Oligarch Roman Abramovich hat Milliarden verloren. (Foto: dpa) Foto: Robin Parker

Russlands Top-Milliardäre haben an den Finanzmärkten seit Jahresbeginn insgesamt 62 Milliarden US-Dollar verloren. Maßgeblich war die aktuelle Corona-Krise.

Allein am “Schwarzen Donnerstag” dieser Woche - dem schlimmsten Tag an den Aktienmärkten seit 1987 - sanken die Vermögenswerte der 24 reichsten Russen auf der Bloomberg Billionaires-Liste pro Minute um 10 Millionen US-Dollar und erreichten einen Verlust von bis zu 15 Milliarden US-Dollar, berichtet die Moscow Times.

Der größte Verlierer ist Leonid Mikhelson, Gründer des Erdgasriesen Novatek. Er verlor insgesamt zehn Milliarden US-Dollar seines Vermögens, das zu Beginn des Jahres noch bei 25 Milliarden US-Dollar lag. Mikhelson begann das Jahr als zweitreichste Person Russlands, aber der Verlust hat ihn auf den sechsten Platz zurückgedrängt.

Investor Gennady Timchenko, ein enger Freund von Präsident Wladimir Putin, verlor in den 71 Tagen seit Beginn des Jahres 2020 den größten Teil seines Vermögens - fast die Hälfte. Roman Abramowich verlor etwa drei Milliarden US-Dollar seines Vermögens.

Doch einige Top-Milliardäre konnten den beispiellosen Marktturbulenzen besser standhalten als andere. Sergei Popov, der Energie- und Finanzunternehmen gegründet hat, hat nur drei Millionen Dollar seines Vier-Milliarden-Dollar-Vermögens verloren. Russlands reichste Person, Vladimir Potanin, erlitt einen harten Rückschlag von 3,5 Milliarden US-Dollar und ist jetzt 24 Milliarden US-Dollar wert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der wachsende Trend zu digitalen Zusatzeinkommen im deutschen Mittelstand

Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Lebenshaltungskosten verändern das Verhältnis vieler Beschäftigter und Selbstständiger zu...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Warum der Rüstungsstar plötzlich Rost ansetzt
09.07.2026

Rheinmetall war der große Gewinner der europäischen Aufrüstung, doch nun zeigt der Börsenstar Schwächen. Nach dem Aus für das...

DWN
Politik
Politik Deutschland kauft Tomahawk-Marschflugkörper in den USA
09.07.2026

Die US-Regierung hat der vereinbarten Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern unter Trump eine Absage erteilt. Nun gibt es eine...

DWN
Finanzen
Finanzen Umfrage: Deutsche sorgen sich um finanzielle Zukunft
09.07.2026

Inflation und Krisen setzen viele Menschen unter Druck: In einer Umfrage gibt mehr als die Hälfte der Deutschen an, künftig mehr sparen...

DWN
Politik
Politik Wird Montenegro das nächste EU-Mitglied? Brüssel zählt die Tage, Zagreb stellt Bedingungen
09.07.2026

Nach Jahren der Erweiterungsmüdigkeit zählt Brüssel wieder herunter: Montenegro soll bis 2028 EU-Mitglied werden. Doch vor dem Beitritt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliarden-Zukauf: Deutz möchte Rüstungsfirma FFG kaufen
09.07.2026

Der Motorenbauer Deutz setzt seinen Expansionskurs fort und hat zuletzt eine Akquisition nach der anderen verkündet. Nun plant das...

DWN
Finanzen
Finanzen Europas Fußball-Markt: Erneut Umsatzrekord, doch Stagnation droht
09.07.2026

Europas Fußball-Markt hat laut einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft seinen Rekordkurs fortgesetzt. Auch die Bundesliga trägt dazu bei....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Künstliche Intelligenz in der Autoindustrie: Warum Ford wieder Menschen braucht
09.07.2026

Ford wollte mit künstlicher Intelligenz Qualität sichern, Kosten senken und die Produktion effizienter machen. Doch ausgerechnet dort, wo...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rohstoffe für Russland? Irlands Regierung weicht Verstaatlichung aus
08.07.2026

Das irische Alumina-Werk Aughinish steht wegen russischer Eigentümerstrukturen und Exporten nach Russland unter Druck. Trotz Sorgen über...