Wirtschaft

Weltgrößter Produzent „Alrosa“ erwägt Online-Verkauf von Diamanten

Alrosa erwägt angesichts der Corona-Krise Optionen für den Online-Handel mit Diamanten.
02.04.2020 17:30
Aktualisiert: 02.04.2020 17:30
Lesezeit: 1 min
Weltgrößter Produzent „Alrosa“ erwägt Online-Verkauf von Diamanten
Ein Mitarbeiter des Auktionshauses Sothebys zeigt am 01.10.2007 in Genf einen Diamanten mit 84.37 carats, dessen Wert auf 15 bis 16 Millionen Dollar angegeben wird. (Foto: dpa) Foto: epa Keystone Di Nolfi

Der russische Diamantenhersteller Alrosa erwägt Optionen für den Online-Handel, da globale Reisebeschränkungen aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus die traditionelle physische Inspektion von Edelsteinen erschweren, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Das staatlich kontrollierte Unternehmen, der weltweit größte Hersteller von Rohdiamanten nach Karat, hat vor dem Hintergrund einer geringeren globalen Nachfrage darum gekämpft, das Geschäft wie gewohnt weiterzuführen.

“Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Kunden aus verschiedenen Ländern und erwägen die Möglichkeit, sie in den nächsten Monaten zu unterstützen. Wir prüfen die Möglichkeit des Fernhandels, bei dem kein traditioneller Besuch eines Experten zur Untersuchung der Steine erforderlich ist” so das Unternehmen.

Alrosa hat bereits auf seinen Handelssitzungen im Oktober einen Test seines Systems digitaler Ausschreibungen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass Kunden an einem solchen Format interessiert waren.

Belgien und Israel, die wichtigsten globalen Zentren des Diamantenhandelns, in denen kleine und mittlere Diamantpolierer aus Indien vor dem Kauf ihre Rohsteine auswählen, forderten ihre Bürger jedoch auf, zu Hause zu bleiben, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu stoppen, teilt der englischsprachige Dienst von Reuters mit.

Der in Großbritannien ansässige Diamantenhersteller Gem Diamonds Ltd teilte am Donnerstag mit, dass eine große Diamantenausschreibung in Belgien auf halbem Weg aufgrund staatlicher Beschränkungen abgesagt wurde.

Die direkten Auswirkungen auf den Handel von Alrosa seien begrenzt, da der Großteil seiner Diamanten bei Handelssitzungen in Moskau an langfristige Kunden verkauft werde.

In Indien beschlossen Branchenverbände, dass die Diamantpolierindustrie des Landes weiterhin mit reduzierter Geschwindigkeit weiterarbeiten und Maßnahmen ergreifen werde, um die Ausbreitung des Virus unter den Arbeitern zu verhindern.

Indien ist ein wichtiger Hersteller von polierten Diamanten, und Alrosa ist bereit, Indien Rohdiamanten in den erforderlichen Mengen zur Verfügung zu stellen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Während der Markt panikartig verkauft, setzt das "kluge Geld" fieberhaft Bitcoin-Druckmaschinen ein?

Der Markt hat kürzlich eine scharfe Korrektur durchlaufen, wobei sich Panik wie eine Seuche ausbreitete, als Verkäufer ihre...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: US-Börsenindizes treten auf der Stelle: Starke Beschäftigungsdaten dämpfen Zinssenkungserwartungen
11.02.2026

Die US-Börsenindizes beendeten den Handelstag am Mittwoch mit minimalen Veränderungen, da ein stärker als erwartet ausgefallener...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stromausfall oder Blackout: Deutsche Firmen sind schlecht auf einen Ernstfall vorbereitet
11.02.2026

Trotz einer verschärften Sicherheitslage ist die deutsche Wirtschaft nur unzureichend gegen hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe oder...

DWN
Politik
Politik Europas Verhandlungskurs auf dem Prüfstand: Russlands Finanzlage im Ukrainekrieg unter Druck
11.02.2026

Russlands wirtschaftliche Grenzen im Ukrainekrieg treten immer deutlicher hervor, während Europa über Gespräche mit dem Kreml nachdenkt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreise unter Druck: KI-Rechenzentren treiben US-Strompreise in die Höhe
11.02.2026

Der Ausbau von KI-Rechenzentren treibt den Stromverbrauch in den USA nach oben und erhöht regional die Strompreise. Wie stark verändert...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft: Krisen kosten Deutschland fast 1.000 Milliarden Euro
11.02.2026

Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Zoll-Streit: Seit 2020 reiht sich eine Krise an die andere. Das kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu...

DWN
Panorama
Panorama Allensbach-Studie: Weniger Rückhalt der Deutschen für Energiewende
11.02.2026

Fossile Energieträger wie Kohle und Gas sollen in Deutschland schrittweise durch erneuerbare Energien ersetzt werden - für mehr...

DWN
Politik
Politik Neuwahlen Ukraine: Selenskyj könnte Präsidentenwahl für 15. Mai ansetzen
11.02.2026

Die USA wollen ein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs: Einem Bericht der Financial Times zufolge könnte Präsident Selenskyj die Flucht...

DWN
Politik
Politik Epstein Files: Von Adel bis Politik - das „Wer ist wer“ der Epstein-Akten
11.02.2026

Royals, Regierungsmitglieder und Diplomaten: Das Netzwerk des US-Multimillionärs und Sexualstraftäters Jeffrey Epstein umspannte die Welt...