Deutschland

Ähnlich der Abwrackprämie: VW und BMW fordern Kauf-Anreize für Autos

VW und BMW fordern Kaufanreize für Autos. Das soll zusätzlich die E-Mobilität vorantreiben.
11.04.2020 15:00
Aktualisiert: 11.04.2020 15:00
Lesezeit: 1 min
Ähnlich der Abwrackprämie: VW und BMW fordern Kauf-Anreize für Autos
Der Vorstands-Vorsitzende von BMW, Oliver Zipse, fordert Kauf-Anreize für Autos. (Foto: dpa) Foto: Uwe Anspach

Die Hersteller Volkswagen und BMW schlagen Anreize für den Autokauf vor, um die Corona-Krise zu überwinden. BMW-Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: „Wir sehen in einer Innovationsprämie eine doppelte Chance: Sie kann als Konjunkturmaßnahme die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig den Umstieg der Kunden auf klimaschonende Technologien beschleunigen.“ So könne man wirtschaftliche Erholung mit wirksamem Klimaschutz kombinieren, „anstatt beides gegeneinander auszuspielen“.

Der Volkswagen-Manager Stefan Sommer hält es nicht für ausreichend, für einen Neustart des Autogeschäfts in Deutschland und Europa allein die Autohäuser und die Zulassungsstellen wieder zu öffnen. „Es braucht Investitionen in die Industrie, und es braucht Investitionen in das Konsumverhalten“, sagte das Konzernvorstandsmitglied der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am heutigen Samstag. Das werde sogar noch dringender notwendig sein als nach der internationalen Finanzkrise 2009. Damals zahlte der deutsche Staat eine Abwrackprämie beim Kauf eines Neuwagens.

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hatte bereits am Donnerstag ein Automobil-Programm gefordert, das wie die Abwrackprämie 2009 den Autokauf ankurbeln solle: „Das ist eine Riesenchance, den klimafreundlichen Antrieben zum Durchbruch zu verhelfen, und zwar in der Breite.“ Verglichen mit der Abwrackprämie vor zehn Jahren müsse die Prämie aber höher sein und auch länger gewährt werden: „Denn die Krise ist heute viel tiefgreifender. Die gesamte Wirtschaft ist betroffen, und wir haben eine deutlich größere globale Herausforderung.“

BMW hat die Produktion in seinen Werken in Europa und Nordamerika bis Ende April gestoppt. Bei Volkswagen bleiben die Werke der Kernmarke in Deutschland wegen der Corona-Pandemie bis 19. April geschlossen. In den USA wurden die meisten Mitarbeiter im Werk in Tennessee beurlaubt. Das soll nach jüngster Planung nicht länger als bis Mitte Mai gelten.

VW will in wenigen Tagen seine Pläne für das Wieder-Hochfahren der Produktion in Deutschland vorstellen. „Die Planung für den Wiederanlauf wird ausgearbeitet“, sagte Beschaffungs-Vorstand Sommer. „Wir werden sie nach Ostern vorstellen.“ Alles hänge aber stark an den Vorgaben der Politik, und „wann sie plant, das öffentliche Leben wieder hochlaufen zu lassen“.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten werden in Kürze eine Analyse über die Sinnhaftigkeit von Maßnahmen zur Ankurbelung des Auto-Absatzes in Deutschland veröffentlichen.

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