Berichte aus der Firmenwelt vom Donnerstag, den 30. April

 

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30.04.2020 13:52  Aktualisiert: 30.04.2020 13:52
Es folgt ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen aus der Unternehmenswelt vom Donnerstag. Neues gibt es unter anderem von AIRBUS, PORSCHE, GEBERIT und SWISSCOM.
Berichte aus der Firmenwelt vom Donnerstag, den 30. April
Der Sportwagenbauer meldet einen leicht gestiegenen Umsatz im ersten Quartal. (Foto: dpa)
Foto: Marijan Murat

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AMGEN - Der Biotechnologiekonzern will sein Medikament Otezla gegen Psoriasis auch auf seine mögliche Wirkung bei Covid-19 testen. Das Mittel reduziert besonders starke Entzündungen. Erlöse mit Otezla verhalfen Amgen im ersten Geschäftsquartal zu einem Umsatzplus von elf Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn legte um 17 Prozent auf 4,17 Dollar je Aktie zu. Für das Geschäftsjahr 2020 bestätigte Amgen die Prognosen. Mit dem Partner Adaptive Biotechnologies arbeitet Amgen zudem daran, Antikörper gegen das Coronavirus zu identifizieren.

VISA - Banglore: Das Kreditkarten-Unternehmen zieht seinen Jahresausblick wegen der Coronavirus-Epidemie zurück. Für das zweite Quartal gab der US-Konzern einen um vier Prozent höheren Nettogewinn bekannt von 3,1 Milliarden Dollar nach knapp unter drei Milliarden im Vorjahreszeitraum.

SPACEX, BLUE ORIGIN, DYNETICS - Die drei Unternehmen haben von der US-Raumfahrtbehörde Nasa den Zuschlag für den Bau von Landesystemen erhalten, die bis 2024 Astronauten zum Mond bringen sollen. Boeing ging dagegen bei dem Vergabeverfahren mit einem Gesamtvolumen von 967 Millionen Dollar leer aus. SpaceX gehört dem Tesla-Gründer Elon Musk, Blue Origin dem Amazon-Gründer Jeff Bezos.

GOOGLE - Oakland: Der Internet-Konzern will seine für Geschäftskunden gedachte Konferenz-Software Meet künftig privaten Nutzern kostenlos zur Verfügung stellen - und greift damit in der Corona-Krise gefragte Produkte wie Zoom, Microsofts Skype und den Facebook-Messenger an. Nach Googles Ankündigung gaben Zoom-Aktien an der New Yorker Börse um sieben Prozent nach.

COMCAST - New York/Bangalore: Der US-Kabelkonzern hat im ersten Quartal einen schwächer als erwarteten Gewinn verzeichnet. Der Nettogewinn fiel auf 2,15 von 3,55 Milliarden Dollar, wie Comcast mitteilte. Die Aktien des Medienriesen fielen um mehr als vier Prozent, nachdem Finanzchef Michael Cavanagh warnte, dass die Corona-Pandemie die Werbeeinnahmen im zweiten Quartal belasten werde. Comcast kündigte an, dass im Jahr 2021 kein Aktienrückkauf zu erwarten sei.

AMERICAN AIRLINES - Bengaluru: Die US-Fluggesellschaft hat in der Corona-Pandemie den ersten Quartalsverlust seit ihrer Insolvenz verzeichnet. Im ersten Quartal fiel ein Fehlbetrag von 2,2 Milliarden Dollar an. "Noch nie zuvor stand unsere Fluggesellschaft oder unsere Branche vor einer so großen Herausforderung", sagte Konzernchef Doug Parker. Die Airline warnte auch vor einem möglichen Barmittelverbrauch im zweiten Quartal von rund 70 Millionen Dollar pro Tag, da die Coronakrise die Reisebranche nahezu zum Stillstand gebracht habe. Die Aktien fielen vor dem frühen Handel um 4,3 Prozent.

TUI - Frankfurt: TUI Deutschland bietet nach der entsprechenden Reisewarnung der Bundesregierung bis 14. Juni keine Auslandsreisen an. Reisen innerhalb Deutschlands seien nur bis Mitte Mai ausgesetzt, weil mit einer früheren Öffnung von Ferienhäusern und Hotels im Inland zu rechnen sei. Der Tourismuskonzern hatte bereits in den vergangenen Monaten das Programm für innerdeutsche Reisen auf über 2.300 Hotels und Unterkünfte ausgebaut.

MCDONALD'S - Bengaluru: Der Fastfood-Riese hat aufgrund der Coronakrise einen Rückgang des Quartalsgewinns um 16,7 Prozent verzeichnet. Der Nettogewinn sank auf 1,11 (1,33) Milliarden Dollar. "Die durch die COVID-19-Pandemie verursachte globale Krise hat unser Geschäft erheblich gestört, und wir operieren weiterhin in einem sehr herausfordernden und unvorhersehbaren Umfeld", sagte McDonald's-Chef Chris Kempczinski. Der weltgrößte Fast-Food-Konzern gab an, dass rund 75 Prozent seiner etwa 39.000 Restaurants weltweit am Donnerstag in Betrieb waren. Der Umsatz sank um 6,2 Prozent auf 4,71 Milliarden Dollar (4,33 Milliarden Euro), und lag damit aber leicht über den Schätzungen der Analysten.

ZOOM - Bangalore: Der in der Coronakrise stark gefragte Videodienst hat klargestellt, er habe doch keine 300 Millionen tägliche Nutzer. Stattdessen seien es "300 Millionen tägliche Zoom-Teilnehmer", teilte der Anbieter vomn Online-Videokonferenzen dem Technologieblog "The Verge" auf Anfrage mit. Während Nutzer nur einmal täglich gezählt werden, werden die Teilnehmer jedes einzelnen Telefonats summiert und können damit auch doppelt oder dreifach gezählt werden. Zoom kämpft an mehreren Ecken mit Sicherheitslücken. Zuvor hatte "The Verge" festgestellt, dass der US-Konzern seine eigene Blog-Nachricht zum Wachstum entsprechend abgeändert hat. Der Bezug sei "unbeabsichtigt" vorgenommen worden, hieß es. Wie viele Nutzer nun tatsächlich täglich auf den Videotelefonie-Anbieter zurückgreifen, ist bisher nicht bekannt. Zoom war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

TWITTER - New York: Der US-Kurznachrichtendienst hat in der Coronavirus-Pandemie die Zahl seiner täglichen Nutzer um fast ein Viertel auf 166 Millionen gesteigert. Der Umsatz im ersten Quartal sei um drei Prozent auf 808 Millionen Dollar geklettert, teilte Twitter mit. Damit wurden die Erwartungen von Analysten übertroffen. Wegen der Coronakrise, die die Werbeeinnahmen dämpft, hatte Twitter seinen Ausblick zurückgezogen. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Verlust von acht Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von 191 Millionen Dollar in der Bilanz gestanden.

DOW - Bangalore: Der für Industrien wie Kunststoffe, Farben und Baustoffe produzierende Chemikalienkonzern hat im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Das Nettobetriebsergebnis, das einige Sonderposten ausschließt, sank auf 439 (729) Millionen Dollar. Als einen Grund nannte der Vorstand die eingeschränkten Geschäftsaktivitäten infolge der Coronakrise.

VW - München: Der Absatzeinbruch in der Coronakrise hat den Gewinn der Volkswagen-Kernmarke im ersten Quartal halbiert. Damit schrumpfte das Betriebsergebnis weniger stark als im Mutterkonzern insgesamt. Dort war der operative Gewinn um 81 Prozent abgesackt, auch wegen eines massiven Gewinneinbruchs der Schwestermarke Audi. Die Marke VW lieferte von Januar bis März mit 1,1 Millionen Fahrzeugen ein Viertel weniger aus als im Vorjahrszeitraum. Der Umsatz sank um 11,9 Prozent auf 19 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um 47,7 Prozent auf 481 Millionen Euro zurück.

RECKITT BENCKISER - London: Der britische Konsumgüterkonzern hat von der starken Nachfrage nach Desinfektionsmitteln, Seifen und Hustensaft in der Corona-Pandemie profitiert. Der Quartalsumsatz kletterte deutlich und Reckitt hob die Prognose für 2020 an. "Wir haben eine starke Nachfrage der Verbraucher gesehen, insbesondere im März und April," sagte Konzernchef Laxman Narasimhan. Der Nettoumsatz stieg in den ersten drei Monaten des Jahres um 12,3 Prozent auf 3,54 Milliarden Pfund (4,06 Milliarden Euro) und übertraf damit Analystenschätzungen von 3,29 Milliarden Pfund. In der Hygienesparte, die unter anderem das Desinfektionsmittel Lysol im Programm hat, stieg der flächenbereinigte Umsatz um 12,8 Prozent. Im Gesundheitsbereich mit der Handseife Dettol und dem Hustensaft Mucinex kletterte er um 13,6 Prozent.

ROYAL DUTCH SHELL - London: Der Ölkonzern kürzt seine Dividende zum ersten Mal in 80 Jahren. Wegen des Nachfrageinbruchs werde die Quartalsdividende auf 16 Cent je Aktie von 47 Cent im Vorquartal reduziert, teilte das britische Unternehmen mit, das auch sein Aktienrückkaufprogramm aussetzt. Die in London notierte Aktie gab bis zu 4,7 Prozent nach. Der bereinigte Gewinn auf vergleichbarer Basis fiel im ersten Quartal um 46 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Die Aktivitäten im Raffinieriegeschäft hat Shell nach eigenen Angaben um bis zu 40 Prozent zurückgefahren.

PORSCHE - Der Sportwagenbauer hat bei einem leicht gestiegenen Umsatz im ersten Quartal einen Rückgang des Betriebsgewinns um 34 Prozent auf 600 Millionen Euro verzeichnet. Die Rendite der VW-Tochter sank auf 9,5 Prozent. Die Marge rangierte in den vergangenen Jahren bei 15 Prozent, sodass Porsche zur Spitzengruppe in der Autoindustrie gehörte. Grund war ein Rückgang der Auslieferungen wegen der Pandemie um fünf Prozent auf gut 53.000 Fahrzeuge. Aber auch hohe Investitionen in die Elektrifizerung und Digitalisierung sowie die Kosten von Modellanläufen, so etwa des Elektrowagens Taycan, belasteten. Porsche werde jedoch an diesen Invesitionen konsequent festhalten, erklärte Porsche-Chef Oliver Blume.

LLOYDS BANKING GROUP - London: Eine milliardenschwere Vorsorge für befürchtete Kreditausfälle in der Coronakrise hat den Quartalsgewinn der britischen Großbank beinahe ausradiert. Das Vorsteuerergebnis brach auf 74 Millionen Pfund ein von 1,6 Milliarden Pfund im Vorjahresquartal. Hauptursache waren Rückstellungen in Höhe von 1,4 Milliarden Pfund für faule Kredite. Lloyds ist einer der größten Wohnimmobilien- und Unternehmensfinanzierer in dem von Brexit und Coronavirus gebeutelten Land.

AIRBUS - Paris: Vorstandschef Guillaume Faury hat angedeutet, dass der Flugzeugbauer in der Coronakrise Hilfe vom französischen Staat brauchen könnte. "In Krisen, die so global sind wie diese, braucht man Staaten, die helfen", sagte Faury dem Radiosender RTL. "Wir führen häufig Gespräche. Der Staat ist sehr bereit, uns zuzuhören, und versteht unsere Lage sehr gut." Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hatte bereits gesagt, der Staat sei wenn nötig zu "massiver" Unterstützung für Airbus bereit. Airbus-Finanzchef Dominik Asam geht dagegen davon aus, dass der Konzern keine Staatshilfe brauchen werde.

CARLSBERG - Kopenhagen: Dem weltweit drittgrößten Brauerei-Konzern macht die Schließung von Bars und Restaurants wegen der Coronavirus-Pandemie zu schaffen. Den Rückgang der Nachfrage dort konnte der gestiegene Bierverkauf in Supermärkten nicht wettmachen: Der Umsatz ging im ersten Quartal um sieben Prozent zurück, wie das Unternehmen mitteilte. Im laufenden Quartal erwartet Carlsberg einen weiteren Umsatzrückgang. "Während wir in unserem größten Markt China erste Anzeichen einer Erholung und in einigen westeuropäischen Märkten erste Signale einer vorsichtigen Aufhebung der Restriktionen durch die Regierungen sehen, bleiben andere Märkte weiterhin geschlossen", erklärte Konzernchef Cees t'Hart.

SNP SCHNEIDER-NEUREITHER - Berlin: Der IT-Berater- und Softwarehersteller hat wegen der Coronavirus-Pandemie seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Es werde damit gerechnet, dass sich die Krise im zweiten Quartal deutlich stärker auswirke als zu Jahresbeginn, teilte das Heidelberger Unternehmen mit, das automatisierte Lösungen für Transformationsprozesse anbietet. Deswegen werde nur noch ein Umsatz zwischen 145 und 170 Millionen Euro erwartet statt bisher 175 bis 185 Millionen Euro. Im ersten Quartal stiegen die Erlöse um fast ein Fünftel auf 34,4 Millionen Euro. Wegen Investitionen weitete sich der Betriebsverlust (Ebit) auf vier Millionen Euro nach 3,3 Millionen im Vorjahreszeitraum aus.

BBVA - Madrid: Milliardenschwere Abschreibungen auf das US-Geschäft und hohe Rückstellungen für faule Kredite haben die spanische Großbank in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich fiel im ersten Quartal ein Verlust von 1,79 Milliarden Euro an, wie BBVA mitteilte. Die Bank schrieb 2,08 Milliarden Euro auf ihre US-Tochter ab, weil sich die wirtschaftlichen Aussichten verschlechtert haben. Wegen der Corona-Krise bildete BBVA zudem 1,43 Milliarden Euro Vorsorge für Kreditausfälle. Für 2020 werde die Bank wegen der Pandemie keine Dividende zahlen.

BEFESA - Düsseldorf: Der Metallrecycler hat wegen gesunkener Preise infolge der Coronakrise im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verbucht. Während der Umsatz mit 179,0 Millionen Euro stabil blieb, sank das operative Ergebnis (Ebitda) um 22 Prozent auf 33,6 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Rückgang des Ebitda auf 100 bis 135 Millionen Euro nach 160 Millionen in 2019. Der Vorstand sieht das Unternehmen gleichwohl gut aufgestellt und will daher trotz der Unwägbarkeiten seinen Dividendenvorschlag von 0,44 Euro je Aktie beibehalten und somit 15 Millionen ausschütten.

DIC ASSET - München: Das Gewerbeimmobilien-Unternehmen hält trotz der fortgesetzen Schließung von Ladengeschäften und Hotels an seinem vor vier Wochen gesenkten Jahresausblick fest. Das in der Immobilienbranche maßgebliche Ergebnis (FFO) dürfte in einer Spanne von 94 bis 96 Millionen Euro das Vorjahresniveau erreichen. Von den in der Coronakrise angeordneten Schließungen sind mehr als 300 Mieter betroffen. Das Management sucht nach Lösungen und will einigen von ihnen die Miete vorübergehend erlassen. Im ersten Quartal stieg das Ergebnis (FFO) um 55 Prozent auf 26 Millionen Euro. Nach wie vor plant DIC Asset für das vergangene Jahr eine Dividende.

NOKIA - Helsinki: Wegen Lieferproblemen in China ist der Umsatz des finnischen Netzwerkausrüsters gefallen. Im ersten Quartal gingen die Erlöse um zwei Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zurück, wie der Ericsson- und Huawei-Konkurrent mitteilte. Vor allem die 5G-Ausstattung der Produktserie ReefShark werde stärker nachgefragt. Die Corona-Pandemie habe jedoch die Lieferkette in China unterbrochen, was in der Nokia-Bilanz mit einer Belastung von 200 Millionen Euro zu Buche schlug. Einsparungen ließen den Betriebsverlust auf 76 Millionen Euro von zuvor 524 Millionen schrumpfen. Wegen der Coronakrise und möglichen Investitionszurückhaltungen senkte Nokia seine Jahresprognose für den Gewinn auf in etwa 23 Cent je Aktie statt bisher 25 Cent.

AIXTRON - Düsseldorf: Der Anlagenbauer hat im ersten Quartal mehr Bestellungen in die Bücher bekommen und daher seine Jahresziele bestätigt. Der Auftragseingang stieg um 28 Prozent auf 68,8 Millionen Euro. Gleichwohl verbuchte die Firma wegen Verzögerungen bei den Auslieferungen in China operativ einen Verlust (Ebit) von 1,1 (Vorjahr: plus 9,7) Millionen Euro und einen Umsatzeinbruch um 40 Prozent auf 41 Millionen. "Unsere Q1-Ergebnisse entsprechen weitgehend unserer Planung. Die Covid-19-Pandemie hat aus heutiger Sicht keine signifikanten Auswirkungen auf unser Geschäft", erklärte Vorstandschef Bernd Schulte.

SWISSCOM - Zürich: Der Telekomkonzern hat den Gewinn im ersten Quartal dank eines Steuereffekts um 2,9 Prozent auf 394 Millionen Franken gesteigert. Der Umsatz sank wegen Preisdrucks um 4,3 Prozent auf 2,74 Milliarden Franken. Swisscom halte mit Sparmaßnahmen dagegen, so dass das Betriebsergebnis praktisch unverändert ausgefallen sei. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen unverändert einen Umsatz von rund 11,1 Milliarden Franken und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von rund 4,3 Milliarden Franken. Allerdings sei es noch nicht möglich, mögliche finanzielle Auswirkungen von Covid-19 abzuschätzen.

WACKER CHEMIE - München: Der Chemiekonzern beginnt wegen der Coronakrise mit Kurzarbeit. Ab Freitag soll zunächst in der Polysilizium-Produktion, in produktionsnahen Bereichen und der Verwaltung kurzgearbeitet werden, teilte Wacker mit. Die ohnehin pessimistische Prognose für 2020 wird zurückgezogen. Bereits Mitte März hatte Wacker wegen der Krise eine Belastung von mehr als 100 Millionen Euro für das Ergebnis erwartet. "Diese Risiken konkretisieren sich nun zunehmend", hieß es in der Mitteilung. Im ersten Quartal ging der Umsatz - vor allem wegen niedrigerer Preise für Solarsilizium - um drei Prozent auf 1,20 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich schaffte Wacker dank Sparmaßnahmen und einer besseren Auslastung mit 68,9 (2019: minus 5,5) Millionen Euro die Rückkehr in die Gewinnzone.

FUCHS PETROLUB - Düsseldorf: Nach leichten Einbußen im ersten Quartal rechnet der Schmierstoffhersteller für die kommenden Monate mit einer Talfahrt. Im Zeitraum Januar bis März habe sich die Coronakrise noch nicht so deutlich ausgeprägt, so dass der Umsatz lediglich um vier Prozent auf 616 Millionen Euro schrumpfte und das operative Ergebnis (Ebit) um sechs Prozent auf 72 Millionen Euro. Für das zweite Quartal prognostizierte der Vorstand einen Gewinneinbruch um 50 Prozent und im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang um 30 Prozent.

NEMETSCHEK - München: Der Bausoftware-Entwickler stellt seinen Jahresausblick unter den Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Coronakrise. Wenn sich Marktumfeld und Nachfrage nur im zweiten Quartal deutlich verschlechterten und dann wieder erholten, sei im Gesamtjahr unverändert mit einem stabilen Umsatz und einer Ebitda-Marge von mehr als 26 Prozent zu rechnen. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 13 Prozent auf 147 Millionen Euro. Deutlich mehr als die Hälfte waren wiederkehrende Umsätze wie Service- und Aboverträge. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg um um 14 Prozent auf 42 Millionen Euro, was einer Marge von gut 28 Prozent entsprach.

TAKKT - Düsseldorf: Der Büroversandhändler hat infolge der Geschäftsbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im ersten Quartal Einbußen verbucht. Der Umsatz sank um 7,2 Prozent auf 285,0 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ging auf 24,3 (Vorjahr: 39,1) Millionen Euro zurück. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand damit, dass Umsatz und Ebitda "signifikant" unter dem Vorjahr liegen werden. Wegen der Krise hatte das Management im März bereits die Dividende gestrichen.

GEBERIT - Zürich: Der starke Franken hat den Schweizer Sanitärtechnikkonzern im ersten Quartal 2020 gebremst. Der Gewinn ging um 4,4 Prozent auf 184 Millionen Franken zurück. Die COVID-19-Pandemie habe sich ab der zweiten Märzhälfte in praktisch allen Märkten negativ auszuwirken begonnen. In Italien, Frankreich, Großbritannien, Südafrika und Indien seien die Baustellen weitestgehend stillgelegt. Die eigene Lieferkette sei jedoch intakt und die Verfügbarkeit der Produkte sichergestellt. Es sei derzeit nicht möglich, einen Ausblick für die Bauindustrie zu geben.


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