Deutschland

ifo Institut: Das wahre Ausmaß der Krise steht noch bevor

Dem ifo Institut zufolge zeigt der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 noch nicht das wahre Ausmaß der Corona-Krise.
15.05.2020 12:59
Aktualisiert: 15.05.2020 12:59
Lesezeit: 1 min
ifo Institut: Das wahre Ausmaß der Krise steht noch bevor
Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft schwer. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Der Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2020 zeigt bei weitem noch nicht das wahre Ausmaß der Krise. Das ist die Einschätzung des ifo Instituts. „Die vom Staat verhängten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie drosselten die Produktion von Waren und Dienstleitungen nur im Verlauf des Monats März und damit am Ende des ersten Quartals. Ein Großteil der Auswirkungen wird erst im April zu Buche schlagen. Nach Schätzungen des ifo Instituts brach die Wirtschaftsleistung während der Corona-Schließungen um 16 Prozent ein“, sagt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo-Konjunkturforschung, in einer Mitteilung.

Kurz gesagt: Weil das erste Quartal nur Ende März von Corona geprägt war, war der Einbruch nicht so schlimm. Nach den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung betrug der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in diesem Quartal "nur" 2,2 Prozent.



Das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal dürfte mit minus 12,2 Prozent um ein Vielfaches stärker schrumpfen als das erste.

Besonders kräftig ist die Wertschöpfung im Gastgewerbe und bei Dienstleistern aus dem Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung eingebrochen, da deren Geschäftstätigkeit unmittelbar durch staatliche Maßnahmen eingeschränkt wurde. Aber auch im Verarbeitenden Gewerbe ging die Wirtschaftsleistung zurück. Dort machten sich insbesondere die Produktions-Stilllegungen der Automobilhersteller bemerkbar. Lediglich das Baugewerbe steigerte seine Wertschöpfung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft BDI-Präsident Leibinger rechnet ab: Regierung ohne Plan, Wirtschaft ohne Vertrauen
30.04.2026

Ein Jahr nach Amtsantritt der Bundesregierung zieht der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, eine...

DWN
Finanzen
Finanzen BASF-Aktie fällt: Zahlen enttäuschen Anleger
30.04.2026

Die BASF-Aktie hat am Donnerstag im vorbörslichen Handel klar nachgegeben. Nach Vorlage der Quartalszahlen fiel sie auf der...

DWN
Immobilien
Immobilien Heizungsgesetz gekippt: Regierung bittet Vermieter zur Kasse
30.04.2026

Heizungsgesetz: Die Koalition zieht die Reißleine und begrenzt erstmals die Heizkosten für Mieter. Doch der Kompromiss verschiebt die...

DWN
Finanzen
Finanzen MTU-Aktienkurs im Spannungsfeld globaler Risiken - wie Anleger reagieren sollten
30.04.2026

Trotz schwächerer Rahmenbedingungen liefert MTU überraschend stabile Ergebnisse, doch Risiken wie der US-Dollar und geopolitische...

DWN
Finanzen
Finanzen Puma-Aktie: Umsatz sinkt, Ergebnis steigt - was das für Anleger bedeutet
30.04.2026

Nach einem schwierigen Start ins Jahr liefert die Puma-Aktie gemischte Signale: Sinkende Erlöse treffen auf verbesserte Ergebnisse. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie unter Druck: Gewinn bricht deutlich ein - schwache Verkäufe in China und den USA
30.04.2026

Rückläufige Verkaufszahlen und geopolitische Risiken setzen die VW-Aktie zunehmend unter Druck. Die aktuellen VW-Zahlen zeigen deutliche...

DWN
Politik
Politik Druschba-Pipeline als Druckmittel: Russland stoppt Öltransport
30.04.2026

Russlands Eingriff in die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline setzt die Raffinerie in Schwedt erneut unter politischen Druck. Wie...

DWN
Politik
Politik Rentenerhöhung 2026: Renten steigen um 4,24 Prozent
30.04.2026

Bald fließt mehr Geld auf die Konten der Rentnerinnen und Rentner. Ihre Bezüge werden spürbar angehoben. Weichen zur künftigen...