Technologie

Künstliche Intelligenz entlastet Handwerker bei der Arbeit

"Wearables": Die Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug auf dem Bau.
26.07.2020 10:59
Aktualisiert: 26.07.2020 10:59
Lesezeit: 1 min
Künstliche Intelligenz entlastet Handwerker bei der Arbeit
Auch im Bau-Handwerk wird mittlerweile Künstliche Intelligenz eingesetzt. (Foto: dpa) Foto: Julian Stratenschulte

Die Digitalisierung bekommt für das deutsche Handwerk immer mehr Bedeutung. So werden jetzt auch Maler, Maurer und Zimmerleute im Rahmen des Pilotprojektes „Bauprevent“ mit sogenannten "Wearables" ausgestattet – das sind am Körper tragbare Computersysteme. Der Projekt-Organisator ist das "E-Business-Kompetenz-Zentrum" des Bau- und Ausbau-Handwerks, wie die Online-Ausgabe der „Deutschen Handwerks-Zeitung“ (DHZ) berichtet.

In diese technischen Geräte sind Sensoren integriert, die messen, welche Kräfte auf die Muskeln und das Skelett des Handwerkers wirken. Anschließend analysiert eine Künstliche Intelligenz (KI) die Ergebnisse. Darauf aufbauend gibt sie Empfehlungen ab, wie der Handwerker die stark belasteten Körperregionen am besten entspannen kann, und welche ausgleichenden Bewegungen er ausführen kann, damit es nicht zu einer Überbelastung kommt.

Denn gerade Handwerker müssen oft über einen längeren Zeitraum gleichbleibende Arbeiten ausführen, die eine erhebliche Belastung für den Körper darstellen. Im ungünstigsten Fall kann dies sogar zu gesundheitlichen Schäden und zur Arbeitsunfähigkeit führen. Damit es nicht dazu kommt, erhalten die Handwerker im Rahmen des Pilotprojektes am Ende des Tages ein Belastungs-Monitoring ausgehändigt. Es ist genau auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten und kann digital auf dem Smartphone angezeigt werden.

„Falls die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht, lassen sich solche Daten auch in Echtzeit auswerten“, erklärt Pascal Kraushaar, der Projektleiter von "Bauprevent". Die Wearables würden nicht als störend empfunden. Dennoch müsse es das Ziel sein, die Zahl der in der Kleidung integrierten Sensoren in Zukunft zu reduzieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Hohe Preise, große Hoffnungen: Wie Foldables Smartphone-Innovationen prägen
31.08.2026

Der Smartphone-Markt sucht seit Jahren nach dem nächsten großen Sprung. Samsung glaubt, ihn in faltbaren Geräten und KI gefunden zu...

DWN
Politik
Politik Attestpflicht: Krankschreibung ab Tag eins steht auf der Kippe
31.08.2026

Attest ab Tag eins und das mögliche Aus für die telefonische Krankschreibung: Damit will die Bundesregierung den hohen Krankstand der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Verbraucherpreise: Inflation steigt auf 2,9 Prozent – Energie wird zum Preistreiber
31.08.2026

Tanken, Heizen und Einkaufen könnten für Verbraucher weiter teuer bleiben. Während Energie die Inflation antreibt, geraten Kaufkraft,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Heckler & Koch erzielt Rekordgewinn und rüstet Produktion auf
31.08.2026

Vor zehn Jahren stand Heckler & Koch am finanziellen Abgrund, heute meldet der Waffenhersteller Rekordzahlen. Steigende...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeld-Vergleich (09/2026): Diese Banken bieten die besten Tagesgeld-Zinsen
31.08.2026

Ein Tagesgeld-Konto gilt als sichere und flexible Geldanlage. Doch hinter manchem Spitzenangebot verbergen sich nicht selten Bedingungen,...

DWN
Politik
Politik Topökonom verteidigt Warsh: „Er wurde unfair behandelt“
31.08.2026

Der Markt sucht nach Signalen der amerikanischen Notenbank, nachdem Kevin Warsh als neuer Chef die Forward Guidance abgeschafft hat. Nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Umfrage: Deutsche Firmen bleiben bei Klimainvestitionen zurückhaltend
31.08.2026

Der klimafreundliche Umbau der deutschen Wirtschaft erfordert erhebliche Investitionen. Eine Ifo-Umfrage zeigt jedoch, dass viele...

DWN
Politik
Politik Schwarzes Meer blockiert: Jetzt rückt Polen als Getreidekorridor auf
31.08.2026

Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer erhöhen die Nachfrage nach europäischen Agrargütern. In den Häfen herrscht deshalb Hochbetrieb....