Deutschland

Deutsche Wirtschaft klagt über erhebliche Folgen der Reisebeschränkungen

Alle reden über Urlaubsreisen und die Risiken, die damit wegen der grassierenden Pandemie verbunden sind. Aber wie sieht es eigentlich mit den Geschäftsreisen aus?
07.08.2020 11:58
Lesezeit: 1 min
Deutsche Wirtschaft klagt über erhebliche Folgen der Reisebeschränkungen
15.05.2019, Berlin: Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, spricht zur Eröffnung der Podiumsdiskussion "Ein Jahr GroKo - wie geht's weiter?" beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). (Foto: dpa) Foto: Christoph Soeder

Die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie machen der deutschen Wirtschaft zunehmend zu schaffen. „Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind Geschäftsreisen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Folgen der Reiseeinschränkungen sind daher erheblich“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben.

Aufgrund der vielen Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen könnten Unternehmen häufig ihre Manager, Techniker oder Vertriebsmitarbeiter nicht zu ihren Kunden oder Lieferanten in andere Länder schicken. „Für Geschäftsanbahnungen sowie Montagen oder Reparaturen von Maschinen ist der persönliche Kontakt vor Ort häufig aber unerlässlich“, sagte Wansleben.

Seit März gibt es weltweit massive Reisebeschränkungen. Innerhalb der Europäischen Union sind sie zwar weitgehend aufgehoben worden. Für wichtige Handelspartner Deutschlands wie die USA oder China bestehen sie aber weiterhin.

In einer Umfrage der Außenhandelskammern (AHK World Business Outlook) vom Juli gaben 63 Prozent der deutschen Unternehmen im Ausland an, von Reisebeschränkungen betroffen zu sein. In den USA seien es sogar 69 Prozent, sagte Wansleben. „Diese Zahlen sind besonders besorgniserregend, denn mit Exporten in einem Wert von annähernd 119 Milliarden Euro im Jahr 2019 sind die USA Deutschlands wichtigster Exportmarkt. Zudem sind die USA einer der wichtigsten Investitionsstandorte.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 05: Die wichtigsten Analysen der Woche
30.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 05 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Panorama
Panorama Solarstrom, Euro, Fastenmonat – das bringt der Februar
30.01.2026

Im kürzesten Monat des Jahres verschwindet eine Währung endgültig aus einem EU-Land, für Urlauber bringt das Erleichterung. Für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Globale Finanzmärkte unter Druck: Welche Risiken die Yen-Aufwertung mit sich bringt
30.01.2026

Der japanische Yen entwickelt sich zunehmend zu einem Risikofaktor für die internationalen Finanzmärkte. Welche Kettenreaktionen drohen...

DWN
Technologie
Technologie Drohnenabwehr ohne Kollateralschäden: Deutsches Start-up Argus Interception entwickelt neue Soft-Kill-Technologie
30.01.2026

Unbemannte Systeme verändern militärische und zivile Sicherheitskonzepte in Europa spürbar. Welche technologischen und politischen...

DWN
Finanzen
Finanzen TKMS-Aktie auf Rekordhoch: Norwegen bestellt weitere U-Boote bei Thyssenkrupp Marine Systems
30.01.2026

Norwegen setzt beim Ausbau seiner Marine weiter auf TKMS-U-Boote und erweitert den Großauftrag deutlich. Auch andere Staaten beobachten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkt: Mehr als drei Millionen Arbeitslose in Deutschland
30.01.2026

Die Arbeitslosenzahl steigt im Januar saisonüblich an. In diesem Jahr wurde allerdings eine wichtige Schwelle überschritten.

DWN
Politik
Politik Begrenzte Waffenruhe: Russland stimmt Ukraine-Waffenruhe bis Sonntag zu – Chance für Frieden oder Kalkül?
30.01.2026

Eine überraschende Entwicklung deutet auf Entspannung im Ukraine-Krieg hin: Russland signalisiert Zustimmung zu einer begrenzten...

DWN
Finanzen
Finanzen Trump setzt auf Kevin Warsh als Fed-Chef: Neuer Kurs für die US-Notenbank?
30.01.2026

US-Präsident Donald Trump bringt mit Kevin Warsh einen möglichen neuen Fed-Chef ins Spiel. Doch kann ein Machtwechsel die Geldpolitik...