Deutschland

Corona-Ticker: „Ein zweiter Lockdown wäre das Ende von Gastronomie und Einzelhandel“

Ein neuerlicher Lockdown wäre das Ende des deutschen Einzelhandels und der Gastronomie, warnt der Städte- und Gemeindebund.
18.08.2020 11:02
Aktualisiert: 18.08.2020 11:02
Lesezeit: 4 min
Corona-Ticker: „Ein zweiter Lockdown wäre das Ende von Gastronomie und Einzelhandel“
Leere Maßkrüge stehen im Münchner Biergarten am Chinesischen Turm. (Foto: dpa) Foto: Peter Kneffel

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Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) ruft angesichts der Warnung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei privaten Feiern auf den Familienkreis zu beschränken, zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung auf, um einen erneuten Lockdown zu verhindern.

"Dieser hätte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Dienstagsausgaben). Viele Geschäfte im Bereich des Einzelhandels und der Gastronomie würden ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens kaum verkraften.

"Es sollten alle darauf bedacht sein, die seit Mitte Mai gewonnenen Freiheiten des Ausgehens und Reisens zu verteidigen", ergänzt die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges. Das gelte für Wirte, Personal wie für Gäste. Deshalb müssten sich alle an die Spielregeln halten, forderte sie.

Weitere Meldungen

15.53 Uhr - Der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szumowski tritt zurück. Am Montag hatte bereits sein Stellvertreter den Rückzug aus dem Ministerium angekündigt. Die national-konservative Regierungspartei PiS war zuletzt vermehrt Kritik ausgesetzt, weil die Infektionszahlen in dem osteuropäischen Land vergleichsweise hoch bleiben.

15.22 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert an die Bevölkerung, die Regeln zur Eindämmung der Pandemie einzuhalten. Die Quarantäne-Regelungen bei der Rückkehr von Urlaubern aus Risiko-Gebieten seien etwa "keine Kann-Bestimmung - es ist ein Muss", mahnt sie nach Gesprächen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in Düsseldorf. Angesichts steigender Infektions-Zahlen könne es aktuell auch keine weiteren Lockerungen der Auflagen geben. Andererseits sei es auch nicht so weit, dass die Regeln verschärft werden müssten.

14.35 Uhr - In Frankreich soll ab 1. September eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz gelten. Ausgenommen davon seien Einzelbüros, kündigt die Regierung an. Damit solle ein Wiederaufleben der Corona-Pandemie verhindert werden. Zugleich will die Regierung Telearbeit fördern. "Der Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer und die Kontinuität unserer wirtschaftlichen Tätigkeit stehen auf dem Spiel", betonte Arbeitsministerin Elisabeth Borne.

13.04 Uhr - Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert nationalen Egoismus bei der Sicherung von Beständen potenzieller Impfstoffe gegen das Virus. Es müsse Schluss sein mit dem "Impfstoff-Nationalismus", so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Online-Präsentation. Er habe alle WHO-Mitglieder schriftlich dazu aufgerufen, einem multilateralen Ansatz zu folgen. Wenn Länder ihre eigenen Interessen in den Vordergrund rückten, mache dies die Pandemie nur noch schlimmer.

13.00 Uhr - Die französischen Champagner-Produzenten haben sich in letzter Minute angesichts der Corona-Krise auf eine geringere Ernte verständigt. Es würden im Schnitt rund ein Fünftel weniger Trauben geerntet, teilte der Verband CIVC mit. Damit reagieren die Anbieter auf die gesunkene Nachfrage. Ziel ist es, die Preise zu stabilisieren.

12.12 Uhr - In Frankreich dürfte das Auftaktspiel für die neue Saison der ersten Fußball-Liga verschoben werden. Die für Freitagabend angesetzte Partie zwischen Olympique de Marseille und Saint-Etienne steht auf der Kippe, weil bei Olympique inzwischen vier Spieler positiv auf das Virus getestet wurden. Nach Vorgaben des Profiliga-Verbandes LFP ist eine Verschiebung wahrscheinlich, wenn ein Club mehr als drei Corona-Fälle gemeldet hat. Medienberichten zufolge ist dieser Schritt für das Auftaktspiel sogar bereits beschlossen. Von den 20 Clubs der Ligue 1 haben elf positive Tests gemeldet. Betroffen sind fast 40 Spieler. Im Gegensatz zu den vier anderen großen Profiligen in Europa war die vergangene Saison in Frankreich wegen der Corona-Krise vorzeitig beendet worden.

11.45 Uhr - Die Banken in Europa werden laut EZB-Vizechef Luis de Guindos noch einige Zeit brauchen, um sich vollständig von der Corona-Krise zu erholen. Es sei wenig wahrscheinlich, dass dies vor 2022 gelingen werde, sagt der spanische Ökonom in einer Online-Präsentation an der Universität UIMP in Madrid.

07.48 Uhr - Der Chef des chinesischen Impfstoffentwicklers Sinoppharm will sein Corona-Mittel für weniger als 1000 Yuan auf den Markt bringen. Zwei Dosen sollten damit umgerechnet höchstens 121 Euro kosten. Zuletzt hatte Sinopharm erklärt, der Impfstoff könnte bis zum Jahresende zur Verfügung stehen. Der US-Impfstoffhersteller Moderna hatte zuletzt einen Preis von 32 bis 37 Dollar je Dosis in Aussicht gestellt.

07.47 Uhr - Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) zeigt sich besorgt über die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus durch Menschen unter 50 Jahren. Viele von ihnen wüssten nicht, dass sie infiziert seien und stellten daher eine Gefahr für Risikogruppen dar. "Die Epidemie verändert sich", sagt der WHO-Regionaldirektor für den Westpazifik, Takeshi Kasai, bei einem virtuellen Briefing. "Menschen in ihren 20er-, 30er- und 40er-Jahren treiben die Ausbreitung zunehmend voran. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie infiziert sind." Das gefährde weltweit andere Bevölkerungsgruppen, darunter ältere und kranke Menschen in dicht besiedelten Gebieten mit schwacher Gesundheitsversorgung.

05.01 Uhr - Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) ruft angesichts der Warnung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU), sich angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bei privaten Feiern auf den Familienkreis zu beschränken, zu einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung auf, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. "Dieser hätte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Gesellschaft", sagt Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND/Dienstagsausgaben). Viele Geschäfte im Bereich des Einzelhandels und der Gastronomie würden ein erneutes Herunterfahren des öffentlichen Lebens kaum verkraften. "Es sollten alle darauf bedacht sein, die seit Mitte Mai gewonnenen Freiheiten des Ausgehens und Reisens zu verteidigen", ergänzt die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges. Das gelte für Wirte, Personal wie für Gäste. Deshalb müssten sich alle an die Spielregeln halten, forderte sie.

04.23 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 1390 auf 225,404 gestiegen. An den Folgen des Virus sind in den vergangenen 24 Stunden vier weitere Personen gestorben, die Gesamtzahl der Todesfälle steigt demnach auf 9236.

02.33 Uhr - Laut einer Datenauswertung der Nachrichtenagentur Reuters ist eine Infektion mit dem Coronavirus weltweit inzwischen bei mehr als 21,81 Millionen Menschen nachgewiesen. 770.518 Menschen sind bislang den Folgen einer Ansteckung erlegen.

01.27 Uhr - Ärztevertreter fordern bundesweit einheitliche Teilnehmergrenzen für Feiern. "Um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder bald auf einheitliche Regeln für private und öffentliche Feiern aller Art verständigen", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Dr. Susanne Johna, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" (Dienstagsausgaben). Wichtig seien etwa Obergrenzen für Gäste und Konzepte fürs Lüften. "Je größer die Zahl der Feiernden gerade in geschlossenen Räumen ist, desto wahrscheinlicher ist ein Mensch dabei, der die anderen ansteckt", warnt Johna. Wenn die Infektionszahlen wieder stark stiegen, seien 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party in Innenräumen zu viel.

01.19 Uhr - Brasiliens drittgrößter Schweine- und Geflügelverarbeiter Central Cooperativa Aurora Alimentos erklärt sich bereit, ab dem 21. August rund 11.000 Arbeiter auf Coronavirus zu testen, teilt die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Santa Catarina mit. Chinesische Behörden hatten vergangene Woche Spuren des Virus auf Hühnchenprodukten des brasilianischen Fleischproduzenten gefunden.

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