Finanzen

Über 6,5 Billionen Euro: Deutsche verfügen über mehr Finanzvermögen als jemals zuvor

Die Corona-Delle war nur kurzfristig: Noch nie verfügten die Deutschen über ein so hohes Finanzvermögen wie derzeit.
24.08.2020 13:35
Lesezeit: 1 min
Über 6,5 Billionen Euro: Deutsche verfügen über mehr Finanzvermögen als jemals zuvor
Die Deutschen verfügen über ein Finanzvermögen von insgesamt 6,55 Billionen Euro. (Foto: dpa) Foto: Wolfgang Hartmann

Das Finanzvermögen der Privathaushalte in Deutschland ist nach der Corona-Delle laut einer Analyse ING Deutschland bereits wieder auf Rekordniveau gestiegen. Da sich die Börsen wieder erholten und viele Menschen kräftig Geld anlegten, geht die Direktbank mit Sitz in Frankfurt davon aus, dass das Finanzvermögen der Haushalte in Summe per Ende Juni auf rund 6,55 Billionen Euro gestiegen ist.

Das wären 212 Milliarden Euro mehr als zum Ende des ersten Quartals 2020. Dabei würde es sich handeln um:

· Den höchsten absoluten Vermögensanstieg der Geschichte binnen eines Vierteljahres.

· Mit 3,4 Prozent den dritthöchsten prozentualen Anstieg der vergangenen 20 Jahre.

«Vor allem die höheren Aktieninvestments im ersten Quartal haben sich bereits im Folgequartal ausgezahlt», sagte Thomas Dwornitzak, Leiter des Bereichs „Sparen und Anlegen“ bei der ING. Insgesamt erwarben die Deutschen im Zeitraum Januar bis März für 14 Milliarden Euro Aktien – und die sind in den letzten Wochen kräftig gestiegen. Diese 14 Milliarden Euro entsprechen 15 Prozent des gesamten Sparvolumens – für die als eher börsenscheu geltenden Deutschen ein vergleichsweise hoher Wert. Hätten die Sparer noch mehr in Aktien angelegt, wären ihre Vermögen noch stärker gestiegen – doch rund 20 Milliarden Euro und somit mehr als jeder fünfte gesparte Euro (22 Prozent) wurden in Form von Bargeld zurückgelegt.

Die Entwicklung der letzten Monate zeigt tendenziell, dass sich die Anlage in Aktien zwar nicht immer kurz-, aber langfristig doch lohnt. Laut Bundesbank war das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorquartal um 128 Milliarden Euro oder 2,0 Prozent auf gut 6,377 Billionen Euro geschrumpft ist – vor allem wegen des Kurssturzes an den Börsen. Jetzt jedoch steht der Dax wieder auf über 13.000 – und die Vermögen sind höher denn je. Zumal auch Werte wie beispielsweise Gold kräftig gestiegen sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Wall Street stürzt wegen Inflationshoch ab
10.06.2026

Turbulenzen an den US-Börsen: Erfahren Sie, welche Faktoren die Anleger in Alarmbereitschaft versetzen und warum nicht alle Aktien dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvente Perlon-Gruppe: Deutscher Weltmarktführer geht an China
10.06.2026

Die deutsche Chemie ist in einer schwierigen Lage, geplagt von hohen Kosten, schwachem Weltmarkt und chinesischer Konkurrenz. Ein...

DWN
Politik
Politik Bürgerkrieg in Belfast: Tödliche Messerattacken erschüttert das Vereinigte Königreich
10.06.2026

Ein sudanesischer Asylbewerber hat in Belfast einen Mann niedergestochen. Daraufhin kommt es zu schweren Ausschreitungen. Der erneute...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Personalabbau bei Chemieriese Evonik: 1.850 Arbeitsplätze fallen weg
10.06.2026

Deutschlands Industrie baut weiter ab: Der Essener Chemiekonzern Evonik streicht 1.850 Stellen bis Ende 2026. Die Krise der deutschen...

DWN
Politik
Politik Infrastruktur-Sondertopf: Investitionen laufen nur schleppend an
10.06.2026

Mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondertopf will die Bundesregierung den jahrelangen Investitionsstau in der deutschen Infrastruktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeldzinsen: Sparkassen und Volksbanken zahlen zu wenig Zinsen für Tagesgeld
10.06.2026

Sparer erhalten bei Sparkassen und Volksbanken oft deutlich weniger Zinsen als bei überregionalen Banken, zeigt eine Analyse des...

DWN
Politik
Politik FDP-Chef Kubicki rechnet mit Merz ab: “Erwartungsmanagement ist unterirdisch“
10.06.2026

In der ARD-Sendung Maischberger warf Kubicki dem CDU-Chef vor, "unglaublich schlecht" zu kommunizieren. Seine Kritik fällt deutlich aus...

DWN
Politik
Politik Energiewende auf der Kippe? Koalition in schwierigen Verhandlungen über Energiepaket
10.06.2026

Bei einem Energiekongress in Berlin geht es um strittige Vorhaben der Koalition. Die Fraktionschefs von SPD und Union setzen...