Wirtschaft

UNTERNEHMENS-TICKER: Tesla sucht Arbeiter für seine Deutschland-Fabrik, Österreich nimmt 200 Millionen für 5G ein

Im Folgenden lesen Sie den UNTERNEHMENS-TICKER vom Freitag, den 11. September.
11.09.2020 14:08
Aktualisiert: 11.09.2020 14:08
Lesezeit: 2 min
UNTERNEHMENS-TICKER: Tesla sucht Arbeiter für seine Deutschland-Fabrik, Österreich nimmt 200 Millionen für 5G ein
"Wo finde ich die passenden Arbeiter?", scheint sich Tesla-Chef Elon Musk zu fragen. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

5G-AUKTION - Wien: Österreich hat bei der zweiten Auktion von Lizenzen der neuen Mobilfunkgeneration 5G gut 200 Millionen Euro eingenommen. Alle angebotenen Frequenzpakete - 700, 1500 und 2100 MHz - seien vergeben worden, teilte der österreichische Telekom-Regulierer RTR mit. Damit werde bis 2027 ein Großteil der Gebiete mit mobilem Breitband versorgt, die bisher schlecht oder gar nicht angeschlossen waren. Dazu hatte Österreich bei der Auktion mit einem Bonussystem gearbeitet. Die Bieter konnten gegen die Zusage, schlecht angebundene Gebiete zu versorgen, einen Preisabschlag auf ihr vorher gegebenes Gebot erhalten. Österreich will vor allem die Ausstattung von Autobahnen, Straßen und Bahnstrecken mit Breitband-Mobilfunk verbessern, um die Grundlage für autonomes Fahren oder die Vernetzung von Maschinen und Fabriken zu legen.

ANT - Singapur/Hongkong: Singapurs Staatsfonds Temasek und GIC liebäugeln Insidern zufolge mit einem Einstieg in die chinesische Techfirma Ant. Die Alibaba-Tochter, die den Bezahldienst Alipay anbietet, plant derzeit den Sprung an die Börsen in Hongkong und in Shanghai. Der Börsengang könnte mit bis zu 30 Milliarden Dollar der bisher größte aller Zeiten werden und damit Saudi-Aramco ablösen. Der saudiarabische Ölkonzern war im Dezember an die Börse gegangen, was ihm 29,4 Milliarden Dollar eingebracht hatte. Temasek, GIC und Ant lehnten eine Stellungnahme an.

TESLA - Shanghai: Der Elektroautobauer will Insidern zufolge seine in China produzierten Model-3-Autos in anderen asiatischen Ländern und in Europa verkaufen. Die Fahrzeuge, die seit Dezember in der Fabrik in Shanghai gebaut werden, sollen ab dem kommenden Jahr auch in Japan und Hongkong angeboten werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Eine Stellungnahme von Tesla war zunächst nicht erhältlich. Als erstes hatte Bloomberg darüber berichtet.

FRAPORT - Frankfurt: Der Frankfurter Flughafen hat beim Passagier-Aufkommen im August ein Minus von 78,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf gut 1,5 Millionen Flugreisende verzeichnet. Im Juli hatte der Rückgang noch 80,9 Prozent betragen. Der leicht positive Trend insbesondere durch Urlaubsreisen habe sich im August fortgesetzt, teilte Fraport mit. Im September hätten sich allerdings bereits die ersten negativen Auswirkungen der pauschalen Quarantäne-Anordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gezeigt.

RIO TINTO - Bangalore: Nach der Sprengung von heiligen Stätten australischer Ureinwohner treten der Chef des Bergbau-Großkonzerns und weitere Spitzenmanager zurück. CEO Jean-Sébastien Jacques werde gehen, sobald ein Nachfolger gefunden sei, spätestens aber Ende März 2021. Jacques hatte zuvor bereits auf Bonuszahlungen verzichtet und sich im australischen Senat dafür entschuldigt, dass sein Unternehmen im Mai zwei heilige Stätten im Bundesstaat Western Australia zerstört hatte, um Erzvorkommen besser ausbeuten zu können. Dort waren Hinweise auf 46.000 Jahre kontinuierliche Besiedlung gefunden worden.

TIKTOK - Washington: US-Präsident Donald Trump lehnt eine Fristverlängerung für den Verkauf der Videoplattform in den USA ab. "Es wird entweder geschlossen oder sie verkaufen es", sagte Trump zu Reportern. Die Frist für die Käufersuche werde nicht verlängert. Bloomberg hatte berichtet, der chinesische Tiktok-Besitzer ByteDance könnte die von der US-Regierung verhängte Frist verfehlen und länger als bis zum 20. September für einen Deal brauchen. Neue chinesische Auflagen machten die Verhandlungen komplizierter. Trump hatte den Dienst als Risiko für die nationale Sicherheit der USA bezeichnet.

TESLA - Frankfurt: Mit einem nächtlichen Tweet auf Deutsch wirbt der Chef des Elektroauto-Herstellers um Mitarbeiter für seine geplante Fabrik im brandenburgischen Grünheide. "Bitte arbeiten Sie bei Tesla Giga Berlin! Es wird super Spaß machen!!", twitterte Tesla-Chef Elon Musk in der Nacht zum Freitag. Zuvor hatte der brandenburgische Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) der "FAZ" gesagt, die Fabrik könnte nach Einschätzung der Landesregierung bis zu 40.000 Mitarbeiter beschäftigen. Derzeit sehen die Pläne des Autoherstellers rund 12.000 Mitarbeiter vor, die bis zu einer halben Million Elektroautos im Jahr produzieren sollen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik KI-Wettlauf der Großmächte entscheidet über die neue Weltordnung
09.08.2026

Der Kampf um Künstliche Intelligenz wird zum Kampf um globale Macht. USA und China investieren gewaltige Summen in Chips, Energie,...

DWN
Panorama
Panorama Ozempic und Mounjaro: Die gefährliche Wahrheit über den schnellen Gewichtsverlust
09.08.2026

Ozempic und Mounjaro lassen die Kilos purzeln und bringen selbst quälende Gedanken ans Essen zum Schweigen. Doch der schnelle Erfolg kann...

DWN
Panorama
Panorama Zwischen Freiheit und Risiko: Wie gefährlich E-Scooter sind
09.08.2026

Vor Schulen sind E-Scooter längst zum festen Bild geworden. Für Jugendliche bedeuten sie Unabhängigkeit und Tempo, für Experten aber...

DWN
Immobilien
Immobilien Anschlussfinanzierung: Warum sich der Angebotsvergleich auszahlt – jetzt bares Geld sparen
09.08.2026

Wenn die Zinsbindung endet, kann die monatliche Kreditrate sprunghaft steigen. Wer sich allein auf das Angebot der Hausbank verlässt,...

DWN
Technologie
Technologie Auto-Wertverlust: In drei Jahren ist oft die Hälfte weg
09.08.2026

Beim Autokauf denken viele an Preis, Leasingrate, Versicherung und Sprit. Der größte Kostenblock bleibt oft unsichtbar: der Wertverlust....

DWN
Technologie
Technologie KI verändert den Arbeitsmarkt: Mit welchem Studium Kinder künftig Chancen auf einen gut bezahlten Job haben
09.08.2026

Ein Hochschulabschluss galt lange als sichere Eintrittskarte in eine erfolgreiche Karriere. Doch KI, schwächelnde Konjunktur und ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Charlie Munger: Anlagestrategie entlarvt die teuersten Fehler der Anleger
09.08.2026

Charlie Munger hielt wenig von Prognosen, hektischem Handeln und vermeintlich sicheren Börsentipps. Seine Anlageprinzipien zeigen, warum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wo in der EU am längsten gearbeitet wird
09.08.2026

Europas Bevölkerung altert, die Babyboomer gehen in Rente, und kleinere Generationen müssen den Sozialstaat tragen. Neue Eurostat-Daten...