Finanzen
Anzeige

100.000 Euro – Wie am besten anlegen?

Kooperation
01.10.2020 21:00
Lesezeit: 3 min

Um es vorweg zu nehmen: Ein Patentrezept gibt es hier nicht. Wer eine Summe von zum Beispiel 100.000 Euro zur Verfügung hat und diese sinnvoll investieren möchte, sollte sich aber einige Grundsätze und die damit verbundenen Möglichkeiten vor Augen führen.

Geld, Investitionen und finanzielle Sicherheit sind keine Themen, für die es einfache Erklärungen gibt. Daher sollte der potenzielle Anleger zunächst seine persönlichen Investmentziele exakt bestimmen. Dabei sollten unter anderem folgende Aspekte einbezogen werden:

  • Ganz entscheidend ist das Lebensalter. Junge Menschen haben einen weiten Anlagehorizont. Anleger, die kurz vor der Rente stehen, sollten vor allem auf Vermögenserhalt setzen.
  • Möchte der Anleger das Geld für sich selbst oder seine Nachkommen anlegen?
  • Möchte der Anleger Vermögen weiter vermehren oder besteht das Ziel darin, von anfallenden Dividenden den Lebensunterhalt teilweise oder sogar komplett zu bestreiten

Es zeigt sich schnell: Auf die zunächst sehr simpel anmutende Fragestellung kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Das konkrete, höchst individuelle Lebensszenario spielt eine entscheidende Rolle.

Ganz gleich, wie das individuelles Anlageszenario aussieht, raten die Experten von „Der Privatinvestor“ immer, genügend liquide Mittel für die laufenden Fixkosten und für etwaige Notfälle vorzuhalten. Anleger sollten bei Jobverlust mindestens sechs Monate von ihrem Ersparten leben können. Zudem sind Gold und Silber wichtige Komponenten einer effektiven Vermögensabsicherung. zehn bis 20 Prozent des Vermögens sollten in jedem Fall in Form physischer Edelmetalle besessen werden – entweder in einem Bankschließfach oder im eigenen Tresor deponiert.

Soweit die fundamentalen Grundsätze. Jetzt geht es rein in die Praxis!

Im Folgenden soll von 100.000 Euro ausgegangen werden, die so gut wie möglich angelegt werden sollen. Als Prämisse werden zudem monatlichen Fixkosten in Höhe von 2.000 Euro gesetzt. Dann beläuft sich die Mindest-Liquiditätsreserve auf 12.000 Euro. Die verbliebenen 88.000 Euro Vermögen werden zu 15,5 Prozent in Edelmetalle angelegt. Ein 250 Gramm schwerer Goldbarren kostet aktuell – es ist Montag, der 28. September 2020, 13.209 Euro im Ankauf. Somit verbleiben noch 74.791 Euro für Investments in Aktien.

Bis zu diesem Punkt gilt diese Anlagestrategie für jeden Anleger, unabhängig von seiner konkreten Lebenssituation. Nun aber wird es „knackig“. Gezeigt werden nachfolgend zwei verschiedene Musterszenarien für den weiteren Investment-Weg.

Für ein Depot namens „Ruheständler“ wird von einem Anleger im Rentenalter ausgegangen, der sein bestehendes Vermögen so investieren möchte, dass er eine „Rentenlücke“ schließen kann. Ziel ist es hier, hohe Dividenden zu erzielen. Das bestehende Vermögen soll gesichert werden.

Für ein Depot namens „Erbin“ wird von einer Anlegerin mittleren Alters ausgegangen, die von ihren Großeltern einen Geldbetrag geerbt hat und nun so investieren will, dass das Vermögen weiterwächst, ohne jedoch allzu viel Risiko eingehen zu müssen. Ihr Anlagestil ist erfolgsorientiert, aber weitgehend risikoavers.

Das ist das erste Szenario

Als Ruheständler setzen Anleger am besten auf profitable Unternehmen mit sicherer Dividende. Hier bieten sich aktuell zwei der großen Tabakkonzerne an. Aber auch die bekannten Konsumgüter-Giganten und Ölkonzerne. Auch der Sektor „Lebensmittel“ bietet immer interessante Dividendentitel. Selbst die Corona-Krise kann nicht verhindern, dass hier einige starke Konzerne ihre beeindruckende Historie als Dividendenkönige fortsetzen werden. Empfohlen werden können an dieser Stelle die Publikation „Der Privatinvestor Dividendenkönige“. (Im Börsenkiosk können Sie die brandneue Ausgabe vom 25. September 2020 erstehen mitsamt einer ausführlichen Datenbank.)

Die verbliebenen 74.791 Euro können in diesem Szenario „Ruheständler“ nach Belieben auf die Aktien dieser Unternehmen aufgeteilt werden. „Der Privatinvestor“ empfiehlt eine gleichmäßige Verteilung der Ressourcen.

Während im ersten Szenario vor allem auf Sicherheit, Vermögenserhalt und sichere Dividenden gesetzt wird, soll im zweiten Szenario „Erbin“ eine etwas „sportlichere“ Strategie vorschlagen werden.

Hat der potenzielle Anleger seine Lebensmitte noch nicht überschritten, darf das Vermögen durchaus noch etwas wachsen. Neben den oben erwähnten Vermögenswerten „Cash“ und „Edelmetalle“ spielen hier Wachstumsaktien aus der IT und der Industrie eine wichtige Rolle.

Insbesondere ein chinesischer Online-Händler bietet noch enormes Potenzial für die Zukunft.(Im neuen kostenlosen Spezialreport erfahren Sie Näheres.)

Dank exzellenter Logistik und einer eigenen Medikamentensparte wird er, nach Einschätzung der Experten von „Der Privatinvestor“, Amazon und Alibaba Paroli bieten können.

Auch ein hochwertiger Vertreter der Pharmabranche sollte nicht fehlen. Ein dänisches Unternehmen hat es den Fachleuten hier besonders angetan. Ihre Ära ist noch lange nicht vorbei.

Extrem stark ist die Geldfluss-Generierung eines IT-Systemhauses aus deutschen Landen. Seine Langfristperspektive und die Wachstumsaussichten sind vielversprechend. Die Nachfrage nach performanter IT-Infrastruktur wird in absehbarer Zeit nicht abreißen.

Konkrete Namen können an dieser Stelle leider auch hier nicht genannt werden. Abonnenten von „Der Privatinvestor“ schauen am besten einfach in die Datenbank.

Fazit: Cash, Aktien und Edelmetalle gehören zu jeder vernünftigen Anlagestrategie. In welche Aktien der Anleger danach investieren möchte, hängt maßgeblich von seiner Lebenslage und seinen Anlagenzielen ab.

Ein Merksatz gilt immer: Je näher der Ruhestand rückt, desto stärker sollte man auf zuverlässige Dividendenzahler setzen. Junge Menschen können den Fokus auf Wachstumstitel richten.

Alle Ausführungen und Empfehlungen sind natürlich stets die eigenen, höchst subjektiven Einschätzungen des Autors. Genau deshalb übernehmen die DWN als auch „Der Privatinvestor“ keinerlei Haftung für Transaktionen an der Börse. Es gilt: Geldanlage ist Chefsache – nämlich die eigene.



Hier geht es direkt zur Podcast-Episode 21.

Den Podcast finden Sie bei Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Deezer, Audible, Amazon Music und in Ihrem favorisierten Podcatcher.


DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handwerk wieder attraktiv: Steigende Ausbildungszahlen unter jungen Menschen
19.08.2026

Ehemals starke Industriebranchen und Akademiker stecken in der Krise. Handwerksberufe und praktische Ausbildung boomen. Um so wichtiger...

DWN
Technologie
Technologie Kursfeuerwerk Unitree: Roboterbauer startet mit über 600 Prozent Kursplus
19.08.2026

Humanoid Roboter gelten in China als Zukunftsindustrie. Der Börsenstart von Unitree zeigt, wie groß die Erwartungen der Anleger sind....

DWN
Technologie
Technologie Jede siebte Firma lässt KI Arbeitszeugnisse schreiben
19.08.2026

Künstliche Intelligenz schreibt längst nicht mehr nur Texte – sie erstellt inzwischen auch Arbeitszeugnisse und unterstützt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IW: Deutschland müsste fünfmal produktiver werden, um den Wohlstand zu erhalten
19.08.2026

Deutschlands Produktivitätswachstum reicht laut IW nicht mehr aus, um den Wohlstand zu sichern. Der demografische Wandel verschärft den...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Nvidia, Marvell und Micron ziehen Wall Street nach unten
18.08.2026

Spannung an der Wall Street: Warum sich das Blatt für Anleger jetzt wenden könnte.

DWN
Finanzen
Finanzen Echtzeit-Bezahldienst Wero: Gelingt Europas Angriff auf PayPal & Co.?
18.08.2026

Jahrelang haben US-Konzerne den digitalen Zahlungsverkehr in Europa geprägt – jetzt wollen Europas Banken die Kontrolle zurückgewinnen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Euribor auf höchstem Stand seit fast zwei Jahren, der Markt erwartet weiteren Anstieg
18.08.2026

Der sechsmonatige Euribor ist auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen. Für Kreditnehmer mit variabler Verzinsung und neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ferrari Luce: Erst verspottet, jetzt reißen sich Käufer um den Elektro-Ferrari
18.08.2026

Der Ferrari Luce provozierte Fans, verunsicherte Anleger und ließ Zweifel an Ferraris Elektrostrategie wachsen. Nun ist das Verkaufsziel...