Marktbericht

DAX startet träge in den Oktober - heute Konjunkturdaten

Der deutsche Leitindex zeigt sich zu Monatsbeginn schwach. Die Gründe dafür waren am einheimischen Markt zu suchen.
02.10.2020 08:00
Lesezeit: 1 min
DAX startet träge in den Oktober - heute Konjunkturdaten
Der deutsche Leitindex war am Donnerstag von leichten Verlusten gekennzeichnet. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer ist am Donnerstag schwach in den neuen Monat gestartet. Der Index verlor 0,2 Prozent auf 12.731 Zähler. Und das, obwohl die US-Börsen fester geschlossen hatten: So war der Dow Jones Industrial um 0,1 Prozent gestiegen, während die Nasdaq um 1,5 Prozent zugelegt hatte.

Die Verluste beim deutschen Leitbarometer waren hausgemacht: Denn der Index wurde durch einen Rückgang von mehr als 13 Prozent durch die Bayer-Aktie belastet. Analysten hatten ihre Kaufempfehlung gestrichen und die Kursziele verändert. Die weitere Kostenentwicklung des Konzerns steht im Fokus der Anleger. Das Unternehmen hatte angekündigt, ab 2024 zusätzlich mehr als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr an Kosten verringern zu wollen.

So stand der Chemiekonzern mit einem Verlust von 13,1 Prozent auf 46,34 Euro an der Spitze der Tagesverlierer. Doch nicht nur Bayer, sondern auch VW verlor 2,3 Prozent auf 134,30 Euro. Danach folgte HeidelbergCement (minus zwei Prozent auf 51,28 Euro). Darüber hinaus zeigte sich die Deutsche Bank nicht von ihrer besten Seite und büßte 1,3 Prozent auf 7,10 Euro ein.

Doch es gab auch Gewinner: Infineon legte 7,6 Prozent auf 25,95 Euro zu. Auf dem zweiten Platz der Tabelle lag Continental mit einem Plus auf 3,1 Prozent auf 95,30 Euro. RWE verbuchte einen Gewinn von 2,8 Prozent auf 32,87 Euro.

Heute um elf Uhr präsentiert die EU die Inflationsrate für den September in der Euro-Zone. Die Experten gehen von einem Wachstum von 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitaum dürfte es wohl ein Minus von 0,3 Prozent gegeben haben, schätzen sie.

Darüber hinaus werden um 14.30 Uhr in den USA die Arbeitslosenzahlen für den September veröffentlicht. Die Volkswirte rechnen damit, dass die Quote bei 8,3 Prozent gelegen hat. Im Vormonat hatte der Wert noch 8,4 Prozent betragen.

Zusätzlich werden um 16 Uhr MEZ die Statistiken zu den Fabrik-Aufträgen gezeigt, die es in den USA im August gegeben hat.

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