Finanzen

Alle Anleger blicken gespannt auf Lagarde – kommt die gewaltige Aufstockung des billionenschweren Pandemieprogramms?

Der Dax hat heute Morgen fast stagniert: Alle warten auf die EZB-Chefin Christine Lagarde. Sie wird heute Nachmittag richtungsweisende Entscheidungen verkünden.
10.12.2020 10:52
Aktualisiert: 10.12.2020 10:52
Lesezeit: 1 min
Alle Anleger blicken gespannt auf Lagarde – kommt die gewaltige Aufstockung des billionenschweren Pandemieprogramms?
Die Börsianer sind derzeit nicht sonderlich aktiv. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute bis 11 Uhr bei 13.350 Zählern fast stagniert.

Der Markt wartet auf die Vertreter der Europäischen Zentralbank (EZB), die heute Nachmittag wesentliche Entscheidungen treffen werden, die für die kommenden Monate, wenn nicht gar Jahre, richtungsweisend sind. Zum einen geht es um die Verlängerung des Notprogramms zum Kauf von Anleihen.

Bislang will das Institut 1,35 Billionen Euro bis mindestens Ende Juni 2021 ausgeben. Manche Anleger gehen davon aus, dass die EZB eine halbe Billion Euro mehr in das Pandemie-Programm pumpt. Das wäre eine Aufstockung um fast 40 Prozent.

Zum anderen überprüft die Bank die Zinsen. Das Niveau für den Euro-Raum liegt seit fünf Jahren bei null Prozent.

„Eine gründliche Neubeurteilung der Corona-Krise“ hat die EZB-Chefin Christine Lagarde angekündigt. „Die EZB war in der ersten Welle da und wird auch in der zweiten Welle da sein“, hatte die Französin immer betont.

Ähnlich ruhig wie heute Morgen hat sich auch Dax gestern entwickelt, als der Index mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 13.340 Zählern seine Sitzung beendete.

Auf der Liste derjenigen Aktien, die am Mittwoch am meisten zulegten, befand sich Delivery Hero, ganz oben. Das Papier des Dienstleisters erzielte einen Gewinn von 6,7 Prozent auf 105,10 Euro. Covestro verbuchte ein Plus von fünf Prozent auf 49,82 Euro, und BASF landete mit einem Zuschlag von drei Prozent auf 63,44 Euro auf dem dritten Platz.

Die Tabelle derjenigen Papiere, die sich am schlechtesten entwickelten, führte die Deutsche Bank an. Der Kurs verlor 1,6 Prozent auf 9,30 Euro. Danach folgte Deutsche Wohnen mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 42,11 Euro. Die Aktie, die den drittgrößten Verlust hat hinnehmen müssen, war Vonovia, die 1,1 Prozent auf 55,94 Euro einbüßte.

So positiv der Tag in Deutschland gestern zu Ende ging, so negativ entwickelten sich die US-Börsen: So hat der Dow Jones Industrial 0,3 Prozent verloren, während die Nasdaq mit einem Minus von 1,9 Prozent aus dem Rennen ging.

Am frühen Nachmittag warten die deutschen Anleger auf wichtige Konjunkturdaten aus den USA: Dort werden aktuellen Statistiken zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Zusätzlich gibt es Informationen über das Verbrauchervertrauen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Die Ökonomie der Aufmerksamkeit: Warum Unternehmen um jede Minute kämpfen

Im Internet ist Geld nicht länger die einzige Währung. Eine ebenso große Rolle spielt die Währung Aufmerksamkeit. Wer im Überfluss an...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik US-Inflation außer Kontrolle? Warum Amerikas Wähler die Geduld verlieren
19.07.2026

Die offiziellen Wirtschaftsdaten wirken solide, doch viele Amerikaner empfinden ihre finanzielle Lage als zunehmend bedrückend. Bidens...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Werksleiter Schröder: Wie ein Maschinenbauingenieur erfolgreich durch turbulente Jahre führt
19.07.2026

Der Leiter des BMW-Werks in Dingolfing, dem größten in Europa, setzt auf die Qualifikation der Mitarbeiter, was sich in der stetig...

DWN
Finanzen
Finanzen Gefällt Dir das Produkt? Dann kaufe die Aktie!
19.07.2026

Früher war Aktienauswahl oft erstaunlich einfach: Wer ein Produkt mochte und verstand, investierte auch in das Unternehmen dahinter. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Die zehn reichsten Deutschen – und der Vergleich zu Elon Musk
19.07.2026

Deutschlands reichste Menschen sind Unternehmer und Erben von Unternehmern, deren Firmen weltweit Milliarden Euro umsetzen. Gründer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Japan: Der Feind ist nicht das Elektroauto, der Feind ist der Kohlenstoff
19.07.2026

Autos aus diesem asiatischen Land stehen ganz oben auf der Wunschliste potenzieller Käufer. Zu den Stärken der Branche zählen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Niedrige Geburtenrate: Warum weniger Kinder die Wirtschaft produktiver machen könnten
19.07.2026

Weniger Kinder, weniger Arbeitskräfte, weniger Wachstum: Diese Rechnung klingt logisch, könnte aber falsch sein. Eine neue Studie zeigt,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Hackergruppen 2026: Diese Cyber-Elite greift Deutschlands Unternehmen an
19.07.2026

Sie knacken nicht nur Passwörter, sondern manipulieren Helpdesks, missbrauchen Fernzugriffe und stehlen sogar biometrische Daten. Die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Von Bauunternehmen bis hin zu Energieversorgern: Das sind die unerwarteten Gewinner des KI-Booms
19.07.2026

Für zahlreiche Unternehmen aus klassischen Industriezweigen – von Bergbauunternehmen bis hin zu Herstellern von Kühlsystemen – hat...