Technologie

Studie: 5G-Netz wird CO2-Emissionen massiv erhöhen

Der neueste Mobilfunkstandard 5G wird einer Studie zufolge zu einer deutlichen Steigerung der CO2-Emissionen führen.
22.12.2020 10:20
Aktualisiert: 22.12.2020 10:20
Lesezeit: 1 min
Studie: 5G-Netz wird CO2-Emissionen massiv erhöhen
Bei einer Lichtprobe leuchten auf der Spitze des höchsten Bauwerks der Stadt, dem Fernsehturm "Rheinturm", Strahlen in den Himmel. In der Nacht zu Mittwoch soll die Telekom-Werbeaktion für den 5G Mobilfunk-Standard starten. (Foto: dpa) Foto: David Young

Einem Bericht des französischen Klimarates zufolge wird die Implementierung des 5G-Mobilfunkstandards zu zusätzlichen Kohlenstoffdioxid-Emissionen von 3 bis 7 Milliarden Tonnen pro Jahr alleine in Frankreich führen.

Die Technologie selbst sei dabei nur die „Spitze des Eisberges“, zitiert der Nachrichtensender France24 aus dem Bericht. Der Großteil der zusätzlichen Emissionen resultiere aus dem Bau neuer Datenzentren zur Generierung, Verarbeitung und Speicherung der Datenvolumen sowie aus dem Bau neuer 5G-kompatibler Smartphones.

Während die französischen Grünen einen Aufschub des 5G-Ausbaus fordern, bis der Umfang der zusätzlichen Emissionen abzuschätzen ist, behaupten Telekom-Konzerne, dass in dem Bericht des Klimarates mutmaßliche Einsparungspotentiale der 5G-Technologie auf die Emissionen nicht ausreichend beachtet worden seien.

Schlaglicht auf die Energiebilanz des Internetzeitalters

Der Bericht ist interessant, weil er ein seltenes Schlaglicht auf die Energiebilanz der modernen Telekommunikationsgesellschaft wirft. So fokussieren sich „Klimaschützer“ weitgehend auf die Abschaffung oder Einschränkung des Individualverkehrs, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Die enormen Ressourcen, welche zur Bereitstellung der digitalen Dienste erforderlich sind, werden dagegen selten beleuchtet.

Zudem gibt es seit Jahren Widerstand in der Bevölkerung gegen den Ausbau des 5G-Netzes, weil die Auswirkungen der massiven Strahlung auf die Gesundheit des Menschen Beobachtern zufolge noch nicht richtig untersucht wurden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg setzt Märkte unter Druck: Warum Ölpreise steigen und Aktien fallen
31.03.2026

Ein Monat nach Beginn des Iran-Kriegs geraten Finanzmärkte, Aktien und Energiepreise weltweit unter spürbaren Druck. Welche konkreten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Volkswagen Rüstungsindustrie: Warum der Autobauer auf Waffen setzt
31.03.2026

Volkswagen steht vor einem historischen Kurswechsel und prüft den Einstieg in die Rüstungsproduktion. Was als Rettung für Arbeitsplätze...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Syrische Fachkräfte: Stütze für den deutschen Arbeitsmarkt
31.03.2026

Syrer sind für Deutschland zum unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor geworden. Laut Bundesagentur für Arbeit leisten bereits 320.000 syrische...

DWN
Panorama
Panorama Sparsames Osterfest: Fast jeder Zweite plant geringere Ausgaben
31.03.2026

Die Kauflaune der Deutschen erfährt zum Osterfest einen deutlichen Dämpfer. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage plant mit 40 Prozent ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Börsen geraten unter Druck: Welche Chancen Anleger jetzt nutzen können
31.03.2026

Geopolitische Spannungen belasten die US-Börsen und verschieben die Kräfteverhältnisse an den Finanzmärkten spürbar. Welche Dynamiken...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ostdeutsche Wirtschaft tritt auf die Bremse: Geschäftsklima sinkt erneut
31.03.2026

Die konjunkturelle Stimmung in Ostdeutschland hat sich im März leicht eingetrübt. Laut aktuellen Daten des Ifo-Instituts Dresden sank der...

DWN
Politik
Politik Ost-West-Pipeline gewinnt an Bedeutung: Saudi-Arabien umgeht Straße von Hormus
31.03.2026

Saudi-Arabien erhöht mit der Ost-West-Pipeline seine Exportkapazität und umgeht damit gezielt die Straße von Hormus als geopolitisches...