Wirtschaft

CORONA-TICKER: Früherer Chef der Wirtschaftsweisen warnt vor Verlängerung des Lockdowns

Im Folgenden der Corona-Ticker vom 24. Dezember, den wir selbstverständlich laufend für sie aktualisieren.
24.12.2020 10:26
Aktualisiert: 24.12.2020 10:26
Lesezeit: 4 min
CORONA-TICKER: Früherer Chef der Wirtschaftsweisen warnt vor Verlängerung des Lockdowns
Christoph Schmidt (ganz rechts) am 23.März 2016 in Frankfurt am Main. Der ehemalige Chef der Wirtschaftsweisen spricht sich vehement gegen eine Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinweg aus. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

13.35 Uhr - Serbien hat mit der Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. Als erstes ließ sich am Donnerstag Ministerpräsidentin Ana Brnabic das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer spritzen. Serbien ist nach Großbritannien und der Schweiz das dritte Land in Europa, das mit Massenimpfungen mit dem Biontech-Mittel startet. In Deutschland soll es am Sonntag losgehen.

13.15 Uhr - In Dänemark sind 33 Fälle einer Infektion mit dem mutierten und in Großbritannien grassierenden Coronavirus nachgewiesen worden. Sie seien bei Positivtests zwischen dem 14. November und 14. Dezember entdeckt worden, teilt die dänische Behörde für Infektionskrankheiten mit. Rund 7800 Positivtests aus dieser Zeit seien untersucht worden. In 0,4 Prozent der Fälle sei die Variante aufgetreten. Da bislang allerdings nur 13,5 Prozent der Positivtest aus der Spanne analysiert wurden, könne es sein, dass dieser Anteil sich noch ändern werde.

11.53 Uhr - Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt Israel im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie einen dritten Lockdown. Die neuen Beschränkungen sollen am Sonntagabend in Kraft treten und für 14 Tage gelten, wie Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ankündigt. Dazu gehören die Schließung von Geschäften, Einschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln und eine teilweise Schließung von Schulen. Zudem dürfen sich die Menschen nur noch für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen weiter als einen Kilometer von zu Hause entfernen. Das Kabinett muss aber noch zustimmen. Israel hatte am Samstag mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als Erster ließ sich Netanjahu das Vakzin spritzen.

10.41 Uhr - Der mit dem Coronavirus infizierte französische Präsident Emmanuel Macron zeigt keine Krankheitssymptome mehr. Er könne nun seine Quarantäne nach sieben Tagen der Selbstisolation beenden, teilt das Präsidialamt in Paris mit. Am 17. Dezember hatte es erklärt, Macron sei positiv auf das Coronavirus getestet worden.

10.20 Uhr - In Tschechien steigen die täglich registrierten Corona-Neuinfektionen wieder in die Nähe der Höchstwerte von Oktober und November. Die Behörden melden am Donnerstag 14.054 Positivtests binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit dem 4. November. Insgesamt verzeichnet das Land mit seinen 10,7 Millionen Einwohnern 660.461 bestätigte Ansteckungen. Seit Oktober steigt auch die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stark an. Insgesamt zählen die Behörden nun 10.776 Tote. Ab Sonntag will die Regierung daher in die höchste Warnstufe wechseln und die Schutzmaßnahmen verschärfen. Dann werden Geschäfte, die nicht für den Alltagsbedarf nötig sind, und auch Skilifte geschlossen. Zudem gelten strengere Ausgangssperren und Versammlungsregeln.

09.50 Uhr - Weltweit haben sich inzwischen mehr als 78,23 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Danach sind bislang mehr als 1,7 Millionen Menschen mit oder an dem Virus gestorben. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen weiterhin die USA auf. Seit das Virus vor rund einem Jahr erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde, hat es sich in mehr als 210 Ländern und Territorien verbreitet. Inzwischen sind auch Mutationen des Coronavirus bekanntgeworden, unter anderem in Großbritannien.

09.10 Uhr - Russland meldet 29.935 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Insgesamt haben sich damit mehr als 2,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt. Zudem starben 635 weitere Menschen mit oder an dem Virus, das ist ebenfalls ein neuer Höchstwert. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 53.096. Bei den Infektionszahlen liegt Russland weltweit hinter den USA, Indien und Brasilien an vierter Stelle.

09.02 Uhr - Auch China stellt die Flugverbindungen mit Großbritannien wegen der dort aufgetretenen neuen Coronavirus-Variante einstweilen ein. "Nach reiflicher Überlegung hat China beschlossen, sich an anderen Ländern zu orientieren und die Flüge von und nach Großbritannien auszusetzen", sagt ein Sprecher des Außenministeriums.

07.10 Uhr - Indien meldet 24.712 Coronavirus-Neuinfektionen. Damit hält der Abwärtstrend in dem südasiatischen Land an, nachdem im September einen Tageshöchstwert von fast 98.000 verzeichnet worden war. Die Gesamtzahl der bestätigten Ansteckungen steigt auf 10,12 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 312 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Virus-Infektion, insgesamt sind es nun 146,756 Todesfälle. Indien weist nach den USA die meisten Corona-Infektionen auf.

06.00 Uhr - In den USA sind am Mittwoch einer Reuters-Berechnung zufolge mindestens 225.044 Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der Corona-Fälle in dem Land insgesamt auf 18,42 Millionen. Mindestens 3310 weitere Todesfälle wurden gemeldet. Insgesamt sind damit 326.333 Menschen gestorben.

05.40 Uhr - In Deutschland wurden in 32.195 neuen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Damit steigt die Gesamtzahl auf 1.587.115 Positiv-Tests. Weitere 802 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Insgesamt werden nun 28.770 Todesfälle registriert.

05.10 Uhr - Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, warnt vor einer Verlängerung des Lockdowns über den 10. Januar hinaus. "Über viele Wochen oder gar Monate ist ein Lockdown in der aktuellen Form kaum durchzuhalten, auch der Staat kommt mit seiner Unterstützung irgendwann an seine Grenzen", sagte Schmidt der "Rheinischen Post". Er setzt darauf, dass nach dem Impfstart der Lockdown beendet werden kann: "Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass mit Beginn der Impfungen kein weiterer harter Lockdown mehr nötig sein wird." Ein solch harter und umfassender Lockdown sei für die deutsche Wirtschaft ein schwerer Schlag. "Wir gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im vierten Quartal um 1,7 Prozent zurückgehen wird. Ohne Lockdown wäre die Wirtschaftsleistung gestiegen." Schmidt ist Präsident des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen und war bis Februar 2020 Chef der Wirtschaftsweisen.

04.50 Uhr - Die ansteckendere, zuerst in Großbritannien aufgetauchte Variante des Coronavirus ist nun auch in Singapur nachgewiesen worden. Das Gesundheitsministerium berichtet von elf bekannten Fällen.

02.25 Uhr - Der Städte- und Gemeindebund hat Milliarden-Investitionen zur Belebung der Innenstädte gefordert. "Wenn wir nicht aufpassen, werden wir unsere Kommunen nach der Pandemie nicht mehr wiedererkennen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Vielerorts sei mit weiteren Betriebsschließungen und Leerständen zu rechnen. Daher seien Bund und Länder gefordert, die Kommunen zu unterstützen. In einem "Fünf-Punkte-Plan zur Rettung der Innenstädte", der den Zeitungen vorliege, fordere Städte- und Gemeindebund eine Erhöhung der Städtebauförderung des Bundes von derzeit 790 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Damit müsse eine Ko-Finanzierung der Länder einhergehen. Darüber hinaus appelliert der kommunale Spitzenverband an den Bund, einen sogenannten Innenstadtfonds in der Größenordnung von mehreren Milliarden Euro aufzulegen. Dieser neue Fonds solle "zusätzlich aus den Mitteln einer neu zu schaffenden Abgabe für große Online-Händler" gespeist werden.

00.40 Uhr - Das britische Verkehrsministerium unterbindet vorübergehend Flüge von und nach Südafrika wegen einer neuen Corona-Variante. Damit will das Land eine Ausbreitung der Virus-Mutation verhindern, bei der Experten eine größere Ansteckungsgefahr vermuten.

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