Politik

US-Demokraten nennen Putin und „Sturm auf das Kapitol“ in einem Zug

Hochrangige US-Demokraten stellen eine Verbindung zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem „Sturm auf das Kapitol“ in Washington D.C. her.
08.01.2021 22:25
Lesezeit: 1 min
US-Demokraten nennen Putin und „Sturm auf das Kapitol“ in einem Zug
Wladimir Putin (M), Präsident von Russland, besucht die orthodoxe Weihnachtsmesse in der St. Nikolai-Kirche auf der Insel Lipno im Fluss Msta. (Foto: dpa) Foto: Mikhail Klimentyev

Es gibt viele Hinweise darauf, dass Joe Biden und die Demokraten ab dem 20. Januar 2021 gegen Russland vorgehen werden. Im Vorfeld haben hochrangige Demokraten bereits damit begonnen, eine Verbindung zwischen dem „Sturm auf das Kapitol“, Trump und Wladimir Putin herzustellen. „Dieser Präsident ist ein komplettes Werkzeug Putins. Putins Ziel war es, die Aussicht auf die Demokratie in der Welt zu verringern. Darum ging es ihm. Und wieder war sein Wegbereiter Donald Trump für eine lange Zeit“, so Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, einen Tag nach dem „Sturm auf das Kapitol“.

Ben Rhodes, ehemaliger stellvertretender Berater für nationale Sicherheit des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, teilte über Twitter im Zusammenhang mit dem „Sturm auf das Kapitol“ mit: „Dies ist der Tag, auf den Wladimir Putin gewartet hat, seit er als junger KGB-Offizier am Ende des Kalten Krieges die DDR verlassen musste.“

Michael McFaul, ehemaliger US-Botschafter in Russland, teilte am Tag des „Sturm auf das Kapitol“ mit: „Trump hat heute sein jüngstes, aber hoffentlich sein letztes Geschenk an Putin geliefert. Kein Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten hat jemals so viel getan, um unser Image in der Welt zu schwächen und damit unsere autokratischen Rivalen zu stärken.“

Das „Office of the National Counterintelligence Executive“ (NCSC) teilte mit: „Während die USA von Gewalt im Kapitol heimgesucht werden, genießt Russland die Show“. „Die Putinisten feiern den Konflikt in den USA“, schrieb der russische Oppositionelle Alexej Nawalny auf Twitter.

Joe Biden hatte zuvor bei mehreren Reden klar gemacht, dass er China und Russland als Kontrahenten der USA einstuft, gegen die er vorgehen möchte. Die neue US-Regierung wird versuchen, Deutschland im Interesse der USA auf dem geopolitischen Schachbrett der Welt einzusetzen. Deutschland steuert auf sehr angespannte Beziehungen mit China, Russland, Großbritannien und der Türkei zu (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wann lag die Inflation im Euroraum zuletzt bei vier Prozent?
03.10.2026

Zehn Wendepunkte zeigen, wie schnell eine Krise die Inflation nach oben treiben kann und wie langsam sich die Preise anschließend wieder...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Schock trifft Europa: Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
03.10.2026

In der kommenden Woche reisen führende EU-Vertreter nach Peking, um von der chinesischen Führung zu verlangen, das enorme...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Anleiherenditen setzen Aktien weiterhin unter Druck
02.10.2026

Zinsängste und Arbeitsmarktdaten bewegen die Börsen – was Anleger jetzt wissen müssen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Chinesische Raffinerien stoppen Exporte: Was passiert mit den Dieselpreisen in Europa?
02.10.2026

Der weltweite Dieselmarkt steht bereits massiv unter Druck. Nun drosseln chinesische Raffinerien ihre Exporte und konzentrieren sich auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Investor Felix: Der neue Anleger der DWN stellt sich vor
02.10.2026

Wie können Sie ein Vermögen an der Börse aufbauen, wenn Sie weder Erfahrung bei der Aktienanalyse haben noch die Zeit für den...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Scandit stoppt Diebstahl an der Selbstbedienungskasse
02.10.2026

Selbstbedienungskassen sparen Personal, öffnen Händlern aber eine teure Schwachstelle: Kunden scannen Waren falsch oder gar nicht. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: VDMA verlangt Importverbote für Risikoprodukte aus China
02.10.2026

Deutschlands Maschinenbauer warnen vor Wettbewerbsnachteilen durch Produkte, die europäische Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen....

DWN
Technologie
Technologie „Völliger Mist“: So fällt die Kritik an Europas Microsoft-Teams-Alternative aus
02.10.2026

Element Pro soll die Kommunikation sicherstellen, falls Microsoft Teams ausfällt. Die Europäische Kommission betreibt die Lösung auf...