Finanzen

Wachstum bei Firmenkrediten im Euro-Raum verliert etwas an Dynamik

Bei den Firmenkrediten hat sich inmitten der Corona-Krise das zuletzt starke Wachstum etwas abgeschwächt.
29.04.2021 11:27
Aktualisiert: 29.04.2021 11:27
Lesezeit: 1 min

Bei den Firmenkrediten hat sich inmitten der Corona-Krise das zuletzt starke Wachstum etwas abgeschwächt. Finanzinstitute vergaben im März zwar 5,3 Prozent mehr Darlehen an Firmen als vor Jahresfrist, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag mitteilte. Noch im Februar hatte der Zuwachs bei 7,0 Prozent gelegen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass diesmal die Vergleichsbasis schon den Start der Pandemie vor einem Jahr erfasst. Die Geldhäuser reichten zudem an die Privathaushalte im März 3,3 Prozent mehr Darlehen aus wie vor Jahresfrist. Das ist ein etwas größeres Plus im Vergleich zum Februar, als der Zuwachs bei 3,0 Prozent gelegen hatte.

Die EZB hatte in der vergangenen Woche beschlossen, angesichts der Corona-Pandemie ihre Geldschleusen weiterhin weit offen zu halten. Nach wie vor sei ein großes Ausmaß an geldpolitischer Unterstützung für die Wirtschaft notwendig, hatte Notenbank-Chefin Christine Lagarde erklärt. Die Währungshüter wollen das Tempo bei ihren umfangreichen Anleihenkäufen im zweiten Quartal deutlich erhöhen. Damit möchten sie erreichen, dass die Finanzierungskosten für Unternehmen, Staaten und Haushalte niedrig bleiben. Der Kreditfluss an die Wirtschaft soll dadurch gestützt werden.

Die Geldmenge M3 erhöhte sich im März um 10,1 Prozent. Volkswirte hatten einen minimal stärkeren Anstieg von 10,2 Prozent erwartet. Zu der Messgröße M3 gehören unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten und Geldmarktpapiere. Volkswirte verfolgen die Entwicklung der Geldmenge genau. Denn M3 gilt auf mittlere bis lange Sicht als Barometer für die Inflationsentwicklung.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Der wachsende Trend zu digitalen Zusatzeinkommen im deutschen Mittelstand

Wirtschaftliche Unsicherheit und steigende Lebenshaltungskosten verändern das Verhältnis vieler Beschäftigter und Selbstständiger zu...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rohstoffe für Russland? Irlands Regierung weicht Verstaatlichung aus
08.07.2026

Das irische Alumina-Werk Aughinish steht wegen russischer Eigentümerstrukturen und Exporten nach Russland unter Druck. Trotz Sorgen über...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvente Unternehmen: Immer mehr Firmen vorm endgültigen Aus
08.07.2026

Steigende Energiepreise, hohe Arbeitskosten, drohende Lieferkettenstörungen: Die Rettung zahlungsunfähiger Firmen in Deutschland wird...

DWN
Politik
Politik Energiewende: EnBW-Chef fordert Korrektur bei Windkraft-Ausbauzielen
08.07.2026

Die EnBW hat den Ausbau der Offshore-Windkraft als wichtigen Eckpfeiler der Energiewende in Europa vorangetrieben. Jetzt fordert der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Vom öffentlichen in den privaten Sektor: Habeck wird Berater bei Investmentgesellschaft
08.07.2026

Ex-Vizekanzler Habeck wechselt in die Privatwirtschaft: Ab August nimmt der frühere Wirtschaftsminister einen lukrativen Beraterjob bei...

DWN
Finanzen
Finanzen Besitzen Sie amerikanische Technologieaktien? Dann sollten Sie über einen Verkauf nachdenken
08.07.2026

US-Tech-Aktien haben die Märkte lange nach oben gezogen, doch die Warnungen vor überzogenen Bewertungen werden lauter. Während Jeremy...

DWN
Politik
Politik "Chatkontrolle" durch die Hintertür? Plötzliches Eilverfahren im EU-Parlament
08.07.2026

Die Bürger der EU lehnen die Chatkontrolle ab, auch das EU-Parlament. Plötzlich bringt EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola kurz vor...

DWN
Finanzen
Finanzen Übernahmepoker: Unicredit nähert sich Mehrheit bei Commerzbank
08.07.2026

Die Unicredit hat mit Ablauf ihres Übernahmeangebots ihren Anteil an der Commerzbank weiter aufgestockt. Eine Mehrheit an den Dax-Konzern...

DWN
Finanzen
Finanzen ETF und Aktien handeln mithilfe künstlicher Intelligenz? Wo Chancen und Risiken liegen
08.07.2026

Tatsächlich nutzen heute viele Privatpersonen KI-Chatbots auch als Hilfe beim Investieren. Deshalb haben wir untersucht, worin der wahre...