Finanzen

Dax-Erholung setzt sich fort, Knorr-Bremse gefragt

Die Erholung vom jüngsten Rücksetzer am deutschen Aktienmarkt geht auch am Freitag weiter. Tags zuvor war der Dax unter die Marke von 15.000 Punkten gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit Ende März markiert.
14.05.2021 10:15
Lesezeit: 1 min
Dax-Erholung setzt sich fort, Knorr-Bremse gefragt
Inflationssorgen und die Angst vor schneller steigenden Zinsen belasten den deutschen Aktienmarkt. (Foto: dpa)

Die Erholung vom jüngsten Rücksetzer am deutschen Aktienmarkt geht auch am Freitag weiter. Der Dax dämmte im frühen Handel jedoch seine Gewinne ein und stand zuletzt noch um 0,22 Prozent höher bei 15 233,79 Punkten. Auch der MDax kam etwas zurück mit plus 0,23 Prozent auf 31769,38 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,31 Prozent auf 3964,63 Punkte aufwärts.

Tags zuvor war der Dax unter die Marke von 15 000 Punkten gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit Ende März markiert. Inflationssorgen und die Angst vor schneller steigenden Zinsen hatten auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Die anschließende Erholung an der tonangebenden Wall Street verhalf dem deutschen Leitindex dann doch noch zu einem kleinen Plus. Die Wochenbilanz im Dax ist bislang jedoch negativ.

Mitglieder der US-Notenbank Fed betonten zuletzt, die vom Hochfahren der Wirtschaft ausgelöste Inflation sei nur vorübergehender Natur.

Im Dax waren im frühen Handel jene Werte weniger gefragt, die am Vortag als Absicherung gegen den Kursrutsch noch gesucht waren. Dazu zählten etwa der Versorger RWE und der Pharma- und Chemiekonzern Merck. Am Dax-Ende setzten Aktien des Essenslieferanten Delivery Hero mit mehr als 3 Prozent Abschlag ihre Ende April begonnene Talfahrt fort. Papiere des Sportartikelherstellers Adidas kletterten an der Dax-Spitze dagegen auf ein neues Hoch seit März, zuletzt lagen sie noch mit rund 1,2 Prozent im Plus.

Auch einige Quartalsbilanzen beschäftigen die Anleger. Der Höhepunkt des Zahlenreigens ist aber überschritten. Als Nachzügler im MDax der mittleren Werte legten Knorr Bremse unerwartet gute Zahlen vor. Die Aktien des Lkw- und Zugbremsenherstellers zogen daraufhin im frühen Handel um mehr als 6 Prozent in Richtung ihres Rekords aus dem April. Zuletzt kam der Kurs aber wieder zurück und notierte noch mit rund 2 Prozent im Plus.

Die vorbörslich noch schwachen Encavis-Papiere konnten sich wieder fangen und verteuerten sich als einer der MDax-Favoriten zuletzt um mehr als zweieinhalb Prozent.

In den hinteren Börsenreihen eroberten Papiere von Borussia Dortmund nach dem Pokalsieg des Vereins mit rund zweieinhalb Prozent Kursplus den Spitzenplatz im SDax.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt wegen schwacher Chip-Aktien nach
13.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street heute bewegt haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
13.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...