Finanzen

Anleger legen nach Dienstags-Rekord eine Verschnaufpause ein - Dienstleistungssektor erholt sich

Der Donnerstag wird wohl kein aufregender Tag werden. Nachmittags gibt es möglicherweise neue Impulse - und zwar durch die Präsentation von US-Makros.
03.06.2021 11:14
Aktualisiert: 03.06.2021 11:14
Lesezeit: 1 min
Anleger legen nach Dienstags-Rekord eine Verschnaufpause ein - Dienstleistungssektor erholt sich
Aus China gab es heute Morgen weniger gute Nachrichten. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat heute bis 11 Uhr bei Niveaus um 15.590 Zählern stagniert. Positive und negative Nachrichten haben sich die Waage gehalten. Nach dem Rekord vom Dienstag legen die Börsianer eine Verschnaufpause ein.

Enttäuschende Signale kamen heute Morgen vorbörslich aus China. Der Caixin-Markit-Index für Dienstleistungen ist im Mai schwächer ausgefallen, als es die Verantwortlichen in China vorhergesehen haben. Sie waren von einem Wachstum ausgegangen. Doch betrug das Niveau 55,1 Punkten, nachdem es im Vormonat noch bei 56,3 Zählern gelegen hatte.

Gute Nachrichten kamen allerdings von den einheimischen Märkten: So ist der Einkaufsmanager-Index im Mai um 2,9 auf 52,8 Punkte gestiegen und hat damit die Schwelle von 50 überschritten, die Wachstum anzeigt. „Die teilweisen Lockerungen der Lockdown-Maßnahmen und eine massive Auftragswelle hauchten dem Dienstleistungssektor im Mai neues Leben ein“, sagte Markit-Ökonom Phil Smith. „Die voranschreitende Impfkampagne beflügelte sowohl die Zuversicht als auch die Nachfrage bei den Serviceanbietern in Deutschland“, erklärte Smith.

Nachmittags erfahren die Anleger, wie sich der US-Arbeitsmarkt entwickelt hat – ein sehr wichtiger Indikator für die Gesamtwirtschaft. Die Börsianer erhalten aktuelle Informationen über die Erst- und Folgenanträge auf Arbeitslosenhilfe. Ebenso werden viele Indizes veröffentlicht, die die Stimmung in der Gesamtwirtschaft, bei den Dienstleistungen und beim verarbeitenden Gewerbe abbilden. Die Institute ISM und Markit präsentiere ihre Zahlen für den Mai. Hier könnte es neue Impulse für den Markt geben.

Der Dax hat sich gestern so ähnlich wie heute Morgen entwickelt. Der Index ist mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 15.602 Punkten aus Sitzung gegangen. Die Autowerte haben dabei der Börse ihren Stempel aufgedrückt. Diejenige Aktie, die am meisten gewann, war das Papier von Volkswagen, das 2,2 Prozent auf 240,45 Euro zulegte. Danach platzierte sich BMW, das 1,5 Prozent auf 90,30 Euro an Boden gut machte. Continental verbuchte einen Gewinn von 1,4 Prozent auf 127,02 Euro und landete auf dem dritten Platz.

Doch gab es auch Verlierer. Siemens Energy verzeichnete ein Minus von 3,4 Prozent auf 25,55 Euro, während Delivery Hero mit einem Verlust von 2,8 Prozent auf 110,65 Euro den Tag beendete. Deutsche Wohnen schloss die Sitzung mit einem Rückgang von zwei Prozent auf 51,16 Euro ab.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Industrie enttäuscht: Auftragseinbruch um 11,1 Prozent nach Großauftrags-Boom
09.03.2026

Die deutsche Industrie ist mit einer deutlichen Enttäuschung in das Jahr 2026 gestartet. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes sanken...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spritpreise aktuell: Preiszuwachs an Tankstellen verlangsamt sich
09.03.2026

Autofahrer können vorerst leicht aufatmen, da der steile Aufwärtstrend bei den Kraftstoffpreisen an deutschen Tankstellen an Schwung...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preiswende im Kühlregal: Butter wird für Verbraucher wieder teurer
09.03.2026

Nach einer Phase sinkender Preise müssen Kunden in Deutschland für Butter wieder tiefer in die Tasche greifen. Führende Discounter und...

DWN
Politik
Politik Geopolitische Zeitenwende: Von der Leyen fordert radikalen Kurswechsel der EU
09.03.2026

Die alte Weltordnung ist Geschichte: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drängt angesichts der globalen Instabilität auf eine...

DWN
Politik
Politik Neue EU-Strategie: Brüssels Plan für die Zukunft von Häfen und Werften
09.03.2026

Europas Lebensadern auf dem Prüfstand: Nach langer Wartezeit hat die EU-Kommission ihre neue maritime Strategie enthüllt. In zwei...

DWN
Politik
Politik Pflicht Widerrufsbutton 2026: Was Onlinehändler und Verbraucher jetzt wissen sollten
09.03.2026

Ein neues Gesetz, ein neuer Button, viele offene Fragen: Wer seine Bestellung stornieren oder einen Vertrag widerrufen möchte, soll das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölpreis-Explosion: G7-Staaten beraten über Freigabe von Notreserven
09.03.2026

Der Druck auf die Zapfsäulen weltweit wächst: Angesichts rasanter Preissprünge am Ölmarkt greifen die G7-Staaten nun zu einem ihrer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Showdown in Brüssel: Letzte Woche für Musks X vor Rekordstrafe
09.03.2026

Das Ultimatum aus Brüssel steht: Für Elon Musks Nachrichtendienst X beginnt die entscheidende Woche im Machtkampf mit der Europäischen...