Deutschland

Online-Handel setzt starkes Wachstum fort, stationärer Handel schrumpft weiter

Der deutsche Einzelhandel erwartet für das laufende Jahr ein leichtes Umsatzplus, allerdings wächst allein der Online-Handel.
14.07.2021 10:51
Lesezeit: 1 min

Der deutsche Einzelhandel rechnet angesichts der Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen für das laufenden Jahr mit einem Umsatzplus. Ohne weitere Lockdowns und bei niedrigen Infektionszahlen sei für die Branche ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent zu erwarten, teilte der Branchenverband HDE am Mittwoch mit.

Doch bietet der Einzelhandel mit seinen rund drei Millionen Beschäftigten ein gemischtes Bild - denn rasant wächst in der Pandemie nur der Online-Handel von Amazon bis Zalando. Für dieses Segment hob der Verband seine Wachstumserwartungen an. Der Handel über das Internet werde 2021 ein Umsatzplus von fast 20 Prozent erreichen, bislang hatte der HDE 17 Prozent erwartet. Auch die Lebensmittelhändler dürfen mit mehr Erlösen rechnen. Abseits dieser Branche sehe es indes meist düster aus - extrem gelitten unter den Geschäftsschließungen zur Eindämmung der Pandemie haben vor allem Modeläden in den Innenstädten.

"Die positive Entwicklung in den letzten Wochen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erste Halbjahr insbesondere für den Innenstadthandel verloren ist", bilanzierte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Umsätze mit Bekleidung in den Stadtzentren dürften nach Berechnungen des Verbands um rund ein Drittel geschrumpft sein. Etwas weniger schlecht sei es in Branchen gelaufen, die im Bereich Freizeit, Heim und Garten tätig sind. Zu den Gewinnern zählten auf der anderen Seite etwa neben den Online- auch Fahrradhändler.

Mit dem weitgehenden Wegfall vieler Corona-Schutzmaßnahmen schöpft die Branche aber wieder Hoffnung. Für die kommenden Monate erwartet einer HDE-Umfrage zufolge eine Mehrheit aller Händler eine Fortsetzung des Erholungsprozesses. So rechneten 44 Prozent mit einer Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die Ergebnisse amerikanischer Unternehmen übertrumpfen die Marktstimmung deutlich, doch Sorgen über KI-Kosten trüben die Aussichten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI im Unternehmen: Warum ChatGPT allein noch keine Prozesse automatisiert
25.10.2026

ChatGPT schreibt Texte, fasst Informationen zusammen und spart Mitarbeitern Zeit. Doch wer KI wirklich zur Prozessautomatisierung nutzen...