Politik

Die Balkanisierung der USA hat längst begonnen

Die Washington Post hat einen Cartoon veröffentlicht, der zeigen soll, wie gespalten die US-Gesellschaft ist. Offenbar ist die Balkanisierung der USA in vollem Gange.
24.07.2021 21:05
Aktualisiert: 24.07.2021 21:05
Lesezeit: 1 min
Die Balkanisierung der USA hat längst begonnen
Ein Cartoon, der die psychologische Situation in den USA widergibt. (Screenshot)

Am vergangenen Sonntag erschien in der Printausgabe der „Washington Post“ ein Cartoon, der auf die aktuelle Situation in den USA hinweist. Offenbar ist die Gesellschaft derart gespalten, dass die Post bereits warnend einen Bezug zum ehemaligen Jugoslawien herstellt. Die Post veröffentlichte die farblose Karte, während die gefärbte Karte auch auf „Crooks and Liars“ zu finden ist.

Der US-Geopolitiker George Friedman hatte bereits im November 2020 gesagt, dass die US-Gesellschaft tief gespalten sei (HIER). Im vergangenen Monat sagte Joe Biden laut „Fox News“: „Der dritte Grund, warum ich [für das Präsidentenamt] kandidierte, war, das Land zu vereinen. Nun, Leute, unser Land war noch nie so gespalten wie heute, noch nie so gespalten wie heute seit dem Bürgerkrieg.“

Das US-Militär hatte vom 15. Juli bis zum 15. September 2015 ein großangelegtes Wargame in diversen US-Bundesstaaten durchgeführt. Bei dem Wargame „Jade Helm 15“ wurden verschiedene Bundesstaaten als „feindlich“, „großzügig“, „unsicher mit Tendenz zur Feindschaft“ und „unsicher mit Tendenz zur Freundschaft“ eingestuft. Das geht aus einem Dokument des U.S. Army Special Operations Command hervor, das den Deutschen Wirtschaftsnachrichten vorliegt.

Der Staat Texas war in dem Wargame der Hauptfeind, den es zu erobern galt. Zum Einsatz kamen insgesamt 1.200 US-Soldaten. Diese setzten sich aus den Green Berets, den US Navy SEALS, dem US Airforce Special Operations Command, dem USMC Marine Special Operations Command, den USMC Marine Expeditionary Units, der 82. Fallschirmjäger-Divison und diversen Kooperations-Partnern aus Kreisen der Sicherheitsbehörden zusammen.

Die Einsatzgebiete in Texas waren: Bastrop/Smithville, Big Springs, Caddo Lake, Caldwell, Christoval, College Station, Dell City, Eldorado, Goliad, Junction, Leakey, Menard, Mountain Home, San Angelo, San Antonio und Victoria. Unklar bleibt, ob es sich bei „Jade Helm 15“ um ein Manöver mit reinem Fokus auf das Inland oder auch auf das Ausland handelte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Europäische Banken und Stromnetze sind interessant, zehn Prozent des Portfolios in Gold
20.09.2026

Der Glaube an künftige Gewinne besiegt offenbar noch die Angst vor teurerem Geld.

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD in Hochrechnungen knapp vor SPD
20.09.2026

Zwei Landtagswahlen, ein bitterer Abend für die CDU: In Mecklenburg-Vorpommern droht der historische Verlust des Parlamentseinzugs, in...

DWN
Finanzen
Finanzen Investmentchancen: Korea, Luxus, Wasser – wo jetzt Rendite lockt
20.09.2026

Die Börsen stehen nahe ihren Rekorden, doch einige Anleger suchen ihre Chancen ausgerechnet dort, wo es zuletzt besonders wehgetan hat....

DWN
Panorama
Panorama KI-Kunst: Kreative Revolution oder seelenlose Kopie?
20.09.2026

Zurzeit gibt es viel Kritik an KI-generierter Kunst. Die Argumente klingen vertraut: „seelenlos“, „bloße Reproduktion des...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeiten im Alter: Was Senioren wirklich im Job hält
20.09.2026

Ältere Beschäftigte werden auf dem Arbeitsmarkt plötzlich dringend gebraucht. Doch wer Senioren länger im Job halten will, kommt mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arktis-Korridor: Wird Russlands Nordroute zur Gefahr für europäische Häfen?
20.09.2026

Der Chef von Rosatom sagt: Russland müsste etwa 100 Milliarden Euro investieren, wenn es die Arktisroute in einen echten Logistikkorridor...

DWN
Politik
Politik Merz unter Druck: Öffnet sich für Söder das Kanzleramt?
20.09.2026

Markus Söder hat Kanzlerambitionen mehrfach ausgeschlossen. Doch nach dem CDU-Debakel in Sachsen-Anhalt und wachsendem Druck auf Friedrich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preiskrieg in der Autoindustrie: Warum Rabatte die Zukunft gefährden
20.09.2026

Europas Autobauer liefern sich einen Preiskampf ausgerechnet in einer Phase, in der sie Milliarden für ihre technologische Zukunft...