Finanzen

Deutsches Leitbarometer flattert am letzten Handelstag der Woche - Gesundheitsaktien setzen die Anleger unter Druck

Die Märkte haben heute Morgen schwach eröffnet. Nachmittags warten die Börsianer auf US-Konjunkturdaten.
30.07.2021 11:17
Aktualisiert: 30.07.2021 11:17
Lesezeit: 1 min
Deutsches Leitbarometer flattert am letzten Handelstag der Woche - Gesundheitsaktien setzen die Anleger unter Druck
Die Anleger ignorieren positive Makrodaten aus der Eurozone. (Foto: dpa)

Der deutsche Leitindex hat bis 11 Uhr 0,8 Prozent auf 15.522 Punkte verloren.

Eigentlich gab es frohe Botschaften aus der Eurozone: Denn die Wirtschaft hat im Frühjahr wieder Fahrt aufgenommen und den Weg aus der Rezession geschafft. Im zweiten Quartal sei die Wirtschaftsleitung um zwei Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat mit. Analysten hatten für die Monate April bis Juni im Schnitt einen deutlich schwächeren Anstieg um 1,5 Prozent erwartet.

Eine Belastung für den Markt waren der Krankenhausbetreiber Fresenius und seine Dialyse-Tochter FMC, die 3,4 Prozent auf 44,57 Euro beziehungsweise 5,7 Prozent auf 65,70 Euro einbüßten. Ganz so klar sind die Rückgänge nicht, weil zumindest die Bilanz von Fresnius profunde Zuwächse ausgewiesen hat. Das Unternehmen hat sich im zweiten Quartal unerwartet stark von der Pandemie erholt. Deswegen hob das Management sogar die Jahresprognose an. Allerdings wies das Zahlenwerk von FMC spürbare Umsatzeinbußen und Ergebnisrückgänge auf.

Nachmittags prasseln wieder US-Konjunkturdaten auf die Anleger nieder. Dazu gehören aktuelle Statistiken über die persönlichen Konsumausgaben aus dem Juni. Die Ökonomen rechnen mit einem Wachstum von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus veröffentlichen die Verantwortlichen Daten über das persönliche Einkommen und die Privatausgaben. Zusätzlich werden der Chicago-Einkaufsmanager-Index und ein Barometer über das Verbrauchervertrauen publiziert.

Der Dax hat gestern 0,5 Prozent auf 15.640 Punkte gewonnen. Die Top-Aktie war Daimler, die mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 76,15 Euro aus dem Rennen ging, gefolgt von Infineon, das den Tag mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent auf 32,73 Euro beendete.

In der Tabelle der Verlierer war MTU die Nummer eins. Der Triebwerke-Hersteller büßte 1,1 Prozent auf 212 Euro ein. Die Nummer zwei war SAP mit einem Minus von einem Prozent auf 120,02 Euro. Linde folgte mit demselben Verlust von einem Prozent – allerdings auf 249,35 Euro.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Innovationsranking: China überholt Deutschland und stellt Europas Modell infrage
26.03.2026

China zieht an Deutschland vorbei und rückt im Innovationsranking an die USA heran. Dahinter steckt kein Zufall, sondern eine strategisch...

DWN
Finanzen
Finanzen MSCI World ETF-Vergleich: Die besten ETF Fonds auf den MSCI World-Index im Test
26.03.2026

Mit einem MSCI World-ETF investieren Anleger in die weltweit wichtigsten Unternehmen der Industriestaaten. Wer vor 10 Jahren MSCI...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bundestag beschließt Spritpaket: Kommt bald ein weiteres?
26.03.2026

Die Spritpreise steigen weiter, und Autofahrer spüren die Last direkt an der Zapfsäule. Die Koalition reagiert mit einem Spritpreispaket...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Russland startet neue Offensive – und erleidet massive Verluste
26.03.2026

Russland hat eine neue Offensive in der Ukraine gestartet. Doch die Verluste sind enorm. Gleichzeitig nutzt Kiew eine kritische Schwäche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deutz-Aktie startet durch: Umsatz und Gewinn steigen kräftig
26.03.2026

Die Deutz-Aktie profitiert von Kostensenkungen und Rüstungsaufträgen. Vorstandschef Schulte will den Umsatz bis 2030 verdoppeln.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Meta-Suchtprozess: US-Geschworene verurteilen Meta und YouTube
26.03.2026

Eine junge Frau erzwingt Millionenentschädigungen von Meta und YouTube. Das Urteil signalisiert, dass Suchtmechanismen auf...

DWN
Politik
Politik Deutsche im Iran: Pistorius bereit für Bundeswehreinsatz bei Waffenruhe
26.03.2026

Der Iran-Krieg alarmiert die Bundesregierung, weil die wirtschaftlichen Folgen weltweit spürbar werden. Verteidigungsminister Pistorius...

DWN
Politik
Politik USA verschärfen Ton gegenüber Teheran: Diplomatie unter maximalem Druck
26.03.2026

Washington droht dem Iran mit einer massiven Ausweitung der Militärschläge, falls die Führung in Teheran nicht einlenkt....