Politik

Russland und Belarus halten im September gemeinsames Manöver ab

Russland und sein Nachbarland Belarus halten im kommenden Monat ein großangelegtes Militärmanöver über ihre Grenze hinweg ab.
05.08.2021 13:26
Lesezeit: 1 min

Russland und sein Nachbarland Belarus halten im kommenden Monat ein großangelegtes Militärmanöver über ihre Grenze hinweg ab, meldet Reuters. An der Übung in beiden Ländern nähmen Tausende Soldaten teil, kündigte das belarussische Verteidigungsministerium am Donnerstag an. Darunter seien auch kasachische Soldaten. Im Einsatz sollten Panzer, Artillerie und Flugzeuge sein. Geübt werden solle ein Szenario, nach dem internationale Spannungen bis zu einem Niveau eskalierten, das die Situation in der Region destabilisiere und Aggressionen gegen die Russisch-Belarussische Union provoziere. Dieser vor über zwanzig Jahren gegründete Staatenbund, der eine Gemeinschaft in Verteidigung, Wirtschaft und Politik anstrebt, ist bis heute praktisch kaum verwirklicht.

Die Ukraine, die im Norden sowohl an Belarus als auch an Russland grenzt, hatte bereits im April die Pläne für das Manöver als eine Bedrohung für ihre eigene Sicherheit und die Nato bezeichnet. Das belarussische Verteidigungsministerium wies dies zurück, die geplanten Übungen stellten keine Bedrohung dar, weder für die europäische Gemeinschaft als Ganzes noch für Nachbarländer.

Das russische Militär demonstriert derzeit auch in der Grenzregion zu Afghanistan seine Stärke. Vor wenigen Tagen hielt es eine gemeinsame Übung mit Usbekistan ab, von diesem Donnerstag an folgt ein trilaterales Manöver mit Tadschikistan und Usbekistan. Die früheren Sowjetrepubliken Tadschikistan und Usbekistan grenzen im Süden an Afghanistan. Dort treiben die radikal-islamischen Taliban seit Wochen ihre Offensive gegen die vom Westen unterstützte Regierung in Kabul voran.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Minijob 2026: Rückkehr in die Rentenversicherung möglich – was zu beachten ist
24.06.2026

Wer sich als Minijobber von der Versicherungspflicht befreien ließ und bislang keinen Eigenanteil für die Rentenversicherung zahlt, kann...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Tech-Ausverkauf setzt sich fort, während der Ölpreis nachgibt
24.06.2026

Spannung an der Wall Street: Welche Sektoren jetzt unter Druck geraten und wo sich neue Chancen auftun.

DWN
Politik
Politik Gipfeltreffen E5: Europäer sichern Ukraine anhaltende Unterstützung zu
24.06.2026

Die Europäer wollten in Ankara ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Ukraine setzen, sagte Kanzler Merz. Die Bundesregierung...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie crasht: Wie tief kann es noch gehen?
24.06.2026

Milliarden-Schock für Rheinmetall: Berlin stoppt das größte deutsche Kriegsschiff-Projekt seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Aktie stürzt...

DWN
Politik
Politik Bertelsmann Stiftung warnt: Abkehr von Energiewende gefährdet Jobs
24.06.2026

Eine Untersuchung sieht einen Beschäftigungsrekord bei erneuerbaren Energien. Eine energiepolitische Kursänderung der Bundesregierung...

DWN
Politik
Politik Aus für milliardenteures Rüstungsprojekt: Pistorius zieht den Stecker für Fregatte F126
24.06.2026

Erst der Flop beim deutsch-französischen Luftkampfsystem FCAS, nun das Ende für das Fregattenprojekt F126. Binnen weniger Wochen platzen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie im Krisenmodus trotz radikalem Jobabbau
24.06.2026

Volkswagen will sparen, kürzen und umbauen, doch der Druck auf den Konzern bleibt enorm. Zehntausende Stellen fallen weg, Werke verlieren...

DWN
Politik
Politik Bundestag: Ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat Nebeneinkünfte
24.06.2026

Mehr als ein Drittel der Bundestagsabgeordneten hat in der laufenden Legislaturperiode meldepflichtige Nebeneinkünfte bezogen - neben...