Finanzen

Niederländische Großbank ING vervierfacht Ergebnis

Die niederländische Großbank ING hat im zweiten Quartal von gesunkenen Belastungen durch faule Kredite und höheren Gebühreneinnahmen profitiert.
06.08.2021 10:24
Aktualisiert: 06.08.2021 10:24
Lesezeit: 1 min

Die niederländische Großbank ING hat im zweiten Quartal von gesunkenen Belastungen durch faule Kredite und höheren Gebühreneinnahmen profitiert. Der Vorsteuergewinn vervierfachte sich nahezu auf 2,07 Milliarden Euro von 532 Millionen, wie die ING mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte der größte niederländische Finanzkonzern wegen befürchteter Kreditausfälle in der Corona-Pandemie fast 1,4 Milliarden Euro an Risikovorsorge gebildet. Nun konnte sie 91 Millionen Euro auflösen. Zudem wuchsen die Provisionseinnahmen des Konzerns um 18 Prozent auf 855 Millionen Euro - hauptsächlich dank Kontogebühren und Gebühren für Wertpapiergeschäfte von Privatkunden.

Auch der Deutschland-Tochter verhalfen die gesunkenen Belastungen durch faule Kredite zu einem Gewinnsprung. Die ING Deutschland steigerte den Gewinn vor Steuern auf 249 (Vorjahr: 150) Millionen Euro, wie aus dem Zahlenwerk des Mutterkonzerns hervorgeht. Doch die erfolgsverwöhnte Direktbank kann sich den Belastungen durch niedrige Zinsen nicht mehr entziehen: Der Zinsüberschuss schrumpfte um fast neun Prozent auf 488 Millionen Euro. Die Provisionseinnahmen sanken um fünf Prozent auf 112 Millionen. Die milliardenschwere Pleite der Bremer Greensill Bank belastete auch die ING. Der Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken muss nun wieder aufgefüllt werden und auch die ING Deutschland muss ihren Beitrag dazu leisten. Dafür verbuchte sie im zweiten Quartal 30 Millionen Euro.

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