Finanzen

Dax: Deutsche Börse startet ohne Emotionen in den neuen Handelstag

Ein paar Makros aus China und Deutschland, die für nur wenig Bewegung sorgen: Solch ein Bild bietet heute Morgen die Börse.
31.08.2021 11:12
Lesezeit: 2 min
Dax: Deutsche Börse startet ohne Emotionen in den neuen Handelstag
Die Märkte spekulieren derzeit, ob die Deutsche Post vor neuen Rekorden steht. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat bis um 11 Uhr 0,5 Prozent auf 15.970 Punkte gewonnen.

Die Börsen stützen sich auf die Rekorde, die am Vortag die Wall Street verzeichnet hatte. So hatten sowohl der Index S&P 500 als auch das Technologie-Segment Nasdaq neue Höchststände erreicht.

Aus China kamen heute Nacht Makrodaten, die den Anlegern nur wenig Impulse gaben – und das, obwohl sie schlechter als erwartet ausgefallen waren: So sind die PMI-Indizes für die Produktion und die Bereiche, die keine Produktion sind, im August auf Niveaus von 50,1 beziehungsweise 47,5 gefallen. Sie haben damit die Erwartungen nicht getroffen, die von höheren Werten ausgegangen waren.

Darüber hinaus veröffentlichte die Bundesarbeitsagentur (BA) Statistiken zum Arbeitsmarkt für den achten Monat. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Juli bei 5,6 Prozent, 0,8 Prozentpunkte niedriger als im August 2020. „Der Arbeitsmarkt hat sich weiter erholt. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weiter kräftig gesunken, obwohl noch Sommerpause ist. Das Beschäftigungswachstum gewinnt an Schwung.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BA, Detlef Scheele.

Diejenige Aktie, die am zweiten Handelstag am meisten von sich reden machte, war die Deutsche Post, die 2,4 Prozent auf 61 Euro zulegte. Die Fachpresse spekuliert derzeit, ob der Dienstleister vor neuen Rekorden steht.

US-Einzelhandel immer besser

Nachmittags warten die Anleger wieder auf einige gesamtwirtschaftliche Zahlen – beispielsweise auf die Umsätze der größten US-Einzelhändler, die vom Redbook-Index abgebildet werden. Es geht um die Woche vom 23. bis 28. August. In der Vorwoche hatte es ein Wachstum von 16,6 Prozent gegeben. Bei den beiden letzten Messungen davor hatten die Ökonomen ein Plus von 15 und 16,2 Prozent verzeichnet, so dass der August durchgängig von Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich gekennzeichnet war. Der Einzelhandel, ein wichtiger Motor der Gesamtwirtschaft, entwickelt sich also positiv und könnte wohl auch künftig für weitere Bewegungen nach oben sorgen.

Darüber hinaus veröffentlichen am Nachmittag die Verantwortlichen den US-Immobilien-Preisindex für den Juni. Die Experten rechnen mit einem Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent. Im Vormonat hatte es bereits ein Plus von 18 Prozent gegeben. Zusätzlich erfahren die Anleger, wie sich das Verbraucher-Vertrauen im August entwickelt hat. Der Chicago-PMI-Index wird wohl bei 69 Punkten gelegen haben, glauben die Experten. Im Vormonat hatte der Wert 73,4 aufgewiesen.

Covestro topt am Montag alle

In Deutschland hat sich die Börse gestern bereits so ähnlich wie heute Morgen entwickelt. So hat der Dax 0,2 Prozent auf 15.887 Punkte erreicht. Diejenige Aktie, die am meisten zulegte, war Covestro, die den Tag mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 56,68 Euro beendete. Danach folgten Siemens Energy (plus 1,8 Prozent auf 24,72 Euro) und Merck (plus 1,3 Prozent auf 202,20 Euro).

Darüber hinaus gab es Verlierer: Auf dem ersten Platz dieser Tabelle lag Delivery Hero (minus 1,4 Prozent auf 118,30 Euro), gefolgt von der Münchener Rückversicherung (minus 1,3 Prozent auf 248,65 Euro) und FMC (minus ein Prozent auf 65,50 Euro).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Glücksspielregulierung 2026: Wie OASIS und LUGAS den Wirtschaftsstandort prägen

Wer die Entwicklung des deutschen Glücksspielmarktes über die vergangenen zwei Jahrzehnte verfolgt, erkennt eine Branche im radikalen...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Nato 3.0: Weniger USA, mehr Europa
18.06.2026

Die USA ziehen sich militärisch weiter aus Europa zurück und erhöhen den Druck auf ihre Verbündeten. Vor dem Nato-Gipfel wachsen die...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditklemme 2026: Wird Finanzierung zum Problem?
18.06.2026

Nicht der abgelehnte Kredit ist das größte Risiko für Deutschlands Mittelstand – sondern der Antrag, der gar nicht mehr gestellt wird....

DWN
Politik
Politik Ukraine greift Putin an: Drohnen schlagen tief in Moskau ein
18.06.2026

Mitten während eines internationalen Gipfels trifft die Ukraine eine der wichtigsten Ölraffinerien Moskaus und setzt damit ein deutliches...

DWN
Politik
Politik Pistorius zu Hormus-Mission: "Wir sind jedenfalls ready"
18.06.2026

Zwei Schiffe der Deutschen Marine haben den Suezkanal passiert. Im Roten Meer sollen sie sich bereithalten, um bei Bedarf schnell in der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Evonik-Aktie: Chemiekonzern streicht weitere 3.200 Jobs und schließt Werk
18.06.2026

Evonik verschärft seinen Sparkurs und streicht bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen. Gleichzeitig zieht das Unternehmen die Reißleine bei...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kann Slowenien Strom-Sharing?
18.06.2026

Die slowenische Firma SunContract hat einen neuen Marktplatz für Strom-Sharing eröffnet: Das Unternehmen übernimmt die mit dem...

DWN
Politik
Politik Ärger um Entgelttransparenz: Deutschland setzt EU-Richtlinie nicht um
18.06.2026

Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz, die die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verkleinern soll, gilt bereits. Doch Deutschland...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW verschärft Sparkurs: 28.000 Jobaustritte bereits vereinbart
18.06.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und treibt den Stellenabbau trotz erster Erfolge weiter voran. Konzernchef Oliver Blume sieht das...