Panorama

Fünf Tote bei Anschlag mit Pfeil und Bogen in Norwegen

Der mutmaßliche Täter des tödlichen Pfeil-und-Bogen-Angriffs in Norwegen ist nach Polizeiangaben ein zum Islam konvertierter Däne. Die Behörden sprechen von einem Terrorakt.
14.10.2021 16:58
Lesezeit: 1 min

Nach dem für fünf Menschen tödlichen Anschlag mit Pfeil und Bogen im norwegischen Kongsberg etwa 70 Kilometer südwestlich von Oslo gehen die Ermittler von einem Terrorakt aus. Diesen Eindruck erwecke das Geschehen in der südwestlich von Oslo gelegenen Kleinstadt, teilte der norwegische Inlandsgeheimdienst PST am Donnerstag mit.

Bei dem mutmaßlichen Täter, einem 37-jährigen zum Islam konvertierten Dänen, hatte es nach Polizeiangaben Anzeichen für eine Radikalisierung gegeben. Der Mann sei offenbar alleine vorgegangen. Der in Kongsberg lebende Mann hatte am Mittwoch in der Stadt mit etwa 28.000 Einwohnern mit Pfeil und Bogen sowie anderen Waffen fünf Menschen getötet und drei weitere verletzt.

Der Angriff soll sich über ein größeres Gebiet erstreckt haben. Es sei wahrscheinlich, dass die Menschen erst getötet worden seien, nachdem Polizeieinheiten den mutmaßlichen Täter erstmals gesichtet hätten, sagte der regionale Polizeichef Ole Bredrup Saeverud. Demnach gingen bei der Polizei am frühen Abend erste Berichte über einen Mann mit Pfeil und Bogen ein. Er sei nach einer 35-minütigen Verfolgungsjagd festgenommen worden.

Die Polizei hatte laut Saeverud zu einem früheren Zeitpunkt mit dem mutmaßlichen Täter Kontakt wegen Vorfällen in Verbindung mit einer Radikalisierung. 2021 sei er bei der Polizei nicht aktenkundig geworden, aber davor. Der Mann werde auch psychiatrisch untersucht. Die dänische Zeitung "Ekstra Bladet" zitierte einen nicht genannten Angehörigen des mutmaßlichen Täters mit den Worten, dieser sei psychisch krank.

Bei der Attacke handelt es sich um den schwersten Anschlag in Norwegen seit zehn Jahren: Der Rechtsextreme Anders Behring Breivik hatte 2011 77 Menschen getötet, die meisten davon junge Leute in einem Jugendcamp auf der Insel Utoya.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs aktuell: ETF-Abflüsse bremsen die Erholung
02.11.2026

Der Bitcoin-Kurs zeigt sich zum Start in die neue Börsenwoche kaum bewegt. Nach einem schwachen Ausklang der vergangenen Handelswoche...

DWN
Politik
Politik Private Krankversicherung: PKV-Beiträge 2027 steigen für mehr als die Hälfte der Privatversicherten
02.11.2026

Zum Jahreswechsel 2026/2027 drohen vielen Privatversicherten deutliche Mehrkosten. Der PKV-Verband erwartet für rund 53 Prozent der...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkauf: Für viele junge Deutsche nur mit Hilfe der Familie finanzierbar
02.11.2026

Der Kauf des eigenen Hauses oder einer Wohnung ist vor allem in den Ballungsräumen nach wie vor sehr teuer. Wer keine finanzstarke Familie...

DWN
Politik
Politik Russland-Expertin: Die Wirtschaft wird Putin nicht stoppen
02.11.2026

Die russische Wirtschaft ist ein Instrument für die politische Richtung des Kremls, kein Kompass. Der Kurs bleibt auch unter...

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...

DWN
Politik
Politik Bahn, Kredite, Weihnachtsmarkt – was sich im November ändert
01.11.2026

Für Familien wird eine ICE-Fahrt mit der Bahn zum Pauschalpreis dauerhaft angeboten. Was sich im neuen Monat außerdem bei kleinen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Halten Sie in Europa Ausschau nach Finanz-, Infrastruktur- und Industrietiteln
01.11.2026

Der Gewinner der letzten Monate ist nicht die Technologiebranche, sondern das Gesundheitswesen. US-Gesundheitsaktien haben den S&P 500 in...

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt juckt es mich beim Anthropics-IPO in den Fingern
01.11.2026

Als ich vor einem Monat darüber schrieb, warum ich derzeit nicht in Anthropic investieren möchte, waren meine wichtigsten Argumente der...