Politik

Spionage-Vorwurf: Türkische Behörden nehmen vier Russen fest

In der Türkei wurden vier Russen festgenommen. Ihnen wird politische und militärische Spionage und die Vorbereitung von bewaffneten Aktionen vorgeworfen.
21.10.2021 19:33
Aktualisiert: 21.10.2021 19:33
Lesezeit: 1 min
Spionage-Vorwurf: Türkische Behörden nehmen vier Russen fest
Wladimir Putin (l), Präsident von Russland, und Recep Tayyip Erdogan (r), Präsident der Türkei. (Foto: dpa) Foto: Lefteris Pitarakis

Sechs Verdächtige, darunter vier Russen, wurden wegen einer angeblichen Verschwörung gegen tschetschenische Dissidenten in der Türkei inhaftiert, berichtet der englischsprachige Dienst der Nachrichtenagentur „AP“.

Die Verdächtigen seien wegen „politischer und militärischer Spionage“ festgenommen worden, teilte der türkische Sender „TRT News“ mit. Sie hätten „bewaffnete Aktionen und Spionage“ gegen tschetschenische Oppositionelle vorbereitet, hieß es weiter. Zu den Verdächtigen gehören auch ein Ukrainer und ein Usbeke.

Der Bericht besagt, dass sie am 8. Oktober 2021 in einer von der Staatsanwaltschaft in Istanbul geleiteten Untersuchung zunächst in der Mittelmeerprovinz Antalya festgenommen worden waren. Sie werden im Istanbuler Gefängnis Maltepe festgehalten.

Die Anklage wegen Spionage sieht eine Freiheitsstrafe von 15 bis 20 Jahren vor. Viele Dissidenten aus dem gesamten Nahen Osten und Zentralasien haben sich in der Türkei niedergelassen und werden gelegentlich ins Visier genommen. Der saudische Journalist Jamal Khashoggi wurde im Oktober 2018 in Istanbul bei einem Mord getötet, der nach Angaben westlicher Geheimdienste von der Regierung in Riad inszeniert wurde.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Inflation und Konsumzurückhaltung: Wie Deal-Plattformen die Kaufkraft der Verbraucher stärken

Angesichts einer persistenten Inflation und steigender Lebenshaltungskosten sehen sich private Haushalte in Deutschland einem erheblichen...

DWN
Panorama
Panorama Arag-Analyse: Konflikte bei Arbeit und Wohnen nehmen zu
16.04.2026

Steigende Kosten treiben immer mehr Menschen vor Gericht – selbst bei kleinen Beträgen. Eine neue Analyse zeigt, wie stark Konflikte um...

DWN
Technologie
Technologie AEO: Wie KI-Suchmaschinen Google den Rang ablaufen
16.04.2026

Die klassische Google-Suche verliert an Macht, während KI-Systeme Antworten direkt liefern. Unternehmen kämpfen nicht mehr um Rankings,...

DWN
Finanzen
Finanzen Iran-Krieg verschärft Risiken: Investoren senken Wachstumserwartungen
16.04.2026

Die Erwartungen globaler Investoren an das Wirtschaftswachstum geraten unter Druck, während Inflation und geopolitische Risiken wieder...

DWN
Technologie
Technologie Experte warnt: Mittelstand unterschätzt Datensouveränität
16.04.2026

Für den Mittelstand wirkt Datensouveränität oft wie ein Randthema. Tatsächlich entscheidet sie über Kontrolle und Unabhängigkeit. Wer...

DWN
Panorama
Panorama Lufthansa-Streik: Diese Rechte haben Passagiere bei einem Pilotenstreik
16.04.2026

Der Lufthansa-Streik bringt den Flugverkehr in Deutschland ins Wanken und sorgt bei Tausenden Reisenden für Unsicherheit. Flugausfälle,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft 1.000 Euro steuerfrei: Wer kriegt sie?
16.04.2026

Die geplante 1.000-Euro-Prämie sorgt für neuen Streit zwischen Politik, Wirtschaft und Union. Während Arbeitgeber vor Überlastung...

DWN
Technologie
Technologie Atomausstieg: Spahns will Debatte über Rückkehr zur Kernenergie
16.04.2026

Unionsfraktionschef Jens Spahn greift die Sehnsucht in CDU und CSU nach einer Rückkehr zur Atomkraft auf und bringt die Reaktivierung...

DWN
Technologie
Technologie Anthropic hält neues KI-Modell zurück: Warum die Öffentlichkeit außen vor bleibt
16.04.2026

Anthropic hält ein besonders leistungsfähiges KI-Modell bewusst zurück und stellt es nur ausgewählten Unternehmen zur Verfügung, da...