Wirtschaft

Toyota produzierte im Oktober rund ein Viertel weniger

Toyota hat im Oktober wegen des Chipmangels und anderer fehlender Komponenten deutlich weniger produziert. Dennoch konnte Toyota seine Gewinnziele anheben.
29.11.2021 12:14
Lesezeit: 1 min
Toyota produzierte im Oktober rund ein Viertel weniger
Toyota Tacoma Pickup. (Foto: dpa) Foto: David Zalubowski

Der japanische Autobauer Toyota hat im Oktober wegen des Chipmangels und anderer fehlender Komponenten gut ein Viertel weniger produziert. Insgesamt seien gut 627 000 Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus von den Bändern gerollt, teilte der weltweit größte Pkw-Hersteller am Montag in Nagoya mit. An der Tokioter Börse verlor die Aktie des Volkswagen-Konkurrenten rund 3 Prozent und damit deutlich mehr als der Nikkei 225.

Wegen der lokalen Corona-Ausbrüche in Südostasien und anhaltender Lieferkettenprobleme ist es den japanischen Herstellern bislang nicht geglückt, ihre Fertigung wieder auf das übliche Niveau hochzufahren. Auch die heimischen Wettbewerber Honda und Nissan hatten für Oktober ähnlich hohe Produktionsrückgänge vermeldet.

Gleichzeitig boomt jedoch die Nachfrage, sodass Toyota erst kürzlich dank steigender Preise seine Gewinnziele für das Jahr anheben konnte. Der Absatz des Herstellers lag im Oktober zwar um ein Fünftel unter dem Vorjahresniveau - es wurden jedoch mit knapp 678 000 gut 50 000 Fahrzeuge mehr verkauft, als im selben Monat produziert worden waren.

Inklusive der zum Konzern gehörenden Marken Daihatsu und Hino ging der Absatz im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um rund 21 Prozent auf 736 000 Fahrzeuge zurück. Zum Vergleich: Beim deutschen Konzern Volkswagen brach die Zahl der verkauften Fahrzeuge um gut ein Drittel auf 600 900 Stück ein.

Das Toyota-Management gibt sich überzeugt, die Produktion bald wieder auf das übliche Niveau hochfahren zu können. Dennoch hatten die Japaner auch für den November ihre ursprünglichen Pläne eindampfen müssen und statt der ursprünglich anvisierten Produktion von rund einer Million Fahrzeugen zuletzt nur noch rund 850 000 bis 900 000 Fahrzeuge in Aussicht gestellt. Beobachter rechnen inzwischen damit, dass die Produktion erst im Januar wieder Fahrt aufnehmen sollte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Datenschutz in Casino-Apps und was deutsche Nutzer wirklich erwarten

Spieler schreiben an ihr Online-Casino und verlangen Auskunft darüber, welche Daten über sie gespeichert wurden. Das Casino antwortet...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mehr Geld für den Aufsichtsrat: Deutsche Bank verteidigt Gehaltserhöhungen
28.05.2026

Bei der ersten Präsenz-Hauptversammlung seit 2019 sieht sich die Deutsche Bank mit Protesten und scharfer Kritik von Aktionärsvertretern...

DWN
Politik
Politik EU stoppt Debatte um Russland-Gesandten – Frieden bleibt vorerst außer Reichweite
28.05.2026

Die Europäische Union will vorerst keinen Sondergesandten für mögliche Gespräche mit Russland benennen. Bei einem informellen Treffen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU verhängt 200-Millionen-Strafe gegen Onlinehändler Temu
28.05.2026

Temu lockt Millionen Kunden mit Billigpreisen - nun greift die EU hart durch. Brüssel wirft der China-Plattform schwere Verstöße gegen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreise als Standortkiller: Droht Europa die Deindustrialisierung?
28.05.2026

Die Energiekrise spitzt sich weiter zu – angetrieben durch den Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus, die einen erheblichen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Reallöhne: Etwas mehr Kaufkraft trotz Krisenangst
28.05.2026

Die Inflation verliert an Schrecken, Millionen Beschäftigte haben wieder mehr Geld im Portemonnaie. Kriege und Krisen könnten den...

DWN
Politik
Politik Drohnenkrieg: "Plötzlich fühlt sich Moskau wie Kiew an!"
28.05.2026

Der Drohnenkrieg erreicht Moskau und trifft Russland an einem politisch heiklen Punkt. Die Ukraine demonstriert, dass selbst die am besten...

DWN
Technologie
Technologie Elektro-Auto-Boom überrascht Deutschland
28.05.2026

Benzinpreise steigen, Förderungen greifen: Immer mehr Deutsche wechseln plötzlich zum E-Auto. Besonders junge Fahrer treiben den...

DWN
Immobilien
Immobilien Neues Heizungsgesetz: Millionen Mietwohnungen in Gefahr
28.05.2026

Das neue Heizungsgesetz sollte Klarheit schaffen – stattdessen wächst die Angst vor steigenden Kosten und weniger Mietwohnungen....