Deutschland

Die CO2-Steuer steigt auf 30 Euro: Heizen wird bald zum Luxus

Im kommenden Jahr wird die CO2-Steuer erneut steigen.
23.12.2021 10:18
Aktualisiert: 23.12.2021 10:18
Lesezeit: 1 min

Im Jahr 2021 kostete eine Tonne CO2 gemäß dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) 25 Euro. Ab dem 1. Januar 2022 wird der CO2-Preis 30 kosten. Bis zum Jahr 2025 soll er auf 55 Euro steigen, berichtet „Ratgeber Immowelt“. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verteuern sich Benzin um 1,5 Cent pro Liter, Heizöl und Diesel um 1,6 Cent pro Liter und Erdgas um 0,1 Cent pro Kilowattstunde. Nicht absehbar ist die Entwicklung der Rohölpreise, die maßgeblich die Tank- und Heizölkosten für Verbraucher bestimmen.

Etwas anders ist die Situation beim Strom. Hier sinkt zwar die EEG-Umlage zum 1. Januar von 6,5 Cent auf 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren. Doch dürfte der positive Effekt auf die Geldbörsen der Verbraucher weitgehend von den beträchtlichen Preissteigerungen an der Strombörse aufgefressen werden. Unter dem Strich rechnet die Verbraucherzentrale NRW für das kommende Jahr aber immerhin mit stabilen Strompreisen.

Angesichts kräftig steigender Energiepreise werden Forderungen nach Entlastungen für die Bürger lauter. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch verlangte von der künftigen Bundesregierung, die geplante nächste Erhöhung der Sondersteuern auf Emissionen des Naturgases Kohlendioxid (CO2) zum Jahresanfang 2022 zu streichen. Über die steigende CO2-Steuer will der Bund den Ausstoß von Kohlendioxid senken.

Im Oktober sind nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes die Kosten für Energie innerhalb eines Jahres kräftig um 18,6 Prozent gestiegen. Der Preisauftrieb beschleunigte sich damit. Im September betrug der Anstieg noch 14,3 Prozent und im August 12,6 Prozent. Steigende Energiepreise heizen die Inflation seit geraumer Zeit an. Zudem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung durch. Seit Januar 2021 gelten wieder reguläre Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teurer.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie: Wie gefährlich ist Nvidias Finanzmaschine?
01.10.2026

Nvidia verdient Milliarden mit dem KI-Boom und steckt immer größere Summen zurück in genau jenes System, das diese Gewinne erzeugt....

DWN
Technologie
Technologie KI-Nutzung: Deutschlands Beschäftigte setzen auf KI – und fürchten um ihre Zukunft
01.10.2026

Deutschland gehört beim Einsatz von KI-Agenten zur weltweiten Spitzengruppe. Die Technologie ist in vielen Büros angekommen und prägt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt senkt Benzinpreise und Dieselpreise zum Start deutlich
01.10.2026

Sinkende Spritpreise bringen Autofahrern zum Auftakt des Tankrabatts Entlastung. Besonders bei Super E10 zeigen sich vielerorts günstigere...

DWN
Finanzen
Finanzen Teure Autos, teure Reparaturen: Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
01.10.2026

Bei teuren Autos kosten auch die Reparaturen mehr. Das spiegelt sich in den Typklassen wider. Am günstigsten sind historische Kleinwagen,...

DWN
Technologie
Technologie Er war Spitzenmanager bei der NATO, jetzt hat er zehn Milliarden Euro für eine entscheidende Aufgabe bekommen
01.10.2026

Europa besitzt nur einen Bruchteil der weltweiten KI-Rechenleistung und liegt bei führenden Modellen weit hinter den USA und China. Nun...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet September uneinheitlich
30.09.2026

Ein turbulenter Monat geht zu Ende – erfahren Sie, welche Dynamiken jetzt die Kurse an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...