Unternehmen

Möbelriese Hammer-Baumärkte im Insolvenzverfahren: Räumungsverkauf beginnt

Nach dem Insolvenzverfahren verschwinden rund die Hälfte aller Hammer-Märkte in Deutschland. Während der Insolvenzverwalter nach einem Käufer sucht, kommt es zu großen Räumungsverkäufen.
18.03.2026 15:38
Lesezeit: 2 min

Hammer-Baumärkte im Insolvenzverfahren: Hälfte der Fachmärkte beginnen Räumungsverkauf

Der Möbelhändler Hammer steckt weiterhin in der Krise. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, konnte nach der zweiten Insolvenz noch kein Käufer gefunden werden. Der Insolvenzverwalter ist weiterhin auf der Suche.

Zuvor hatte der ehemalige Mutterkonzern, die Brüder Schlau Gruppe, im Juni 2025 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt und war anschließend abgewickelt worden. Rund 70 Hammer-Filialen wurden geschlossen, die Großhandelssparte Schlau wurde vollständig aufgegeben. Zahlreiche Beschäftigte verloren dadurch ihren Arbeitsplatz.

Grund für den Insolvenzantrag waren Anlaufverzögerungen in der Warenversorgung nach der Neugründung des Unternehmens im Oktober 2025. Diese seien vor allem durch technische Probleme verursacht worden und hätten zu Umsatzausfällen geführt.

Räumungsverkauf beim Hammer-Markt: Nach Insolvenz Platz für Neues

Die Hammer-Märkte gehören zu den bundesweit rund 230 Fachmärkten der Unternehmensgruppe „Brüder Schlau“, die unter anderem auch den „Schlau“-Großhandel betreiben. Wie das „Westfalen-Blatt“ schreibt, bedeutet die Insolvenz für die Beschäftigten eine ungewisse Zukunft – viele von ihnen bangen weiter um ihre Arbeitsplätze.

Wie das Lokalblatt berichtet, fand sich für insgesamt gut die Hälfte aller Hammer-Filialen kein Interessent für eine Fortführung. Die Konsequenz: Anfang dieser Woche, am 16. März, begann in diesen Häusern der Räumungsverkauf. So sollen die Flächen für andere Konzepte freigeräumt werden.

Räumungsverkauf bei insgesamt 44 von 87 Hammer-Filialen

Die Neue Westfälische berichtet von insgesamt 44 betroffenen Standorten. Welche Standorte es konkret trifft, ist hingegen nicht bekannt. Insgesamt gibt es 87 Hammer-Märkte in Deutschland. Bei gut der Hälfte der Standorte dürfen sich Kunden nun also über Rabatte freuen – ein letztes Mal.

1100 Mitarbeiter bangen um ihre Job

1100 Mitarbeiter bangen jetzt um ihre Jobs. Ihre Löhne und Gehälter sind bis Ende März über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert. Die Insolvenzverwaltung verbreitet Zuversicht – auch dass Kandidaten für eine Übernahme gefunden werden können. „In Abstimmung mit den Vermietern soll dann versucht werden, die Flächen möglichst unter Erhalt der dortigen Arbeitsplätze an diese Interessenten zu überführen.“

Insolvenzverwalter Meyer erklärt laut regionalheute.de: „Auch wenn die vorgefundenen Voraussetzungen ausgesprochen anspruchsvoll sind und ein Durchbruch im M&A-Prozess noch nicht greifbar ist, werden wir weiterhin alle uns möglichen Hebel in Bewegung setzen, um eine Fortführungslösung für das Hammer-Fachmarkt-Konzept zu finden, zumindest aber eine Lösung, die möglichst viele Standorte und damit Arbeitsplätze erhält, sei es auch ganz oder teilweise unter einem anderen Konzept und einer anderen Verantwortung.“

Die Hammer-Fachmärkte waren erst im Herbst von einem Investorenkonsortium übernommen worden. Der Verkauf erfolgte im Rahmen eines sogenannten Asset-Deals, bei dem die Vermögenswerte auf die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH übergingen.

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