Finanzen

Dax: Börsianer schielen auf wichtige US-Konjunkturzahlen

Heute Morgen passiert erstmal nicht viel. Doch könnte sich das nachmittags ändern.
29.12.2021 11:27
Aktualisiert: 29.12.2021 11:27
Lesezeit: 1 min
Dax: Börsianer schielen auf wichtige US-Konjunkturzahlen
Nachmittags gibt es auch Informationen für Anleger russischer Aktien. (Foto: dpa)

Der Dax hat bis 11.30 Uhr 0,3 Prozent auf 15.917 Punkte verloren. Damit blieben die Umsätze dünn – und das Engagement der Investoren war überschaubar. Doch schiebt sich der Leitindex trotzdem immer weiter nach vorne. So hat er in den vergangenen Börsentagen zugelegt. Und im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag der Gewinn sogar bei fast 16 Prozent.

Es gibt nachmittags erneut wichtige Daten aus den USA. Erstens präsentieren die Verantwortlichen die Handelsbilanz im November, die Schätzungen der Ökonomen zufolge ein Minus von 86 Milliarden Dollar ausgewiesen hat. Im Oktober hatte der Verlust bei 83,2 Milliarden Dollar gelegen. Doch das ist noch nicht alles: Zweitens erfahren die Anleger, wie sich die Großhandelsinventare im elften Monat entwickelt haben. Die Erwartungen liegen bei einem Wachstum von 0,9 Prozent. Im Vormonat hatte das Plus bei 2,3 Prozent gelegen. Drittens wissen die Börsianer dann auch, wie die Statistiken über die schwebenden Hausverkäufe ausgefallen sind. Die Ökonomen rechnen damit, dass sie sich im November im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 Prozent verringert haben.

Darüber hinaus werden dann am späten Nachmittag wichtige Informationen für Anleger veröffentlicht, die sich auf russische Aktien konzentrieren. Moskau erklärt, wie sich im November die realen Löhne entwickelt haben. Die russischen Volkswirte gehen davon aus, dass sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent geklettert sind. Ebenso gibt es Informationen über die Einzelhandelsumsätze in diesem Monat. Die Erwartungen liegen bei einem Wachstum von 5,2 Prozent. Ganz wichtig ist auch die erste Schätzung für die Inflationsrate im Dezember. Die Volkswirte rechnen mit einer Steigerung von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zusätzlich sagen die Russen, wie die Stimmung unter den Unternehmern im letzten Monat des Jahres ist. Die Schätzungen liegen bei einem Niveau von minus drei. Bei der letzten Messung hat der Wert bei minus zwei gelegen.

Vielleicht gibt die Veröffentlichung der Daten den Börsen wieder neue Impulse. Gestern hat der Dax 0,8 Prozent auf 15 963,70 Punkte gewonnen. HelloFresh legte 2,1 Prozent zu und war damit der Tagesgewinner, gefolgt von RWE, das 1,8 Prozent an Boden gut machte. Die Nummer drei war die Deutsche Post mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Krypto-Rally an der Wall Street
18.09.2026

Unerwartete Entwicklungen bewegen die US-Märkte und sorgen für Aufsehen unter Anlegern.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Suezkanal: Warum Maersk jetzt die riskante Abkürzung nimmt
18.09.2026

Die Sicherheitslage im Roten Meer verschärft sich, doch ausgerechnet jetzt kehren große Reedereien auf die Route durch den Suezkanal...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Aus einem Hobby wird ein Unternehmen: Sie hatte eine Idee, er musste seinen Job kündigen
18.09.2026

Aurelija Mališauskienė, Gründerin des Unternehmens „Minimali“, begann während ihres Elternurlaubs mit der Herstellung von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkttrend „Boomerang Hiring“ – erst gekündigt, dann zurückgeholt
18.09.2026

Die Wiedereinstellung ehemaliger Arbeitnehmer wird auch in Deutschland zum wachsenden Trend auf dem Arbeitsmarkt: Wie Arbeitgeber mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Benzinpreis aktuell: Warum Tanken trotz billigerem Öl Rekorde bricht
18.09.2026

Rohöl kostet weniger als auf dem Höhepunkt der Energiekrise 2022, der Euro steht stärker zum Dollar. Trotzdem zahlen Autofahrer in...

DWN
Politik
Politik UN-Generalversammlung: Deutschland reist ohne Merz nach New York
18.09.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz sagt seine Reise zur UN-Generalversammlung wegen der innenpolitischen Lage ab. Die Bundesregierung betont...

DWN
Politik
Politik CO2-Speicherung unter der Nordsee: Dänemark startet Regelbetrieb
18.09.2026

Dänemark macht bei der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid den nächsten Schritt. Das Projekt „Greensand“ wechselt vom...

DWN
Politik
Politik Übergewinnsteuer für Ölkonzerne: EU-Kommission bremst Klingbeil
18.09.2026

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil drängt auf eine europäische Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne. Doch aus Brüssel kommt...