Wirtschaft

Entdeckungen neuer Öl- und Gasfelder sinken auf historischen Tiefstand

Im zurückliegenden Jahr wurden ungewöhnlich wenig neue Öl- und Gasfelder entdeckt.
04.01.2022 09:37
Aktualisiert: 04.01.2022 09:37
Lesezeit: 1 min
Entdeckungen neuer Öl- und Gasfelder sinken auf historischen Tiefstand
Eine Ölplattform in der Nordsee, die zum Johan Sverdrup Ölfeld vor Norwegen gehört. (Foto: dpa) Foto: Carina Johansen

Anzahl und Umfang neu entdeckter Öl- und Gasfelder haben im zurückliegenden Jahr den niedrigsten Wert seit 1946 erreicht. Dies geht aus einem Bericht von Rystad Energy hervor, welcher die Daten der sechs großen Erdölgeselschaften ExxonMobil, BP, Total, Shell, Chevron und Eni ausgewertet hat und aus dem der Blog Quartz zitiert. Nur rund 4,7 Milliarden Barrel Öl-Äquivalente (barrels of oil equivalent - boe) seien demnach entdeckt worden.

Zum Vergleich: Im Jahr 2020 beliefen sich die Neuentdeckungen auf etwa 12,5 Milliarden boe, im Jahr 2019 auf rund 16 Milliarden boe, im Jahr 2018 auf etwa 10 Milliarden boe, im Jahr 2017 auf rund 12 Milliarden boe, im Jahr 2016 auf 8 Milliarden boe und im Jahr 2015 auf etwa 20 Milliarden boe.

Bemerkenswert ist, dass die Konzerne schon seit einiger Zeit mehr Rohöl und Erdgas fördern, als sie langfristig durch neue Entdeckungen zu ihren Reserven hinzufügen. So berichtete Rystad Energy im Mai, dass die großen Konzerne im Jahr 2019 etwa 15 Prozent ihrer im Erdboden lagernden Reservekapazitäten verloren haben.

In dem entsprechenden Bericht heißt es: „Die Herausforderungen werden immer schwieriger, weil die Investitionen in die Suche neuer Felder schrumpfen und die Erfolgsraten zurückgehen. Der Rückgang der erwiesenen Reserven könnte für „Big Oil“ zu einem großen Problem werden wenn es darum geht, in den kommenden Jahren stabile Förderraten aufrecht zu erhalten. Dies würde zu einem Rückgang der Einnahmen führen und die Finanzierung der Pläne der Unternehmen zur Energiewende bedrohen.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Kurssturz bei Chip-Aktien setzt sich fort, während das Verbrauchervertrauen sinkt
28.07.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Märkte bewegen und warum Anleger jetzt genau hinsehen müssen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg
28.07.2026

Trotz des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise bleibt die deutsche Wirtschaft stabil. Wie Verbraucher und Industrie dem Gegenwind...

DWN
Finanzen
Finanzen 20.000 Euro für Loyalität: Warum ASML Mitarbeiter halten will
28.07.2026

Das niederländische Unternehmen ASML spielt eine entscheidende Rolle für die weltweite Chip-Produktion, seine Aktie ist jedoch bereits...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmen streichen Ausbildungsplätze
28.07.2026

Immer weniger Ausbildungsplätze treffen auf immer weniger Bewerber. Das ist aber sowohl für Betriebe als auch für junge Menschen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm: Hohe Energiekosten treiben Unternehmen ins Ausland
28.07.2026

Deutschlands Unternehmen kämpfen weiter mit hohen Energiekosten. Was zunächst wie ein kurzfristiges Problem erschien, entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
28.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Technologie
Technologie RWE baut Mega-Speicher im Tagebau Hambach
28.07.2026

RWE verwandelt den Tagebau Hambach zunehmend in einen Standort für erneuerbare Energien. Ein neuer Großbatteriespeicher soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Edelmetall fällt vor Fed-Entscheid Richtung 4.000 Dollar – wie geht es weiter?
28.07.2026

Der Goldpreis steht am Dienstag unter Druck. Vor der Fed-Zinsentscheidung rückt er wieder näher an die Marke von 4.000 Dollar. Anleger...