Ratgeber
Anzeige

NFT einfach erklärt – was hinter dem Hype steckt

Letztes Jahr war zweifelsohne das Jahr der digitalen Währungen – Begriffe wie Blockchain, Kryptowährungen und Metaverse waren in aller Munde. Seit einiger Zeit gibt es eine weitere digitale Anlageform, die sich zunehmender Popularität erfreut. Sie heißt NFT und steht für Non-fungible Token.
13.01.2022 12:54
Aktualisiert: 13.01.2022 12:54
Lesezeit: 3 min

Dieser Text stammt von einem Gastautor:

Letztes Jahr war zweifelsohne das Jahr der digitalen Währungen – Begriffe wie Blockchain, Kryptowährungen und Metaverse waren in aller Munde. Seit einiger Zeit gibt es eine weitere digitale Anlageform, die sich zunehmender Popularität erfreut.

Sie heißt NFT und steht für Non-fungible Token.

Es handelt sich hierbei um digitale, also nicht anfassbare Kunstobjekte oder Gemälde, die in ihrer Form einzigartig sind. Der FC Bayern München, die österreichische Post, die US-amerikanische Band Kings of Leon sowie die NBA sind bereits auf den NFT-Zug aufgesprungen, um sich ein Stück vom Kuchen zu sichern.

NFTs sind ziemlich abgefahren und es handelt sich hierbei um eine sehr abstrakte Form von digitaler Kunst. Für Digitalschaffende im Kunstbereich sind sie jedoch eine gute Möglichkeit, Geld zu verdienen.

In diesem Beitrag möchten wir Ihnen die Non-Fungible Token etwas näher bringen.

Was ist ein NFT?

Bei NFTs handelt es sich um digitale Kunst – also ein nicht anfassbares, virtuelles Gut, das digital geschützt ist. Ein NFT kann viele verschiedene Dinge darstellen wie zum Beispiel:

· Kunstwerke,

· Spielkarten,

· Animationen oder

· Musik.

Die meisten NFTs basieren bislang auf der Ethereum-Blockchain. Es handelt sich hierbei um eine dezentralisierte Datenbank, die Transaktionen zusammenfasst. NFTs können gesammelt, gekauft und wieder verkauft werden und wurden zum ersten Mal im Jahre 2017 angeboten. Mittlerweile handelt es sich um eine milliardenschwere Industrie, mit der sich eine Menge Geld verdienen lässt.

Warum sind Non-Fungible Token so wertvoll?

NFTs werden digitalisiert und anschließend als Zertifikat verkauft. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie fälschungssicher sind. Außerdem können sie weder vermehrt noch zerstört werden – und sind einzigartig.

Geld zum Beispiel lässt sich beliebig tauschen, da es immer denselben Wert hat. Der 10-Euro-Schein lässt sich durch jeden beliebigen 10-Euro-Schein ersetzen, da jeder denselben Wert besitzt.

Was macht ein Kunstwerk wie zum Beispiel von Leonardo Da Vinci, Rembrandt oder Albrecht Dürer so wertvoll? Es handelt sich um ein einzigartiges Stück mit individuellem Wert, das nicht zu ersetzen ist. Dasselbe gilt für ein NFT – nur, dass es sich nicht an die Wand hängen lässt, da es ein digitales Objekt ist.

Wie lassen sich NFTs kaufen?

Wenn Sie in Non-Fungible Token investieren möchten, müssen Sie die Kryptowährung Ether kaufen. Das Online-Vergleichsportal Financer bietet einen Vergleich der verschiedenen Krypto-Börsen, die zum Kauf der Kryptowährung genutzt werden können.

Mittlerweile haben NFTs bereits die traditionsreichsten Kunstkaufhäuser wie Christie’s und Sotheby’s erreicht. Gewöhnlicherweise werden für den Handel von NFTs jedoch Online-Börsen genutzt. Der weltweit größte Online-Marktplatz für den Kauf von NFTs ist OpenSea. Dort können Sie übrigens auch Ihre eigenen NFTs zum Verkauf anbieten.

Kritik an miserabler CO²-Bilanz

Es hagelt auch Kritik an der neuen Anlageform. Kritiker bemängeln, dass NFTs alles andere als umweltfreundlich sind. Sie basieren, wie bereits erwähnt, auf der Blockchain-Technologie. Eine Ethereum-Transaktion kostet so viel Strom wie der durchschnittliche Verbrauch einer US-amerikanischen Familie während eines Wochentages.

Auch das Mining, also die Herstellung von Ether ist ein riesiger Stromfresser. Ethereum hat bereits bekannt gegeben, den Stromverbrauch um 99 % senken zu wollen. Das ändert jedoch nichts daran, dass ein NFT den CO²-Abdruck eines zweistündigen Fluges hat.

Aussichten für die Zukunft

Für die einen Menschen bedeuten NFTs die Digitalisierung der Kunst – mit sehr großem Potenzial für die Zukunft. Diese Kunst ist bereits so viel wert, dass ein NFT des Künstlers Beeple, bei dem es sich lediglich um eine Collage handelt, für 69 Millionen Dollar verkauft wurde.

Das rasante Wachstum lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Laut statista ist das Handelsvolumen von NFTs binnen einem Jahr um mehr 13.000 % gewachsen. Tatsache ist unter anderem auch, dass die Akzeptanz seitens Institutionen und Unternehmen für diese digitalen Anlageformen immer größer wird.

Skeptische Stimmen bemängeln nicht nur die katastrophale CO²-Bilanz der neuen Anlageform. Finanzexperten warnen davor, dass es sich bei NFTs lediglich um eine Spekulationsblase handelt, die schon bald platzen wird. Die Begründung liegt darin, dass es sich wie bei Kryptowährungen um einen Markt handelt, der nicht reguliert ist.

Eine genaue Prognose über die Entwicklung der Non-Fungible Tokens lässt sich nicht machen, da die Entwicklung von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Das tatsächliche Potenzial der Anlageform wird wohl irgendwo zwischen dem Lager der Befürworter und Skeptiker liegen.


DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street im Aufwind durch nachlassende Iran-Spannungen und schwächere Inflationsdaten
14.04.2026

Überraschende Entwicklungen abseits des Handelsparketts sorgen für neuen Schwung an den Finanzmärkten. Erfahren Sie, welche Faktoren die...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer-Erhöhung finanziert Entlastungsprämie 2026: Doch nicht nur Raucher gehen bei der Ausgleichprämie leer aus
14.04.2026

Günstigeres Tanken und eine 1.000-Euro-Prämie: Doch die Entlastungen kommen noch längst nicht bei den Bürgern an. Auch werden viele...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt: Bau-Reform mit einem erweitertem Vorkaufsrecht der Kommunen für Grundstücke geplant
14.04.2026

Die Bundesregierung plant eine Reform des Baurechts, das den Kommunen deutlich mehr Eingriffsmöglichkeiten als bisher auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Anthropic-Manager Guillaume Princen über den Wettbewerb mit OpenAI und den Konflikt mit Trump
14.04.2026

Der Wettbewerb im KI-Markt spitzt sich zu: Anthropic, das Unternehmen hinter dem populären KI-Assistenten Claude, fordert den...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Debatte um den Bitcoin-Erfinder: Steckt Adam Back hinter Satoshi Nakamoto?
14.04.2026

Die Debatte um die Identität des Bitcoin-Erfinders gewinnt neue Dynamik, nachdem eine umfassende Recherche einen konkreten Namen in den...

DWN
Politik
Politik Debatte um EU-Wettbewerbsfonds: Milliarden für Schlüsselindustrien geplant
14.04.2026

Die EU plant mit dem EU-Wettbewerbsfonds einen milliardenschweren Fonds, um ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA und China zu...

DWN
Politik
Politik Teuer und ineffizient: CDU-Generalsekretär Linnemann will Krankenkassen streichen
14.04.2026

CDU-Generalsekretär Linnemann fordert weniger Krankenkassen. Warum er weniger Kassen für ausreichend hält und welche Reformen er noch...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Krankenstatistik im Unternehmen: Wie Sie Fehlzeiten auswerten – mit und ohne Software
14.04.2026

Fehlzeiten sind eine betriebswirtschaftliche Größe und keine bloße HR-Kennzahl. Wer Fehlzeiten korrekt definiert, strukturell auswertet...