Finanzen

Deutsche Börsianer starten angespannt in den Tag - und ignorieren hohe Inflation in Deutschland

Lesezeit: 1 min
19.01.2022 11:29
Die Anleger bleiben weiter angespannt. Die Nachrichten von heute Morgen sind nicht positiv.
Deutsche Börsianer starten angespannt in den Tag - und ignorieren hohe Inflation in Deutschland
Nachmittags erfahren die Anleger, wie sich der Baumarkt in den USA entwickelt. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Dax hat bis 11.30 Uhr 0,2 Prozent auf 15.801 Punkte zugelegt. Damit hat der Index erstmal seinen Abwärtsgang etwas abstoppt, den er bereits gestern eingelegt hat. Und wieder sind es die Zinssorgen, die die Märkte belasten. Dazu kommt noch die schwache Entwicklung der US-Börsen am Vorabend. Zusätzlich hat die neue Rekordzahl von 112.323 Neuinfektionen an einem Tag die Corona-Debatte in Deutschland angeheizt.

Heute Morgen haben die Anleger die Veröffentlichung des Verbraucherpreis-Indexes beobachtet - und die negativen Nachrichten ignoriert: Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 Prozent gegenüber 2020 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten im 2. Halbjahr 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatte die Rate im Vorjahr noch bei 0,5 Prozent gelegen.

Später werden in den USA wichtige Makrodaten veröffentlicht. Es geht beispielsweise um die Entwicklung des Hypotheken-Marktes in der vergangenen Woche. In der Vorwoche ist die Zahl der MBA-Hypotheken-Anträge um 1,4 Prozent gestiegen. Der Einkaufsindex hat bei 283,4 Punkten gelegen und ist damit um 2,2 Prozent geklettert.

Darüber hinaus präsentieren die Verantwortlichen Statistiken darüber, wie sich im Dezember die Zahl der Hausbeginne und der Genehmigungen für den Hausbau entwickelt hat. Die Ökonomen rechnen mit 1,65 Millionen und 1,72 Millionen. Im Vormonat waren noch 1,679 und 1,712 registriert worden.

Gestern haben die Märkte ein Minus von einem Prozent auf 15.772 Punkte hinnehmen müssen. Diejenige Aktie, die am meisten verlor, war Sartorius mit minus drei Prozent auf 446,10 Euro. Auf dem zweiten Platz dieser Tabelle war Infineon (minus 2,5 Prozent auf 38,57 Euro). Siemens lag dahinter – und zwar mit einem Verlust von 2,3 Prozent auf 142,64 Euro.

Doch gab es auch Gewinner: So hat FMC ein Prozent auf 61,24 Euro zugelegt, gefolgt von adidas, das 0,9 Prozent auf 255 Euro an Boden gut machte. Dahinter platzierte sich Daimler (plus 0,6 Prozent auf 74,72 Euro).


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik DWN-Interview mit Ex-Militärberater Jörg Barandat: „Wasser und Energie sind untrennbar miteinander verbunden.“
19.05.2024

Wasser sollte nicht getrennt von anderen Faktoren wie Energie und Klima betrachtet werden, sagt Jörg Barandat, langjähriger Berater...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Im Sog der Krise: Chinas Immobilienbranche unter Druck
19.05.2024

Seit einigen Jahren belastet die Immobilienkrise China und beeinträchtigt das wirtschaftliche Wachstum. Die Geduld vieler Gläubiger...

DWN
Politik
Politik Unfall des Präsidenten-Hubschraubers im Iran - Lebt der Regierungschef noch?
19.05.2024

Das Schicksal des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und Außenministers Hossein Amir-Abdollahian ist unklar, nachdem ihr Hubschrauber...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft EU-Kommission unterstützt Lausitz: Auf dem Weg zum "Netto-Null-Valley"
19.05.2024

Wie kann man ohne die Freisetzung von Treibhausgasen produzieren? Das Kohlerevier in der Lausitz strebt danach, als Modellregion in Europa...

DWN
Politik
Politik 75 Jahre Europarat: Ein Jubiläum in turbulenten Zeiten
19.05.2024

Der einst stolze Europarat feiert sein 75-jähriges Bestehen, doch das Jubiläum findet inmitten von Krisen und Unsicherheit statt,...

DWN
Finanzen
Finanzen P2P-Kredite als alternative Geldanlage: Chancen und Risiken
19.05.2024

P2P-Kredite sind eine aufstrebende Anlageklasse, die Privatpersonen ermöglicht, direkt in den Kreditbedarf anderer Privatpersonen zu...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Vom Erfolg zur Krise: Wie Adidas seine Dominanz im Sportmarkt verlor
19.05.2024

Adidas, einst ein Riese im Sportmarkt, kämpft nach katastrophalen Kooperationen und einem Börsenabsturz gegen den Aufstieg von Nike. Mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditanstalt für Wiederaufbau in der Kritik, nutzt Potenzial unzureichend
19.05.2024

Eine neue Studie der Stiftung Klimaneutralität zieht eine kritische Bilanz zur Rolle der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Demnach...