Technologie
Anzeige

Verständnissprobleme bei Kryptowährungen

Ob Bitcoin, Etherum oder Dogecoin, Kryptowährungen sind in aller Munde und werden noch immer gehyped. Doch bieten Kryptowährungen auch viel Raum für Falschinformationen oder Fehlinterpretationen. Wer sich nicht intensiv mit der Materie beschäftigt wird unter Umständen schnell auf Probleme treffen und vielleicht in die Ein oder Andere Falle tappen. Einige der wichtigsten Fakten zu Kryptowährungen, die oftmals falsch verstanden werden klären wir hier gerne auf.
30.01.2022 11:03
Aktualisiert: 30.01.2022 11:03
Lesezeit: 2 min

Dieser Text stammt von einem Gastautor:

Ob Bitcoin, Etherum oder Dogecoin, Kryptowährungen sind in aller Munde und werden noch immer gehyped. Doch bieten Kryptowährungen auch viel Raum für Falschinformationen oder Fehlinterpretationen. Wer sich nicht intensiv mit der Materie beschäftigt wird unter Umständen schnell auf Probleme treffen und vielleicht in die Ein oder Andere Falle tappen. Einige der wichtigsten Fakten zu Kryptowährungen, die oftmals falsch verstanden werden klären wir hier gerne auf.

Sind Kryptowährungen, Währungen?

Grundsätzlich Nein. Eine klassische Währung, im Sinne eines Zahlungsmittels, sind lediglich, von offiziellen Stellen, ausgegebene Währungen, die mit einem Gegenwert gesichert sind. Charakteristika einer Währung sind ihr Gegenwert, ihre Regulierung durch die entsprechenden Behörden und die Zulassung als Zahlungsmittel. Laut Banklexikon muss eine Währung zudem in ihrem Geltungsgebiet von jedem Händler akzeptiert werden. Kryptowährungen werden zwar weltweit gehandelt, bieten aber keinen Gegenwert, sind unreguliert und Niemand ist gezwungen Kryptowährungen anzunehmen. Damit entsprechen Kryptowährungen lediglich der Definition einer Hochrisikoanlage, denn der Wert dieser Anlage ist nicht vorhersehbar und ein Totalverlust ist nicht auszuschließen.

Jede Kryptowallet eignet sich für Krypotowährungen!

Grundsätzlich auch falsch. Es gibt gravierende Unterschiede. Eigentlich gibt es von jeder Kryptowährung ein eigenes Wallet und es macht auch Sinn, genau diese Wallets zu nutzen. Natürlich gibt es viele seriöse und praktische Handy Apps und Browser Plug-Ins um Kryptowährungen zu handhaben. Diese mögen um ein vielfaches einfacher und Nutzerfreundlicher sein als die klassische Wallet Anwendung für jede einzelne Kryptowährung, aber sie haben klare Nachteile.

Die Anbieter von, vor allem kostenfreien Wallets, berechnen meist extrem hohe Gebühren für einzelne Überweisungen. Hinzu kommt das man als Nutzer oftmals nur den public key hat, nicht jedoch den private key, zum entsprechenden Wallet. Diesen benötigt man aber um das Besitzrecht über die Wallet und die darin befindlichen Kryptowährungen inne zu haben. Sprich, solange man nicht alle Schlüssel zu seiner Wallet hat, muss man dem Unternehmen vertrauen das man das Geld auch bekommt wenn man will, ein Anrecht darauf hat man aber im Prinzip nicht mehr.

Ich lagere meine Währungen sicher bei einer Bank!

Eine Kryptobank im klassischen Sinne einer Bank gibt es nicht! Es gibt diverse Anwendungen mit ähnlichen Namen, die den Eindruck erwecken einen solchen Service anzubieten, aber auch das ist meist nicht ganz richtig. Anbieter wie die Bitcoin Bank z.B. nutzen den Namen lediglich als Marketing Maßnahme. Aber auch eine klassische Bank kann Kryptowährungen nur bedingt sicher aufbewahren. Die sicherste Möglichkeit Bitcoin und co. aufzubewahren ist ein sogenanntes cold-Wallet. Ein Wallet für das sie die Zugangsdaten besitzen, das aber lediglich ein einziges Mal am Internet war und zwar um erstellt zu werden. Die Daten des cold-Wallet werden anschließend sorgfältig vom PC gelöscht und die aufzubewahrende Summe wird auf dieses Cold-Wallet überwiesen. Da dieses nicht am Internet ist, nicht handelt und nicht aktiv wird, ist es im Prinzip auch nicht wirklich einfach hackbar. Die meisten Hacks erfolgen heutzutage noch immer über social Engineering, Keylogger oder ähnliche invasive Systeme. Wenn aber zum cold-Wallet nie irgendwelche Daten eingegeben werden und das cold-Wallet auch nie genutzt wird, kann es auch nicht so einfach kompromittiert werden. Nimmt man Geld vom cold-Wallet herunter, erstellt man für den verbleibenden Rest einfach ein neues und verfährt wieder genauso wie beim ersten Mal. Das ist derzeit die sicherste Methode, aber auch nicht ganz ungefährlich, denn werden die Daten der Codes einmal vernichtet, aus Zufall, durch Brand oder Hochwasser ist auch das Geld weg. Man sollte also unter Umständen immer mehrere Kopieen der Daten vorhalten.

Kryptowährungen sind umweltschädlich!

Das ist nicht falsch, vor allem der Bitcoin und Etherum, die beiden größten Kryptowährungen, erzeugen unvorstellbare Stromrechnungen. Allerdings wird in vielen Situationen bereits Abhilfe geschafft. In den USA sind viele Kryptominer mittlerweile auf Windräder umgestiegen um den Strombedarf zu decken, in El Salvador möchte man in Zukunft geothermische Energie nutzen und die Kryptowährung Etherum bekommt derzeit eine neue Verarbeitungsmethode, die mehr als 99% des Stromverbrauchs einsparen soll. Derzeit sind die meisten Kryptowährungen umweltschädlich, aber es wird definitiv daran gearbeitet. Es darf angenommen werden das Etherum 2.0 als Beispiel für andere Währungen dienen wird.

Quelle: pixabay


DWN
Technologie
Technologie 6G-Standard: Ericsson und Forschungszentrum Jülich starten KI-Kooperation
27.04.2026

Ericsson und das Forschungszentrum Jülich entwickeln gemeinsam KI-Verfahren für den kommenden 6G-Standard. Grundlage ist JUPITER, der...

DWN
Panorama
Panorama Mehr tödliche Fahrradunfälle: Zahlen alarmieren - Ältere besonders stark gefährdet
27.04.2026

Immer mehr Menschen steigen in Deutschland aufs Fahrrad oder E-Bike um. Doch parallel dazu wächst die Zahl tödlicher Unfälle deutlich...

DWN
Politik
Politik Wegen Iran-Krieg: Pentagon prüft Suspendierung von NATO-Verbündeten - ist das überhaupt möglich?
27.04.2026

Der Iran-Krieg verschärft die Spannungen innerhalb der NATO deutlich. Washington prüft derzeit Maßnahmen gegen Verbündete, die...

DWN
Panorama
Panorama White House Correspondents Association: Sicherheitslücken bei Trump-Gala sorgen für Kritik
27.04.2026

Schüsse bei einer Gala mit Donald Trump erschüttern Washington und werfen drängende Fragen zur Sicherheit auf. Hochrangige Politiker...

DWN
Politik
Politik Russland bestellt deutschen Botschafter ein: "Völlig haltlose Maßnahme"
27.04.2026

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau verschärfen sich erneut. Nach einem umstrittenen Treffen in der Ukraine erhebt Russland schwere...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsen überwiegend in Grün trotz Iran-Konflikt: Hoffnung auf Öffnung der Straße von Hormus
27.04.2026

Ein möglicher Vorschlag Irans zur Öffnung der Straße von Hormus sorgt für Bewegung an den Märkten. Anleger in Deutschland reagieren...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Steigende Energiepreise belasten Handel: Umfrage zeigt massive Kostenprobleme
27.04.2026

Weiter steigende Energiepreise verschärfen die ohnehin schwierige wirtschaftliche Lage des Einzelhandels. Laut aktueller HDE-Umfrage ist...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Ladesäulen: Kritik an teuren Prüfregeln - Verbände fordern Ladesäulen-Reform
27.04.2026

Deutschlands Weg zur Elektromobilität gilt als zentral für die Energiewende. Doch neue Vorwürfe aus der Branche stellen bestehende...