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Virtuelle Hochzeit: Indisches Paar heiratet im Phantasie-Schloss

Ein indisches Paar hat eine virtuelle Hochzeit gefeiert. Die Idee kam ihnen, als die Behörden neue Corona-Maßnahmen verkündeten.
10.02.2022 10:57
Aktualisiert: 10.02.2022 10:57
Lesezeit: 1 min
Virtuelle Hochzeit: Indisches Paar heiratet im Phantasie-Schloss
Das Schloss für die virtuelle Hochzeit eines indischen Paares. (Bild: dpa) Foto: Vignesh Selvaraj

Ein indisches Paar hat sein Hochzeitsfest in einem virtuellen Schloss gefeiert. Die Idee zu dieser Art der Hochzeit kam Janaganandhini Ramaswamy und Dinesh Kshatriya, als die Behörden in ihrem Bundesstaat Tamil Nadu kürzlich neue Corona-Schutzmaßnahmen verkündeten. Demnach hätten höchstens 100 Gäste teilnehmen können, aber die beiden wollten eine deutlich größere Hochzeit - so wie es in Indien üblich ist, wie sie indischen Medien berichteten.

Das Paar beauftragte ein indisches Blockchain-Startup, das ein virtuelles Schloss baute - vage inspiriert von Harry Potters Zauberschule Hogwarts, da die beiden Fans der Geschichten von J.K. Rowling seien, sagte Vignesh Selvaraj von der Firma. In das Schloss hätten sich rund 6000 Gäste als Avatare über das Internet einloggen, sich dort ähnlich wie bei einem Computerspiel bewegen, miteinander interagieren sowie Musik- und andere Darbietungen auf einer Leinwand anschauen können.

Während eines Teils der Feier seien Braut und Bräutigam noch mit einer kleinen Offline-Feier beschäftigt gewesen, während im virtuellen Schloss animierte Versionen von ihnen mit den Gästen interagierten. Später hätten sie deren Kontrolle übernommen.

Die Avatare des Brautpaars hätten sie schließlich als NFTs verkauft, sagte Selvaraj. Ein Non-Fungible Token oder NFT (auf Deutsch etwa: nicht-austauschbare Wertmarke) ist ein digitales Echtheitszertifikat, das mit der Blockchain-Datenkette mit Verschlüsselungstechnik abgesichert und einzigartig ist. Die Beliebtheit der NFTs hat nicht nur in Indien zuletzt stark zugenommen.

Die Avatarkopien seien schnell auf einem virtuellen Marktplatz verkauft worden, berichte der örtliche Fernsehsender NDTV. Mindestens eine sei zunächst für rund 8,80 Euro (rund 750 Rupien) verkauft und kurz darauf für ein Zehnfaches weiterverkauft worden. NFT-Kritiker sehen in der Technik einen Hype, der schnell in sich zusammenbrechen kann.

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