Finanzen

Warren Buffet rät: Während des Kriegs Aktien kaufen – und nicht Gold, Bitcoin oder Bargeld horten

US-Investor Warren Buffett ist bekannt für seine ungewöhnlichen Anleger-Tipps. Er meint, dass es am sinnvollsten sei, in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen in Aktien zu investieren, anstatt Gold, Bitcoin oder Bargeld zu horten.
15.03.2022 17:34
Aktualisiert: 15.03.2022 17:34
Lesezeit: 2 min
Warren Buffet rät: Während des Kriegs Aktien kaufen – und nicht Gold, Bitcoin oder Bargeld horten
Warren Buffett, Chairman und CEO von Berkshire Hathaway. (Foto: dpa) Foto: Nati Harnik

US-Investor Warren Buffett warnte davor, während Kriegszeiten Aktien zu verkaufen, Bargeld zu horten und Gold oder Bitcoin zu kaufen, da er glaubt, dass Investitionen in Unternehmen der beste Weg sind, um im Laufe der Zeit Wohlstand aufzubauen. Der milliardenschwere Investor und Chef von „Berkshire Hathaway“ sagte dem US-Fernsehsender „CNBC“ im März 2014, dass die damalige Ukraine-Krise ihn nicht zum Verkauf von Aktien angespornt habe.

„Wenn Aktien billiger sind, werde ich sie eher kaufen“, sagte er und feierte die Tatsache, dass eine Aktie, die er aktiv kaufte, im Preis gefallen war, so „Investing.com“. Das gelte sogar dann, wenn der Dritte Weltkrieg ausbreche.

„Nun, wenn Sie mir sagen, dass all das passieren wird, werde ich die Aktie trotzdem kaufen“, sagte er. „Sie werden Ihr Geld im Laufe der Zeit in etwas investieren. Das Einzige, dessen Sie sich ziemlich sicher sein können, ist, dass der Wert des Geldes sinken würde, wenn wir in einen sehr großen Krieg geraten würden.“

„Ich meine, das ist in praktisch jedem Krieg passiert, den ich kenne“, fuhr Buffett fort. „Das letzte, was Sie tun möchten, ist also, während eines Krieges Geld zu halten.“

Buffett kaufte seine erste Aktie im Alter von elf Jahren im Frühjahr 1942, als die USA im Zweiten Weltkrieg schwere Verluste erlitten, erinnert er sich in seinem Aktionärsbrief für 2018.

Er tauschte seine Ersparnisse in Höhe von 115 Dollar gegen drei Aktien von Cities Service ein. Wenn er diese Summe in einen gebührenfreien S&P 500-Indexfonds investiert und alle Dividenden reinvestiert hätte, wäre es bis 2019 607.000 US-Dollar wert gewesen – ein 5.288-facher Gewinn.

Buffett bekräftigte während des Berkshire-Treffens 2020 sein Vertrauen in die langfristigen Aussichten der USA.

„Ich war davon im Zweiten Weltkrieg überzeugt. Ich war während der Kubakrise, des 11. September, der Finanzkrise davon überzeugt – dass im Grunde die USA nichts aufhalten kann“, sagte er und fügte hinzu: „Wir standen vor härteren Problemen und das amerikanische Wunder, die amerikanische Magie, hat sich immer durchgesetzt und wird es wieder tun.“

Einem Finanzexperten zufolge wird es bald zu einem Mega-Crash an den Finanzmärkten kommen. Der S&P 500 muss früher oder später eine Kurskorrektur vornehmen, was einen zweistelligen Absturz nach sich ziehen werde. Er rät den Anlegern dazu, Buffetts „Regel Nr. 1“ anzuwenden. „Die bekannteste Investmentregel von Warren Buffett ist in der Theorie im Grunde eine Binsenweisheit, rückt jedoch in der Praxis oft gegenüber der Gewinnerwartung in den Hintergrund. Nach Benjamin Graham, dem Lehrmeister von Buffett, ,verspricht ein Investment nach genauer Analyse den Kapitalerhalt und eine zufriedenstellende Rendite. Alles andere ist Spekulation.‘ Der Erhalt des eingesetzten Vermögens sollte also stets an erster Stelle stehen!“, so der Experte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kartellamt schränkt Amazons Preisvorgaben ein: Geldzahlung
05.02.2026

Die Marktmacht von Amazon ist enorm: Rund 60 Prozent des Online-Handels in Deutschland entfallen auf den US-Konzern. Nun geht das...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie unter Druck: Analysten senken Kursziele deutlich
05.02.2026

Die Rheinmetall-Aktie hat am Donnerstag stark nachgegeben. Analysten senken ihre Prognosen, charttechnische Signale verschärfen den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Suzuki V Strom 800: Der leise Verlierer im Kampf gegen China
05.02.2026

Sie gilt als zuverlässig, ausgewogen und preislich konkurrenzfähig. Dennoch bleibt die Suzuki V Strom 800 im Verkaufsranking weit hinter...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienmarkt verliert an Schwung
05.02.2026

Der Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt gerät ins Stocken. Nach Jahren kräftiger Zuwächse steigen die Preise nur noch minimal – bei...

DWN
Politik
Politik New Start läuft aus: Nukleare Ordnung vor dem Zerfall
05.02.2026

Der letzte große Vertrag zur Begrenzung von Atomwaffen ist Geschichte. Mit dem Auslaufen von New Start verlieren die USA und Russland das...

DWN
Finanzen
Finanzen Tonies-Aktie: Toniebox 2 mit großem Erfolg für SDAX-Wert – Tonies-Zahlen schlagen Erwartungen
05.02.2026

Der Spielwarenhersteller Tonies sorgt mit starkem Wachstum und einem erfolgreichen Produktlaunch für Aufmerksamkeit an der Börse. Die...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-News: Kryptowährungen brechen ein – Bitcoin-Kurs auf tiefstem Stand seit Trumps Wahlsieg
05.02.2026

Am Donnerstag geht der Krypto-Crash weiter, Star-Investor Michael Burry warnt bereits vor einer "Todesspirale". Der Bitcoin-Kurs gerät...

DWN
Immobilien
Immobilien Fördergelder: KfW bündelt Wohnförderung in zwei Basisprogramme
05.02.2026

Weniger Programme, mehr Tempo: Die KfW verspricht schnellere Kredite für Hausbauer und Sanierer. Dem Standort Deutschland insgesamt will...