Ratgeber
Anzeige

So erfolgreich ist die Wunschkennzeichen-Branche in Deutschland

Wenn man einen Autofahrer nach der Bedeutung des Kennzeichens fragt, wird man wohl in den allermeisten Fällen eine kleine oder sogar größere Anekdote erzählt bekommen. Kaum jemand entscheidet sich bei der Zulassung für ein zufällig generiertes Nummernschild - Wunschkennzeichen sind nach wie vor absolut beliebt in Deutschland. Aber was sagen eigentlich die harten Zahlen und Fakten? Wie erfolgreich ist die Wunschkennzeichen-Branche hierzulande wirklich? Und was muss man eigentlich bei der Zulassung beachten, wenn man ebenfalls ein personalisiertes Nummernschild haben möchte? Um die Beantwortung dieser Fragen soll es im Folgenden gehen.
26.04.2022 11:45
Aktualisiert: 26.04.2022 11:45
Lesezeit: 2 min

Wie verbreitet sind Wunschkennzeichen?

Das Wunschkennzeichen beliebt sind, steht außer Frage. Nichtsdestotrotz ist es überraschend, dass mehr als jeder zweite Autofahrer mit einem solchen Kennzeichen unterwegs ist. Für die Feststellung wurden über 700 Autofahrer befragt, wobei das Verhältnis von Männern und Frauen recht ausgeglichen war.

Wofür stehen die Kennzeichen?

Entscheidet man sich für ein Wunschkennzeichen, steckt in den allermeisten Fällen eine bestimmte Bedeutung zwischen den Buchstaben und Zahlen. Am beliebtesten sind hierbei die eigenen Initialen - ein Max Mustermann würde sich also für die Kombination "MM" entscheiden. Diese Bedeutung führt mit ganzen 30,8 Prozent. Auf dem zweiten Platz befindet sich der eigene Geburtstag. Mit 12,5 Prozent liegt dieser allerdings weit hinter den führenden Initialen.

Mit weniger Abstand folgt der dritte Platz. Dabei handelt es sich um die Initialen von Familienmitgliedern. 10,2 Prozent der Autofahrer entscheiden sich bei der Zulassung des Fahrzeugs für eine solche Konstellation.

Warum sind Wunschkennzeichen so beliebt?

Diese Frage ist schnell beantwortet: Die meisten Autofahrer wünschen sich ein individuelles Fahrzeug - eine persönliche Note. Das Kennzeichen ist an jedem Kfz verpflichtend anzubringen. Wer sich diesbezüglich genauer über den Sinn und Zweck informieren möchte, findet hier weitere Informationen.

Nun findet allerdings nicht jeder Besitzer eines Autos die Kennzeichen optisch sonderlich ansprechend. Allerdings bietet die Möglichkeit eines Wunschkennzeichens wenigstens eine Form der Individualisierung. Für viele Fahrer wird das Kennzeichen dadurch zu einer Art Markenzeichen. Nicht selten wird über viele Jahre und über mehrere Fahrzeuge hinweg stets die gleiche Kombination aus Buchstaben und Zahlen beibehalten.

Übrigens: Bei der Wahl der Kombination auf dem Kennzeichen ist nicht alles erlaubt. Regelmäßig versuchen zum Beispiel Menschen mit rechtsradikalen Gesinnungen, entsprechende Kombinationen auf ihre Kennzeichen zu übertragen. Aus diesem Grund gibt es einige "verbotene Nummernschilder", mit denen man das Fahrzeug nicht zulassen kann.

Es ist definitiv ratsam, sich im Vorfeld mit diesen Konstellationen zu beschäftigen, da es sich in manchen Fällen ja auch einfach um einen Zufall handeln kann - beispielsweise, wenn es sich um die tatsächlichen Initialen handelt. Die Intension hinter dem Kennzeichen spielt allerdings keine Rolle: Auch wenn nur der Name der eigenen Person und das Geburtsjahr gemeint ist (z.B. HH 88), ist dieses Kennzeichen verboten. Wer sich hier ein wenig informiert, spart sich böse Überraschungen bei der Zulassungsstelle.

Was ist bei der Zulassung wichtig?

Generell gelten im Großen und Ganzen die Regeln und Vorschriften, die auch bei der "klassischen" Zulassung eines Fahrzeugs gelten. Ob man nun beim Schildermacher irgendein generisches Schild oder ein persönliches Schild drucken lässt, spielt im ersten Moment schließlich gar keine Rolle. Wichtig ist allerdings, dass die gewünschte Kombination verfügbar ist. Logischerweise können nicht zwei unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Fahrzeugen, dafür aber gleichen Kennzeichen umherfahren. Oft wird auch eine Funktion zur Reservierung angeboten.


DWN
Politik
Politik Emiratische Ölgesellschaft verkauft große Mengen Rohöl aus dem Persischen Golf nach Asien
11.06.2026

Die staatliche Ölgesellschaft von Abu Dhabi, Adnoc, verkauft große Mengen Rohöl aus dem Persischen Golf an Händler und Raffinerien in...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Wall Street stürzt wegen Inflationshoch ab
10.06.2026

Turbulenzen an den US-Börsen: Erfahren Sie, welche Faktoren die Anleger in Alarmbereitschaft versetzen und warum nicht alle Aktien dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvente Perlon-Gruppe: Deutscher Weltmarktführer geht an China
10.06.2026

Die deutsche Chemie ist in einer schwierigen Lage, geplagt von hohen Kosten, schwachem Weltmarkt und chinesischer Konkurrenz. Ein...

DWN
Politik
Politik Bürgerkrieg in Belfast: Tödliche Messerattacken erschüttert das Vereinigte Königreich
10.06.2026

Ein sudanesischer Asylbewerber hat in Belfast einen Mann niedergestochen. Daraufhin kommt es zu schweren Ausschreitungen. Der erneute...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Personalabbau bei Chemieriese Evonik: 1.850 Arbeitsplätze fallen weg
10.06.2026

Deutschlands Industrie baut weiter ab: Der Essener Chemiekonzern Evonik streicht 1.850 Stellen bis Ende 2026. Die Krise der deutschen...

DWN
Politik
Politik Infrastruktur-Sondertopf: Investitionen laufen nur schleppend an
10.06.2026

Mit einem 500 Milliarden Euro schweren Sondertopf will die Bundesregierung den jahrelangen Investitionsstau in der deutschen Infrastruktur...

DWN
Finanzen
Finanzen Tagesgeldzinsen: Sparkassen und Volksbanken zahlen zu wenig Zinsen für Tagesgeld
10.06.2026

Sparer erhalten bei Sparkassen und Volksbanken oft deutlich weniger Zinsen als bei überregionalen Banken, zeigt eine Analyse des...

DWN
Politik
Politik FDP-Chef Kubicki rechnet mit Merz ab: “Erwartungsmanagement ist unterirdisch“
10.06.2026

In der ARD-Sendung Maischberger warf Kubicki dem CDU-Chef vor, "unglaublich schlecht" zu kommunizieren. Seine Kritik fällt deutlich aus...