Finanzen

Panama akzeptiert Kryptowährungen als legale Zahlungsmittel

In Panama können die Bürger bald Kryprowährungen nutzen, um Steuern zu bezahlen oder Dinge des alltäglichen Bedarfs zu erwerben.
29.04.2022 10:56
Lesezeit: 1 min
Panama akzeptiert Kryptowährungen als legale Zahlungsmittel
Eine Bürgerin Panamas mit einer Brille in den Landesfarben. (Foto: dpa) Foto: Jeffrey Arguedas

Panama steuert als zweites lateinamerikanisches Land auf die Zulassung von digitalen Vermögenswerten als normales Zahlungsmittel zu. Das Parlament verabschiedete am Donnerstag mit größer Mehrheit ein Gesetz, nach dem Geschäfte etwa mit Kryptowährungen abgewickelt werden können. Die Bürger sollen auch ihre Steuern damit bezahlen können.

Im Gegensatz zu El Salvador, das im September als weltweit erstes Land Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen hat, will sich Panama aber nicht auf eine bestimmte Kryptowährung festlegen. "Wir sehen das Aufkommen vieler verschiedener Arten von Krypto-Vermögenswerten wie Kunstwerke. Deshalb wollten wir uns nicht nur auf Kryptowährungen beschränken", sagte Gabriel Silvaer, Initiator des Gesetzes. Neben Kryptowährungen zählen auch Token zu den digitalen Vermögenswerten.

Lesen Sie dazu: Gesetz in Kraft getreten: Bitcoin ist Zahlungsmittel in El Salvador

Das Gesetz tritt in Kraft, wenn es von Präsident Laurentino Cortizo unterzeichnet wird. In Panama ist ebenso wie in El Salvador der US-Dollar die gängige Währung.

Am Mittwoch hatte schon die Zentralafrikanische Republik Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel als zweites Land weltweit zugelassen. Das Land erhofft sich davon eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Einwohner. Bislang nutzt die Republik als Staatswährung den CFA-Franc, der auch Währung der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (CEMAC) ist. Kritiker der Umstellung auf Kryptowährungen fürchten eine Erleichterung von Geldwäsche.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Cartier Tank oder Santos – welche ist zeitloser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Design-Kenner sehen in der klar reduzierten Tank das zeitlosere Statement, während die vielseitigere...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz: So schützen Unternehmer ihr Privatvermögen
22.09.2026

Gerät die Firma ins Wanken, kann es schnell um mehr gehen als das Unternehmen. Plötzlich stehen auch Haus, Depot und Ersparnisse auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie: Arbeitszeit in der Diskussion – Konzern setzt deutsche Werke unter Druck
22.09.2026

Mercedes hält seine deutschen Werke für zu teuer und fordert mehr Arbeit für das gleiche Geld. Um den Druck zu erhöhen, legt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck: Enteignungsdebatte kehrt zurück
22.09.2026

Die Vonovia-Aktie gerät nach der Berlin-Wahl erneut unter Druck und fällt auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2023. Der Wahlsieg der...

DWN
Technologie
Technologie Datendurst: Rechenzentren verschärfen Deutschlands Wasserproblem
22.09.2026

Deutschlands Rechenzentrumskapazitäten sollen bis 2030 massiv wachsen, sich mindestens verdoppeln – und brauchen dafür nicht nur immer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU und Philippinen einigen sich auf Freihandelsabkommen
22.09.2026

Neue Chancen für Maschinen, Arzneimittel und Schweinefleisch: Die Europäische Union und die Philippinen haben sich auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Evonik-Aktie: Chemiekonzern streicht 3.200 Stellen
22.09.2026

Evonik streicht 3.200 Stellen und will allein in Deutschland 2.150 Jobs abbauen. Der Chemiekonzern setzt zugleich auf Wachstum in Asien und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Onboarding neuer Mitarbeiter: Darauf kommt es an
22.09.2026

Die Vorstellungsgespräche sind geschafft, es wurde sich für einen passenden Bewerber entschieden und dieser hat ebenfalls zugesagt. Damit...