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Angst vor Crash: Falsche Angaben verzerren chinesische Wirtschaftsdaten

Lesezeit: 1 min
02.07.2012 13:27
Chinesische Regionalregierungen berichten keine korrekten Konjunkturzahlen und hoffen so den Zusammenbruch der Wirtschaft verhindern zu können. Die Daten über die chinesische Wirtschaft werden dadurch stark verzerrt.
Angst vor Crash: Falsche Angaben verzerren chinesische Wirtschaftsdaten

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Die chinesische Führung fälscht Wirtschaftsdaten, um das wahre Ausmaß der Probleme in China zu vertuschen. Firmenbosse chinesischer und westlicher Unternehmen sagen, es sei bewiesen, dass die veröffentlichen Zahlen nicht mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmen. Lokal- und Regionalregierungen untersagen den Unternehmen, ihre Daten an höhere Stellen in Peking weiterzugeben.

Die Verantwortlichen manipulieren Daten über die Produktion, Unternehmensgewinne und Steuereinnahmen. Beobachter gehen davon aus, dass sich die geschönten Zahlen im Bereich von ein bis zwei Prozent auf die Wirtschaftsindikatoren auswirken.

Der Stromverbrauch hat beispielsweise aufgrund des Wirtschaftsabschwungs abgenommen. Trotzdem wird noch immer uneingeschränkt Kohle abgebaut. Die Kohle wird aber nicht mehr verbraucht, daher sind die Lager der Kohlekraftwerke bereits ausgelastet.

Um zu verhindern, dass sich die Probleme in China auf andere Wirtschaftszweige ausbreiten bzw. verschärfen und Unruhe unter den Unternehmen und Investoren ausbricht, werden diese Entwicklungen einfach ignoriert. In Peking zeigt man sich überzeugt davon, dass die Prognosen und Daten über die Wirtschaft zutreffen.


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