Politik

Ukrainischer Marine-Chef läuft zu Russland über

Lesezeit: 2 min
02.03.2014 11:23
Die Ukraine fürchtet angesichts der faktischen Besetzung der Halbinsel Krim durch russische Kräfte einen Krieg. Die Nato wurde um militärischen Beistand gebeten. Die Ereignisse im Überblick.
Ukrainischer Marine-Chef läuft zu Russland über

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19.10 Uhr - Die Ukraine entlässt den Kommandeur der Marine und wirft ihm Hochverrat vor. Er habe sich geweigert, gegen die Russen zu kämpfen und das Hauptquartier in Sewastopol aufgegeben, teilte der stellvertretende Sekretär des Sicherheitsrates der Ukraine mit.

19.00 Uhr - Der Chef der ukrainischen Marine sagt der prorussischen Regionalregierung auf der Krim seine Gefolgschaft zu. Er war erst am Freitag vom neuen ukrainischen Übergangs-Präsidenten Alexander Turtschinow zum Kommandeur der Marine ernannt worden.

16.57 Uhr - Die ukrainische Marine hat noch ihre komplette Flotte von zehn Kriegsschiffen im Hafen Sewastopol auf der Halbinsel Krim stationiert. Die Soldaten seien bewaffnet und verhielten sich zur Übergangsregierung in Kiew loyal, teilten die ukrainischen Behörden mit.

15.00 Uhr - US-Außenminister John Kerry greift Russland scharf an. Das Land verhalte sich wie im 19. Jahrhundert und marschiere in andere Länder unter Verweis auf frei erfundene Gründe ein. Kerry droht mit ernsten Konsequenzen der USA und anderer westlicher Staaten, die Russland wirtschaftlich isolieren könnten. Gezielte Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Guthaben seien ebenfalls möglich, sagt Kerry im Sender CBS.

14.22 Uhr - Auch der britische Außenminister William Hague kündigt an, die Gespräche zur Vorbereitung des G8-Treffens in Sotschi auszusetzen.

14.11 Uhr - Frankreich sagt die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen für den G8-Gipfel in der russischen Stadt Sotschi ab, wie aus dem Präsidialamt in Paris verlautet.

12.58 Uhr - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier beklagt zunehmende Spannungen in dem Konflikt. „Noch ist Umkehr möglich. Noch kann eine neue Spaltung Europas verhindert werden.“ Es dürften keine Schritte unternommen werden, die als Provokation verstanden werden könnten. Steinmeier fordert von Russland, die Streitkräfte nur im Rahmen des Pachtvertrages über die russische Schwarzmeerflotte in der Ukraine einzusetzen. Von der neuen Führung in Kiew verlangt er, die russische Minderheit im Land zu schützen.

12.49 Uhr - Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärt in Brüssel, Russland bedrohe Frieden und Sicherheit in Europa. Er rief die Regierung in Moskau zu einer Entspannung der Lage auf.

12.13 Uhr - Die Ukraine sperrt nach Angaben von Übergangspräsident Alexander Turtschinow den Luftraum für Militärmaschinen.

11.40 Uhr - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Laurent Fabius verschieben wegen der Eskalation ihre für Montag geplante gemeinsame Reise nach Moldawien und Georgien, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigt. Grund ist ein Sondertreffen der EU-Außenminister, zu dem die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton für Montag nach Brüssel geladen hat.

11:39 Uhr - Das ukrainische Parlament ruft die Staatengemeinschaft dazu auf, internationale Beobachter ins Land zu entsenden. Zudem bitten die Abgeordneten in Kiew das Ausland um Hilfe, um die Nuklearanlagen zu sichern.

11.01 Uhr - Der russische Grenzschutz teilt nach einem Bericht der Agentur Tass mit, dass im Januar und Februar etwa 675.000 Ukrainer über die Grenze nach Russland kamen. Es gebe Hinweise auf eine „humanitäre Katastrophe“.

10.39 Uhr - Die Ukraine beruft alle Reservisten ein. Das russische Parlament hatte am Samstag einen Militäreinsatz in dem Nachbarland gebilligt.

10.35 Uhr - Frankreich fordert wegen der Krise auf der Krim die Einstellung der Vorbereitungen für das G8-Treffen in Sotschi. Diese könnten erst weitergehen, wenn Russland zu Prinzipien zurückkehre, die mit den G8 und G7 im Einklang stehen, erklärt Außenminister Laurent Fabius in einem Radiointerview.

10.33 Uhr - Ukrainischen Sicherheitskreisen drängen darauf, dass die Truppen des Landes schnell einsatzbereit seien.

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